Das neue Heimatbuch des Landkreises Mayen-Koblenz wurde vorgestellt
Einblick in die Geschichte
Weißenthurm. „Für ein Schiff ohne Hafen ist kein Wind der richtige“, sagte einst der römische Philosoph und Schriftsteller Lucius Annaeus Senica. Landrat Dr. Alexander Saftig fügte bei der Vorstellung des Heimatbuches 2015 des Landkreises Mayen-Koblenz hinzu: „Ich habe einen Hafen. Mein Hafen ist meine Heimat.“ In der neuen Ausgabe ist auf knapp 200 Seiten eine Vielzahl von interessanten Artikeln zusammengestellt, die dem Leser einen Einblick in die Geschichte und das kulturelle Leben im Landkreis bieten. Zu den ehrenamtlichen Autoren gehören natürlich auch einige Persönlichkeiten aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Weißenthurm, die nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt werden.
Theobald Groß (Bassenheim) berichtet in seinem Zeitdokument „Bassenheim an der Straße des Siegers“ über den Kriegsreporter Osmar White und die Nachkriegszeit.
Walter Häring (Urmitz) thematisiert die älteste und bekannteste bildhafte Darstellung eines Teilbereichs des Urmitzer Rheinufers im Jahr 1848.
Friedel Hecken (Kaltenengers) schrieb einen Artikel über die Brücke zwischen Neuwied und Weißenthurm, der auch interessante historische Fotoaufnahmen enthält.
Winfried Henrichs (Mülheim-Kärlich) behandelt auf sieben Seiten das Brauchtum um Sterben und Tod in den Dörfern am Mittelrhein bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Das Kreistagsmitglied Horst Hohn (Mülheim-Kärlich) thematisiert die Autobahnbrücke Bendorf/St. Sebastian, deren Fertigstellung sich im Jahr 2015 zum 50. Mal jährt. Die Brücke stellte damals einen Weltrekord auf und ist in Deutschland immer noch das Bauwerk aus Spannbeton mit der größten Stützweite.
Aloisia Niekrawietz (Kaltenengers) berichtet von den riesigen Korbweiden, die einst am Rheinufer standen.
Helmut Schneider (Weißenthurm) widmet sich in seinen Ausführungen der ehemaligen Kanzel in der Dreifaltigkeitskirche Weißenthurm.
Lothar Spurzem (Mülheim-Kärlich) erläutert in seinem Bericht „Christophorus an der Kärlicher Schule“ das Sgraffito von Hermann Ruff. Das Kunstwerk prägte einst den Ortseingang von Kärlich, verschwand aber mit dem Abriss der Grundschule.
Nicht nur diese Autoren behandeln Besonderheiten aus dem Gebiet der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Auch an vielen weiteren Stellen des Heimatbuches sind entsprechende Ausführungen zu entnehmen. So enthält das Heimatbuch 2015 zum Beispiel einen Bericht über das Bimsmuseum in Kaltenengers, über das „Brotlaibidol“ von Bassenheim (ein rätselhaftes Tonobjekt der Bronzezeit) oder die Verleihung des Kreiswackes an den Mülheim-Kärlicher Karnevalisten Winfried Erbar. Das Heimatbuch 2015 ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.
