„Es gibt fast nur noch Steine und Beton“
Leserbrief zu „Müssen die Platanen wirklich weg?“ (8. KW) und zur Bürger-Informationsveranstaltung (13. KW)
Vor einigen Wochen wurde uns aus der Seele gesprochen, als über die Gestaltung von Weißenthurm geschrieben wurde: „Kalt und lebloser Stil“. Es gibt in Weißenthurm doch fast nur noch Steine, Beton und Bahnschotter. Soll sich dieser Trend fortsetzen?
Ist unserem Bürgermeister Heim, dem Stadtplaner Heichel und unserem Stadtrat bekannt, dass für jeden gefällten Baum rund 15 neue Bäume gepflanzt werden müssten, um den Ausgleich der Schadstoffbelastung zu gewährleisten? Gerade größere Bäume mit ihren vielen Blättern bringen nicht nur Lebensraum für die Tiere, sondern spenden uns Sauerstoff und filtern Giftstoffe aus der Luft. Besonders wichtig für uns, da Weißenthurm sehr belastet ist durch Industrie und immer stärkeren Autoverkehr.
Es kann ja wohl nicht angehen, obwohl eine Sanierung der Platanen möglich wäre, diese nicht zu erwägen. Was vielen nicht bekannt ist: Es kann auch ein Antrag auf Fördergelder für die Sanierung der Bäume gestellt werden. Nur dann wäre der Stadtplaner gefordert, einen neuen Plan für die Gestaltung des Rheinufers zu erstellen. Bei dieser Planung sollten die Bürger mit einbezogen werden.
Abschließend hätten wir noch einige Fragen an den Bürgermeister. Wo und wie viele neue Bäume wurden zum Ausgleich gepflanzt nach den umfangreichen Fäll- und Rückschnittarbeiten in Weißenthurm? Wieder in der Eifel? Was wollen Sie in Zukunft unternehmen bezüglich immer stärkerer Umweltbelastung durch Verkehr und Industrie und immer weniger Grün? Als Sie Ende 2012 veranlassten, drei gesunde Bäume in der Grabenstraße fällen zu lassen, wurden wir als Anwohner nicht einmal informiert. In einem Telefonat mit Ihnen erfuhren wir, dass Gewerbebetreibende „Vorrang“ haben in Weißenthurm und der Bürger hintenan stehen muss. Wo bleibt Ihre soziale Einstellung und die ökologische Verantwortung den Bürgern gegenüber?
Anita Jureta und Rüdiger Balhar,
Weißenthurm
