Allgemeine Berichte | 16.09.2014

Wachtberger Kulturwochen

Zum 18. Mal im Zauberwald

Künstler präsentierten wieder ihre Werke

Die Künstler, die in diesem Jahr bei der traditionellen "Zauberwald-Ausstellung2 ihre Werke präsentiert haben (v.l.): Klaus Ackermann, Alfredo Kirchner und Gitta Büsch.privat

Wachtberg-Pech. Im Rahmen der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen waren wieder zahlreiche Besucher zu den Veranstaltungen in der traditionellen Zauberwald-Ausstellung erschienen. Die 14-tägige Ausstellung war vom Beigeordneten der Gemeinde Wachtberg, Jörg Ostermann, eröffnet und musikalisch mit Querflöten-Improvisationen von Anke Kreuz begleitet worden. Zauberhafte Kunst in Form von Malerei und Objektkunst von Gitta Büsch, Fotografien von Klaus Ackermann und Plastiken sowie auch Lichtobjekte von Alfredo Kirchner wurde präsentiert.

Gitta Büsch

Bei ihr stehen Mensch und Tier im Schwerpunkt ihrer Arbeiten. Wunderbare Tonobjekte, wie zum Beispiel der Ja- und der Nein-Sager, oder auch Schmetterlingsflügel und Blütenstaub, wurden von den Besuchern fasziniert in Augenschein genommen. Eine ganz besondere Art zu malen, hat sie mit den Drehbildern gekonnt bewiesen. Metamorphosen, die man je nach Lust und Laune auch wieder verändern kann und so dem Betrachter immer wieder vor Augen führt, dass das Leben stets von Veränderung geprägt ist. Daneben zeigte sie Bilder wie „Die Wand hochlaufen“, auf dem ein Mensch wie in einem Würfel gefangen die Wände hinaufläuft, oder wie „An einem Strang ziehen“, auf dem zwei Menschen zwar an einem Strang ziehen, aber in entgegengesetzte Richtungen. Seit 2006 gibt Gitta Büsch Comic-Workshops für Kinder im Glaskarree des Kunstvereins Bad Godesberg.

Neben ihrer Vorstandsarbeit im Kunstverein Godesberg und im BBK Bonn-Rhein-Sieg hat sie an zahlreichen Ausstellungen unter anderem in Bonn, Abtei Brauweiler, Köln, Wiesbaden, Düsseldorf, Berlin, Trier, Belgien etc., teilgenommen.

Klaus Ackermann

Wassertropfen am Zweig, in denen sich ein Wald spiegelt. Die Adern eines golden glänzendes Blattes durch Regentropfen wie mit der Lupe vergrößert. Eine kleine Fichte, auf einem braunen, modernd-zerfallenen Stamm. Messerscharf zeigen die Fotografien Dinge, die wir sonst kaum wahrnehmen, da sie inmitten anderer, für das rasche Auge viel sichtbarerer Dinge verborgen sind. Fast als würde man durch ein Fenster in eine andere Welt sehen. Klaus Ackermann fotografiert mit analogen Mittelformatkameras. Für ihn sind das Laufen mit dem schweren Fotorucksack und dem Stativ, das Suchen, Finden und insbesondere das intensive Entdecken des Motivs eine Art Meditation. Etwas gegen die Sinnüberflutung und die zunehmende Geschwindigkeit unserer Zeit. Als promovierter Förster arbeitet er in der Entwicklungszusammenarbeit und verbrachte mit seiner Familie mehrere Jahre in Afrika, zum Beispiel in Mosambik und Madagaskar. Auch hier gelang es ihm , Arbeit und Fotografie zu verbinden, wie einige Aufnahmen zeigen.

Alfredeo Kichner

Er zeigte neben Bronzeplastiken und Eisenobjekten grazile, manchmal fast zerbrechlich wirkende Lichtobjekte in den Materialien Eisen und Mörtel. Er selbst bezeichnet sich als Bauchmensch, was in seinen Werken durch viel Liebe zum Detail sichtbar wird. Aus dem Bauch heraus formt er Objekte voller Bewegung und spannungsvoller Gestik. Alfredo Kirchner präsentiert seine Arbeiten seit 1998 einem breiten Publikum und verwandelte bereits zum 18. Mal sein Wachtberger Atelier samt Garten in einen „Zauberwald“. Anfang September fand eine Lesung mit Dr. Elmar Hucko, dem Vorsitzenden des Kunstvereins Bad Godesberg, statt. Mit selbst verfassten Gedichten und Geschichten aus seinen Büchern regte er dabei die Zuhörer sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken an. Bei der Finissage fanden sich die Künstler, moderiert von Ingrid Gahl, zum Künstlergespräch ein. Sie erläuterten unter anderem wie sie zur Kunst kamen und welche Projekte in der Zukunft anstehen. Sie standen auch für Fragen der Anwesenden zur Verfügung.

Den Abschluss bildete ein Konzert von Alfredo in der Rolle des Udo L. Das Publikum ließ nicht locker, klatschte und pfiff. Nach der 4. Zugabe endete schließlich das Konzert und es fanden noch anregende Gespräche statt.

Alle können gespannt sein auf die Ausstellungen im nächsten Jahr, die einmal im Mai und auch wieder zu den Kulturwochen Wachtbergs stattfinden werden. Interessenten könne sich informieren unter www.zauberwald-alfredo.de.

Die Künstler, die in diesem Jahr bei der traditionellen "Zauberwald-Ausstellung2 ihre Werke präsentiert haben (v.l.): Klaus Ackermann, Alfredo Kirchner und Gitta Büsch.Foto: privat

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