Politik | 24.02.2015

Andernacher Landtagsabgeordneter Ruland spricht auf Kundgebung in Neuwied

„Bahnlärm gefährdet Gesundheit der Menschen in der Region“

Betroffene und engagierte Bürger demonstrierten kürzlich gegen die anhaltende Lärmbelästigung durch Bahnverkehr.privat

Region. „Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet.“ Mit diesem Zitat aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eröffnete der Andernacher Landtagsabgeordnete Marc Ruland seine Rede auf der Kundgebung gegen den Bahnlärm in Neuwied. „Wir alle wissen, wie stark sich ständige Lärmbelästigung auf unsere Gesundheit auswirkt. Wir alle wissen, dass Lärm auf Dauer krankmacht, dass er unsere psychische und körperliche Gesundheit in erheblichem Maße angreift.“ Daher, so das Fazit seiner Rede, sei es nunmehr endlich an der Zeit, dass sowohl eine mittel- und langfristige Lösung für ein lärmfreies Mittelrheintal gefunden als auch kurzfristige Maßnahmen, wie etwa das Abschleifen der Schienen, das Aufstellen von Lärmschutzwänden oder verstärkte Lärmschutzmaßnahmen bei den Häusern in die Tat umgesetzt würden. Gleichzeitig entkräftete Ruland den Vorwurf, die Bahnlärmgegner würden sich der wirtschaftlichen Notwendigkeit der betreffenden Bahnverbindungen verweigern: „Wir sind keine egozentrischen ‚Wutbürger’, denen es ausschließlich um die Wahrung ihrer Eigeninteressen geht! Unser Protest ist berechtigt, denn wir wollen mit unseren Kindern und Familien, mit unseren Freunden und Nachbarn in Ruhe leben können. Uns ist aber auch klar, dass die Bahn gebraucht wird. Jedoch kann es nicht sein, dass der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland und Europa auf dem Rücken des gesamten Mittelrheintals und seiner Bewohnerinnen und Bewohner erwirtschaftet wird.“

Lärmbelästigung macht krank

Die entsprechende Lärmbelästigung kenne er nicht zuletzt auch aus seiner persönlichen Erfahrung: „Mein Bürgerbüro in Andernach liegt nur wenige Meter von den Bahngleisen entfernt. Ein persönliches Gespräch und ein konzentriertes Arbeiten werden daher nicht selten durch vorbeifahrende Züge unterbrochen. Und jedes Mal frage ich mich aufs Neue: Wie wird es erst denen gehen, die neben den Bahngleisen wohnen und nachts kein Auge zumachen können“, so Ruland weiter.

Abschließend erklärte der Andernacher Landtagsabgeordnete, sich dem Thema auch in Zukunft gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Landes- und Bundespolitik parteiübergreifend annehmen zu wollen: „Bedenken Sie jedoch: Politik kann nicht immer alles auf einen Schlag und schon gar nicht erst im Alleingang in die Tat umsetzen! Hierzu bedarf es eines kontinuierlichen und nicht nachlassenden zivilgesellschaftlichen Engagements! Wir brauchen Sie, die Anwohnerinnen und Anwohner an unserer Seite! Bleiben Sie standhaft!“, so Ruland.

Pressemitteilung

Marc Ruland, MdL (SPD)

Betroffene und engagierte Bürger demonstrierten kürzlich gegen die anhaltende Lärmbelästigung durch Bahnverkehr.Foto: privat

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Kommentare
25.02.201506:15 Uhr
Peter Schmalenbach

Auch den Anwohnern von stark befahrenen Straßen in Stadt und Kreis Neuwied geht es ähnlich. Neben dem unerträglichen Verkehrslärm werden dort ständige Erschütterungen durch Busse und Lastwagen verursacht, die über zu tief liegende Abwasser- und Telekom - Schächte fahren. Zusätzlich verursacht nahezu jedes Auto ein lautes Reifenschlaggeräusch ("Klack - Klack") beim Überfahren. Hilfe von der Stadtverwaltung? Fehlanzeige! Man überlässt die Menschen ihrem Schicksal. Fast alle zuständigen Personen wohnen selbst in bester Lage ohne Verkehrslärm und Erschütterungen!

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