Allgemeine Berichte | 27.04.2015

Theater- und Heimatverein „Fidelio“ präsentierte Freilicht-Veranstaltung

Das Gefängnis im Rathaus-Keller blieb leer

„Lebendiges Mittelalter“ - Auch dritte Auflage ein voller Erfolg

„Trinkgelage“ gab es beim mittelalterlichen Markt zwar keine, doch Peter Maurer (2. von rechts) und seine Mitstreiter freuten sich natürlich über einen Becher edlen Weines.

Mülheim-Kärlich. Das kleine Vereinsheim des Theater- und Heimatvereins Fidelio ist allein betrachtet schon eine Sehenswürdigkeit, doch am vergangenen Sonntag lohnte sich der Besuch auch aus einem weiteren Grund: Zum dritten Mal fand im Außenbereich die Ausstellung „Lebendiges Mittelalter“ statt, die der Verein im zweijährigen Rhythmus durchführt. Kopf und Initiator dieser besonderen Veranstaltung ist Peter Maurer, der pünktlich um 11.00 Uhr die teilnehmenden „Aussteller“ mit ganz besonderen Worten begrüßte: „Höret! Höret! Höret! Jedem kund und zu wissen: Mit Erlaubnis des Magistratis der freien Reichsstadt Mülheim-Kärlich führt der Theater- und Heimatverein auf diesem Platze ein feines Spektakulum durch.“ In mittelalterliche Sprache begrüßte er auch die Teilnehmer, die sich „zur Erbauung der Mannsleut´, des Weibsvolkes und der Kinderlein“ versammelt hatten. Im Einzelnen waren dies die „Kaufleute vom fernen Thal“ (Fernthal bei Neustadt/Wied), die freie Ritterschaft Draconis Medard (Bendorf), die Rhensser Spielleute „Viribus Unitis“, die Rhenser Stadtwache, Eddy der Schmied sowie der Bettelpoet. Großen Wert legten alle Beteiligten darauf, dass es sich um eine reine Ausstellung - und um keinen Markt handelt. Das heißt, man konnte den Mitwirkenden zwar über die Schulter schauen, es wurden aber keine Waren angeboten, sieht man einmal von der Verpflegung ab. Peter Maurer, der selbst auch Mitwirkender bei den „Kaufleuten vom fernen Thal“ ist, hatte für das mittelalterliche Treiben eigens eine besondere Hausordnung festgelegt: „Es besteht für die gesamte Festlichkeit der außerordentliche Marktfrieden. Wer sich des Diebstahls schuldig gemacht, dem Weibsvolk unter die Röcke greift, wer sich der Hurerei, der Kuppelei oder der Hexerei schuldig macht, das Maß verfälscht oder den Herrgott spottet, der wird im Keller des Rathauses arretiert, bis ihm der Prozess gemacht wird“, so der edle Kaufmann. Glücklicherweise musste natürlich niemand im Rathaus-Keller eingesperrt werden. Falls dies doch erforderlich gewesen wäre, hätte der Stadtbeigeordnete Bernd Bruckner, der schon zur Mittagszeit als einer der ersten Gäste das mittelalterliche Treiben besuchte, den Übeltäter mitnehmen können. So konnte jedoch der Stadtbeigeordnete gemeinsam mit seiner Frau den deftigen Eintopf probieren, den die Helferinnen und Helfer des Theatervereins zubereitet hatten. Dessen Vorsitzender Jürgen Maurer zeigte sich mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden: Ritter, Gaukler, Händler, Spielleute und „allerley Volk“ hatten sichtbar viel Spaß am mittelalterlichen Beisammensein auf dem Platz am Vereinsheim.

„Marktleiter“ Peter Maurer eröffnete die mittelalterliche Ausstellung mit einer ganz besonderen Festordnung.

„Trinkgelage“ gab es beim mittelalterlichen Markt zwar keine, doch Peter Maurer (2. von rechts) und seine Mitstreiter freuten sich natürlich über einen Becher edlen Weines.
Mittelalterliche Gruppen aus der gesamten Region beteiligten sich an der Ausstellung des Theater- und Heimatvereins „Fidelio“.

Mittelalterliche Gruppen aus der gesamten Region beteiligten sich an der Ausstellung des Theater- und Heimatvereins „Fidelio“.

Das Gefängnis im Rathaus-Keller blieb leer

„Trinkgelage“ gab es beim mittelalterlichen Markt zwar keine, doch Peter Maurer (2. von rechts) und seine Mitstreiter freuten sich natürlich über einen Becher edlen Weines.

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