Veranstaltung mit praktischen Vorführungen in Andernach
Bewegung hilft bei neurologischen Erkrankungen
Zentrum für Prävention und Therapie des St. Nikolaus Stifthospitals und MS Selbsthilfe Andernach informierten
Andernach. Die Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Prävention und Therapie des St. Nikolaus Stifthospitals und der MS Selbsthilfe Andernach hatte wieder ein interessantes Konzept aus Informationsvermittlung und praktischen Vorführungen hervorgebracht. In dessen Mittelpunkt stand einmal mehr die Physiotherapie als ein wichtiges Modul in der Behandlung neurologischer Erkrankungen. Dabei spielte der Einsatz von Bewegungstrainern eine zentrale Rolle. Das tägliche Training der Extremitäten erhält oder fördert die Beweglichkeit, unterstützt den Flüssigkeitsaustausch, regt Durchblutung und Darmperistaltik an und dient der Fitness. Bewegungstrainer können aktiv, unterstützend oder passiv eingesetzt werden für Beine und/oder Arme. Entsprechende Reck Motomed Geräte standen bereit und konnten von den Teilnehmern ausgiebig getestet werden. Zusätzlich gab es viele wertvolle Tipps zu Probetrieb Zuhause, Indikation, ärztlicher Verordnung usw. durch Dr. Matthias Schuhmacher, Dipl.-Sportwissenschaftler, von Firma Reck-Technik. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Konduktive Therapie. Sie ist eine zusammenführende, ganzheitliche, auf Alltagsverrichtungen ausgerichtete Therapie, deren Konzept die Dipl. Konduktorin Frau Berend vorstellte. Das Stiftshospital ist eines der wenigen Häuser, die diese Form des Therapierens anbietet. Wie groß die Palette der dort insgesamt angebotenen Therapieformen ist, stellte der Leiter des Zentrums für Prävention und Therapie Viktor Hartfelder, Dipl.-Sportlehrer und Physiotherapeut zusammenfassend dar. Dazu gehören Krankengymnastik nach Bobath, PNF, Spiegeltherapie, Wassergymnastik, manuelle Lymphdrainage, um nur die wichtigsten zu nennen. Alle Patienten, ob sie im Krankenhaus behandelt werden oder von außen kommen, können dieses reichhaltige Angebot nutzen.
Regelmäßige Treffen
Mit solchen und ähnlichen Infoveranstaltungen unterstützt die Selbsthilfegruppe ihre Mitglieder in der Krankheitsbewältigung. Ansonsten trifft sie sich an jedem ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr in der Taverne Olympos, Koblenzer Straße 25 in Andernach, zum Erfahrungsaustausch und zur Pflege der Geselligkeit. Betroffene, deren Partner und Freunde sowie alle Interessierte sind willkommen. Infos unter Tel. (0 26 32) 8 21 66, www.ms-selbsthilfe-andernach.eu.
