Rheinlandliga Handball
Bendorf kann spannendes Lokalderby für sich entscheiden
SV Urmitz - TS Bendorf 30:31 (13:16)
Urmitz. Alle Zuschauer waren sich nach dem Abpfiff einig, sie hatten wieder ein echtes Derby beider Mannschaften gesehen und kamen zu Recht in die mit knapp 400 Zuschauern befüllte Peter-Häring-Halle nach Urmitz.
Die Vorzeichen standen zunächst nicht gut für das Heimteam, da sie auf ihren Toptorschützen Eike Höfer verzichten mussten und die TS Bendorf mit ihren Meisterschaftsambitionen und einem vollständigen Kader anreisten. SVU-Trainer Marcel Trinks forderte eine klare Charakterantwort seiner Mannen auf die hohe Auswärtsniederlage in Irmenach.
Zunächst versuchte Urmitz, den wurfstarken Rückraumspielern den Angriffsdruck mit einer offensiven Abwehr zu nehmen. Im Angriff scheiterten sie jedoch bereits frühzeitig sowohl von der Außenposition als auch vom 7m-Punkt.
Die TS Bendorf hatte zu diesem Zeitpunkt immer wieder die richtigen Antworten auf die Urmitzer Fehlwürfe und bestrafte diese durch eigene Angriffstreffer und eine komfortable 13:16-Halbzeitführung.
In der zweiten Halbzeit setzte Urmitz alles auf eine Karte und verteidigte im 3:3-System. Dennoch ließen die Urmitzer Mannen zu viele gute Torgelegenheiten liegen und konnten lediglich den Toreabstand verkürzen. Beim Stand von 22:27 kam jedoch das große Aufbäumen und die optimale Einstellung der jungen Urmitzer Truppe zur Geltung. Jetzt belohnten sie sich durch viele Ballgewinne in der eigenen Hälfte und schnellen Gegenstoßtoren. Urmitz verkürzte 1 Minute vor Ende der Spielzeit auf 29:30, bekam jedoch im anschließenden Angriff wieder das Gegentor zum 29:31.
Dennis Eitelbach war es nun als Kapitän der Mannschaft, der 7 Sekunden vor dem Ende den Anschlusstreffer zum Endstand von 30:31 warf.
Fazit vom SVU-Trainer Marcel Trinks: „Nach dem kompletten Spielverlauf ist sehr schade, dass wir uns heute nicht mit Punkten belohnen konnten. Das Wichtigste an diesem Derby war aber, dass meine Spieler sich wieder mit einen tollen Charakter und mentaler Stärke vor dem heimischen Publikum präsentierten. Wir brauchen uns mit dieser Leistung nicht in der Rheinlandliga zu verstecken, auch wenn wir erst zwei Punkte auf dem Konto haben. Wir hätten das Spiel durchaus für uns entscheiden können, da Bendorf keine wirklich effektiven Antworten auf unser Abwehrkollektiv fand. Dafür müssen wir jedoch noch kaltschnäuziger im Umgang mit unseren eigenen Torchancen umgehen. Besonders loben möchte ich heute das Schiedsrichtergespann Nitsche/Kruber, die für mich das Derby heute absolut hervorragend geleitet haben. Bedanken möchte ich mich auch für die tolle Unterstützung unserer Zuschauer, die uns immer wieder von den Rängen nach vorne gepeitscht haben.“
Aufstellung: Sebastian Mohr, Thorsten Schaust, Martin Faika (4), Daniel Etchemendy, Kalani Schmidt, Dennis Eitelbach (6/4), Jan-Michael Müller (1/1), Moritz Meister (1/1), Markus Kuhn (2), Dominic Gauß (6), Markus Häring (5), David Mohrs (4), Dominik Reimer (1), Manuel Müller (n.e.)
7m: (11/7) : (5/5); Zeitstrafen: 1:7; Disqualifikation: Fabian Gerlach
Am kommenden Donnerstag, 3. Oktober, wird der SV Urmitz das Pokalspiel um 17 Uhr in der Peter-Häring-Halle gegen die HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch nachholen. Die Mannschaft hofft an diesem Feiertag wieder auf eine volle Halle und tolle Stimmung.
