Politik | 09.04.2015

Wachtberg muss mit weiteren Flüchtlings-Zuweisungen rechnen

Verantwortung für bisher über 120 Flüchtlinge

Ursula Schöpf (UWG): Ghetto-Bildung vermeiden - zügig beim Kreis Gelder aus dem Teilhabepaket abrufen

Wachtberg. Die weitere Unterbringung und sinnvolle Betreuung von Flüchtlingen fordert von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft in Wachtberg größere Anstrengungen. Dabei, so die UWG-Politikerin und Mitglied des „runden Tisches“ Ursula Schöpf, ist eine sogenannte Ghetto-Bildung unbedingt zu vermeiden.

Ursula Schöpf erklärte dazu weiter: Derzeit leben in Wachtberg über 120 Flüchtlinge. Etwa ein Drittel davon ist vorübergehend in Privatwohnungen und Pensionen untergebracht. Wachtberg muss sich aber auf weitere Flüchtlingszuweisungen auf Anordnung des Regierungspräsidenten in Arnsberg einstellen. Politiker von Fraktionen, Vereinen und anderen Einrichtungen haben sich gegen eine konzentrierte Unterbringung der Flüchtlinge in Wachtberg ausgesprochen. Vielmehr sollten Unterbringungs-Standorte in der Nähe von Schulen, Geschäften und Ähnlichem bevorzugt werden.

Außerdem hat die private Unterbringung und Betreuung durch Mentoren aus der Bewohnerschaft der Häuser Vorrang. Die Gemeinde Wachtberg sollte zügig aus dem sogenannten Teilhabe-Etat des Kreises (1,7 Mio. Euro) Gelder für die Flüchtlings-Betreuung beantragen, die dann für Flüchtlings-Kinder den jeweiligen Kindergärten und Schulen zufließen können, fügte Ursula Schöpf hinzu.

Gelder aus Teilhabe-Etat werden dringend benötigt

Zudem ist es wichtig, dass die für Flüchtlings-Angelegenheiten zuständigen Gremien öffentlich tagen.

Das hatte die UWG im zuständigen Ausschuss mit Unterstützung anderer Fraktionen durchgesetzt.

Die interessierte Bürgerschaft sollte teilhaben an der Integrationsarbeit und der Schaffung einer Willkommenskultur in der Gemeinde. Dazu müssen auch nicht unbedingt neue Gremien oder Funktionen geschaffen werden. Vielmehr sollten künftig mehr Menschen mit Migrationshintergrund intern sowie auch außerhalb der

Verwaltung dabei eingebunden werden.

Ursula Schöpf weist darauf hin, dass die nächste Sitzung des „Runden Tisches zur Integration von Flüchtlingen in Wachtberg“ am 28. April um 18 Uhr im Rathaus Berkum öffentlich erfolgt. Die Bürgerschaft ist dazu eingeladen.

Pressemitteilung der

UWG Wachtberg

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