MGV 1882 St. Sebastian on Tour
Auf sängerischer Gastspielfahrt
Mainz. Eine Fahrt der besonderen Art unternahmen die aktiven Sänger mit Partnern. Dieser Ausflug war für die aktiven Sänger als kleines Dankeschön für die viele Arbeit zur Vorbereitung des erfolgreichen Konzertes im Frühjahr gedacht. Die frohgelaunte Reisegruppe startete bei nicht gerade einladendem Wetter Richtung Mainz. Aber siehe da, wenn Engel reisen lacht der Himmel. Kurz vor den Toren von Mainz kam die Sonne hervor, die die Gruppe den ganzen Tag begleitete. Erste Station war die Kupferberg-Sektkellerei in Mainz, wo wir eine Kellerbesichtigung machten, natürlich mit anschließender Verköstigung des prickelnden Getränks. Die Kellerbesichtigung brachte eindrucksvoll nahe, wie das edle Nass entsteht. Da ertönten auch im Foyer der Kellerei die ersten Lieder des Chores, sehr zur Freude der mitgereisten Damen und des Personals der Sektkellerei. Anschließend stand den Mitfahrern die Domstadt Mainz zur freien Verfügung. Der eindrucksvolle Dom, die Altstadt, die Kirche St. Stephan mit den Chagallfenstern, der riesige Wochenmarkt wurde von der munteren Reisegruppe erkundet. Gegen 14.30 Uhr ging es per Bus zum eigentlichen Höhepunkt der Fahrt. Das Schloss Johannisberg mit der eindrucksvollen Basilika hoch über den Rheingauer Weinbergen gelegen, war das nächste Ziel.
Die traumhafte Lage ist absolut eine Reise wert. Das Höhepunjkt war , dass man in der Basilika die Abendmesse mitgestaltendurfte. Sängerisch bot man wohl eine der besten Leistungen der letzten Jahre. Von Chorleiter Peter Uhl vorbereitet, konzentriert, stimmlich ausgeglichen, mit einem unglaublich sensiblen Gefühl für ein sanftes Piano, man war sich ganz der Ehre bewusst, hier singen zu dürfen. Ganz ohne Orgel- oder Klavierbegleitung erklangen Lieder, sehr zur Freude der zahlreichen Gottesdienstbesucher und auch der mitgereisten Partnerinnen. Hinzu kam noch ein Soloauftritt von Tenor Walter Kohns, der das wundervolle Ave Maria von Franz Schubert äußerst weihevoll vortrug. Da durfte auch mal im Gotteshaus ein mächtiger Beifall losgelassen werden.
Gestärkt durch Gottes Segen widmete man sich dann den leiblichen Genüssen im Weingut Gietz. Ein tolles Speisenangebot, leckere Weine rundeten den Abend ab. Zwischendurch packte Marco Seidl noch sein Akkordeon aus, der Chor sang dazu ein paar muntere Liedchen, wobei auch das Heimatliedchen vom schönsten Dörfchen am Rhein nicht fehlen durfte. Gegen 22 Uhr begab man sich auf den Heimweg, vollgepackt mit tollen Eindrücken und auch etlichen Gläsern Wein. So bekam man in Koblenz noch den Rest des Feuerwerks von Rhein in Flammen mit, quasi als krönender Abschluss einer tollen Fahrt. der Mitsänger Rolf Schütz und Vorsitzender Herbert Schmidt mit ihren Partnerinnen hatten diese Tour ausgearbeitet, einfach lobenswert.
