Weißenthurmer Verbandsgemeinderat tagte
Fraktionen lobten Haushaltsplan
Auch die Neuanschaffung der Tempomessanlage mitsamt Auto lasse an Seriosität nicht zweifeln
VG Weißenthurm. Bevor die Mitglieder des Weißenthurmer Verbandsgemeinderats den von der Verwaltung mit Bürgermeister Georg Hollmann an der Spitze und den Beigeordneten Thomas Przybylla, Herbert Nickenig und Raimund Israel vorgelegten Etatplan einstimmig verabschiedeten, hielten drei Fraktionssprecher die Haushaltsreden: Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Manfred Bretz (Mülheim-Kärlich) bedauerte, dass die Gewerbesteuer leicht eingebrochen ist. Dennoch zahlt die VG Weißenthurm nach der Stadt Andernach den zweithöchsten Betrag an den Kreis Mayen-Koblenz. Dafür dankte Dr. Bretz den Unternehmern und Arbeitnehmern und wies auf die große Bedeutung wirtschaftlicher Maßnahmen hin. „Die alte Bahnstrecke zwischen Bassenheim und Ochtendung als Radweg auszubauen ist ein Leuchtturmprojekt, das allen Bürgern und den Touristen zugute kommt“, sagte der Fraktionssprecher und weiter: „Wir leisten uns freiwillig einige Dinge, die zweckmäßig sind. Wir sind stark aufgestellt in Jugend, Schuldnerberatungsstelle und Umweltberatung und haben eine funktionierende Volkshochschule.“
Zahlenwerk löst Schauern aus
Von einem Zahlenwerk, „das leichtes Schauern auslöst“, sprach SPD-Fraktionsvorsitzender Jan Schatton (Urmitz). Dennoch bezeichnete er den Haushalt 2015 als soliden Planentwurf und hob einige Inhalte hervor. 254.000 Euro für Ausbau und Modernisierung des Schul- und Sportzentrums Mülheim-Kärlich und die Planungskosten für das gemeinsame Geräte aus der Feuerwehren St. Sebastian und Kaltenengers.
Investition infrage gestellt
Er stellte aber infrage, ob die Investition für eine neue Geschwindigkeitsmessanlage mitsamt Fahrzeug sinnvoll ist: „Aber auch dieses ist sicherlich kein Grund an der Seriosität des Haushaltsplans zu zweifeln“, betonte Jan Schatton. Im Personalhaushalt seien die elf zusätzlichen Planstellen, was 7,4 Ganztagsstellen entspricht, wegen den Kitas, die die VG übernommen hat, nachvollziehbar. Die konstant gebliebene VG-Umlage (Zahlungen an den Kreis), wirke sich auf die Städte und Gemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz aus erklärte FWG-Fraktionsvorsitzender Karl Mannheim (Mülheim-Kärlich). „Wir können 2015 eine Jugendförderung anbieten, die im Kreis ihresgleichen sucht. Wichtige freiwillige Leistungen können beibehalten und werden nicht wie bei anderen Kommunen gekippt“, stellte Mannheim fest und weiter: „Die VG Weißenthurm ist ein attraktiver Wohn- und Arbeitsraum. Wir brauchen uns um die Zukunft keine Gedanken zu machen.“
Hohe Schulden beklagt
Mannheim beklagte die hohen Schulden des Kreises, die durch Sozialleistungen verursacht würden. Der Kreis sei quasi der Puffer zwischen der VG und dem Land führte der FWG-Fraktionsvorsitzende aus.
