Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen in Weißenthurm feierte Grundsteinlegung
Festlicher Frühlingsempfang
Weißenthurm. Mit frühlingshaften Melodien eröffneten die „Handicaps“, die Hausband der Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen (RMW), den traditionellen Frühlingsempfang, der in diesem Jahr ganz im Zeichen der Baumaßnahmen am Standort in Weißenthurm stand. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und dem sozialen Bereich sorgten für einen würdigen Rahmen. Landrat Dr. Alexander Saftig, der auch die Schirmherrschaft übernommen hatte, lobte die Arbeit der Werkstatt, in der Inklusion bereits seit Jahren gelebt wird. Die RMW beschäftigt an den Betriebsstätten Koblenz, Kastellaun, Simmern und Weißenthurm mehr als 800 behinderte Menschen. In der Hafenstraße am Stadtrand von Weißenthurm arbeiten zurzeit circa 150 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Neben dem Berufsbildungsbereich stehen Arbeits- und Qualifizierungsangebote in den Bereichen Verpackung, Konfektionierung, Elektromontage, Elektroschrott-Recycling und EDV-Dienstleistungen zur Verfügung. Am gleichen Standort und unmittelbar mit der Werkstatt vernetzt ist auch das Tochterunternehmen Polytec-Integrative (PI) angesiedelt. Insgesamt arbeiten 62 Personen bei der PI, von denen 22 Mitarbeiter auf sogenannten Integrationsarbeitsplätzen beschäftigt sind. Aufgrund der positiven Entwicklungen im Bereich der Systemverpackung war es notwendig, die Lager- und Arbeitsplatzkapazitäten zu erweitern. Es wurden eine neue Lagerhalle mit circa 1100 m² und ein Arbeitsbereich mit ungefähr 200 m² geschaffen. Insgesamt investierte die PI rund 1,5 Mio. Euro. Bemerkenswert an dieser Stelle ist, dass sämtliche Mittel ohne öffentliche Zuschüsse aufgebracht wurden. Zu den Kunden und Partnern der Einrichtung gehören Privatpersonen, kleine und mittelständische Betriebe sowie namhafte und weltweit agierende Unternehmen aus der Region. So gab Jens Hemmerich von der Canyon Bicycles GmbH einen Einblick in die Kooperation mit der RMW und lobte die Qualität, Zuverlässigkeit und Flexibilität. Die passenden Kartons zum weltweiten Versand der Fahrräder werden in der Werkstatt in Weißenthurm gefertigt.
„Rhein-Mosel-Werkstatt bedeutet Teilhabe am Arbeitsleben, Integration in die Gesellschaft, Solidarität und Lebensqualität für Menschen mit Behinderung“, sagte RMW-Geschäftsführer Thomas Hoffmann. „Unsere Mitarbeiter beweisen Tag für Tag, was Menschen mit Handicaps leisten können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“
Informativer Rundgang
Nach den Grußworten und einer informativen Talkrunde zu den Baumaßnahmen kam es zur offiziellen Grundsteinlegung durch Landrat Dr. Alexander Saftig. Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich bei einem Rundgang ein persönliches Bild vom Leben und Arbeiten in der Werkstatt zu machen. Sie waren beeindruckt von den hellen, freundlichen und innovativen Räumlichkeiten, die den behinderten Menschen optimale Bedingungen für ein gutes Arbeitsklima bieten. Eine Werkstatt im Wandel und fit für die Zukunft. Der Frühlingsempfang war einmal mehr ein Beleg, wie sich die RMW in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie behinderte Menschen optimale Teilhabe am Arbeitsleben erhalten können.
Rhein-Mosel-Werkstatt für
behinderte Menschen gGmbH
Die „Handicaps“ sorgten für eine tolle musikalische Begleitung des Frühlingsempfangs.
