Bürgerinitiative "Wir gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V."
Bürgermeister, Bürgerinitiative und Bahn im Gespräch
Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn zu Besuch
Weißenthurm. Kürzlich besuchte Jürgen Konz, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Weißenthurm, um sich mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinde und Stadt Weißenthurm sowie Vertretern der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ auszutauschen und sich über die konkrete Bahnlärmsituation vor Ort zu informieren.
Jürgen Konz besuchte auf Anregung der Weißenthurmer Bürgerinitiative gegen Bahnlärm und auf Einladung von Verbandsbürgermeister Georg Hollmann Weißenthurm, um sich selbst ein Bild von den Belastungen der Bahnanwohner durch Bahnlärm und den damit einhergehenden Erschütterungen zu machen.
Hermann Winter, der seit über 70 Jahren in Weißenthurm an der Bahn lebt und vor circa zwei Jahren durch sein Engagement den Anstoß zur Bildung einer Bürgerinitiative gegeben hatte, stellt fest: „Dieser Besuch lässt hoffen. Er eröffnet, so ist zu wünschen, ein neues Kapitel in der Kommunikation zwischen den Bahnanwohnern und der Bahn“.
Der Konzernbevollmächtigte der Bahn, Jürgen Konz, wurde in der Verbandsgemeindeverwaltung Weißenthurm zunächst durch Bürgermeister Georg Hollmann und seinen 1. Beigeordneten Thomas Przybylla sowie Stadtbürgermeister Gerd Heim und Rolf Papen, dem 1. Vorsitzenden der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“, in die Bahnlärmsituation eingewiesen. Zugleich wurden mit ihm Möglichkeiten einer zukünftig verbesserten Kommunikation diskutiert. Hierzu stellte Jürgen Konz fest: „Wir müssen weg von der Konfrontation und hin zu einer fairen Kooperation zwischen Bürgern und Bahn. Nur auf der Basis von gegenseitigem Verständnis, Offenheit und einem realistischen Blick für das Mögliche, kann Vertrauen entstehen und können beiderseitig akzeptable Lösungen gefunden werden.“ Rolf Papen von der Bürgerinitiative fügte hinzu: „Die „Sprachlosigkeit“ mancher Bahnvertreter uns betroffenen Bürgern gegenüber, muss ein Ende haben.
Der Besuch von Herrn Konz ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dafür bin ich ihm außerordentlich dankbar.“
Nach der Einweisung im Rathaus erfolgte die Erkundung entlang der drei Kilometer langen Schienentrasse in Weißenthurm. „Ich mache mir, wann immer möglich, selbst ein realistisches Bild vor Ort. Keine theoretische Erörterung kann die persönliche Inaugenscheinnahme ersetzen“, erklärte Konz während der Ortsbegehung. Verbandsbürgermeister Hollmann und Thomas Przybylla sowie Stadtbürgermeister Heim ließen es sich nicht nehmen, persönlich in die neuralgischen Punkte, insbesondere in den Bereichen Langfuhr, Rheinufer und Bahnhofstraße einzuweisen. Georg Hollmann und Gerd Heim erklärten dabei gegenüber dem Vertreter der Bahn: „So wie es jetzt ist, kann es mit den Belastungen durch den Bahnbetrieb nicht bleiben. Wir sind nicht gegen die Bahn - ganz im Gegenteil. Aber wir wollen eine moderne, umweltfreundliche und vor allem sichere und leise Bahn. Bei diesem gemeinsamen Anliegen erklären wir uns mit unserer Bürgerinitiative solidarisch und unterstützen sie nach besten Kräften.“
Bei einer abschließenden Erörterung zeigte sich Jürgen Konz an der Fortführung des Dialogs sehr interessiert und versprach, sich um die berechtigten Interessen der Weißenthurmer zu kümmern und den Besuch bald möglichst zu wiederholen.
Erfreulich ist auch, dass der 1. Vorsitzende der Neuwieder Bürgerinitiative, Gunter Fröhlich, in seiner Funktion als Mitglied des „Projektbeirates leiseres Rheintal“ den Besuch begleitete. Fröhlich: „Meine Mitstreiter aus Weißenthurm, der ersten linksrheinischen Bürgerinitiative gegen den unerträglichen Bahnlärm zwischen Koblenz und Bonn, sind mir wichtig und in ihrem beispielhaften Engagement für ein leiseres Rheintal längst ans Herz gewachsen.“
Einige Zeit nach dem Besuch von Jürgen Konz betrachtet Hermann Winter nachdenklich die Erschütterungs-Risse in seinem Haus und merkt an: „Es kann nur besser werden“ - und als nur fünf Meter entfernt ein Güterzug mit Kesselwagen unter ohrenbetäubendem Lärm und massiven Erschütterungen vorbeidonnert, fügt der ehemalige Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Weißenthurm hinzu: „Ich mag mir nicht vorstellen, was passiert, wenn ein solcher Güterzug mit Gefahrgut und hoher Geschwindigkeit mitten in unserer Stadt entgleist.“Pressemitteilung
BI „Wir gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“
