Frauenhilfe Weißenthurm
Frauenhilfe feierte 60-Jähriges
Beim gemeinsamen Treffen wurde das Jubiläum gebührend gefeiert
Weißenthurm. In diesem Jahr besteht die Frauenhilfe 60 Jahre. Das Jubiläum stand beim kürzlichen Treffen im Vordergrund. Pfarrer Manfried Rademacher hielt dort eine Andacht. In dieser legte er die biblische Erzählung „Jakobs Kampf am Jabbok“ auf die Frauenhilfe hin aus. Jakob rang mit Gott. Die älteren Damen der Frauenhilfe haben angesichts manch körperlicher Einschränkungen dazu gelegentlich auch Grund. Jakobs Gott hatte väterliche und mütterliche Züge. Viele Frauen in der Frauenhilfe sind Mütter. Deswegen ist es hier besonders angebracht, Gottes mütterliche Seiten zu benennen. Jakob geht einen dunklen und ungewöhnlichen Weg. Das tut die Frauenhilfe auch. Sie bemüht sich nicht nur, jüngere Frauen für sich zu gewinnen. Sie geht auch den ungewöhnlichen, Weg ältere Damen zur Neumitgliedschaft zu bewegen.
Jakob muss sich im Ringkampf bewegen. Auch die Frauenhilfe bewegt sich. Deshalb ist der Bastelkreis Geschichte, die Sitzgymnastik Gegenwart und die Fahrten und hoffentlich hinzukommende, andere Angliederungen an die Frauenhilfe Zukunft. Dem Jakob stellt sich ein Mann in den Weg. Auf dem 60-jährigen Weg der Frauenhilfe standen ihr ganz wenige Menschen im Weg – viele lange und stabil zur Seite. Zum Beispiel die ehemaligen Leiterinnen Helga Joost, Marie Hanisch und Lore Pardun sowie Marlies Golz, Hedwig Fasel und Charlotte Maurer. Sie sind heute Stützen der Frauenhilfe. Pfarrer Manfried Rademacher leitet sie seit einigen Jahren infolge ihres damaligen Beinahe-Zusammenbruches.
Gerne achtet er dabei darauf, Bewährtes mit Neuem zu verbinden. Deshalb ist die Frauenhilfe ein nicht mehr nur Protestantinnen offen stehender Kreis. Deshalb beschäftigen sie sich mit vielen Frauen beschäftigenden Themen. Deshalb werden immer wieder Referenten oder Referentinnen eingeladen. Deshalb gilt: So wie sich Jakob am Flüsschen Jabbok als kräftig erwies, zeigen sich auch die Frauenhilfsfrauen immer wieder als Damen, die auch Power haben. Kräftig singen sie. Kräfte zum Reden, Zuhören, Weiterbilden in den monatlichen Treffen bringen sie auf.
Das zeigte sich auch bei der 60-Jahr-Feier. Nach der Andacht hörten die Anwesenden ein Grußwort der Vorsitzenden des Kreisverbandes der Frauenhilfe Heidemarie Falkenberg. Gute Beziehungen pflegen die Frauen auch zur örtlichen Katholischen Frauengemeinschaft. In Begleitung von Frau Dötsch trug deren Schriftführerin Regine Reif das zweite Grußwort vor. Der inhaltliche Schwerpunkt des Nachmittages lag diesmal auf dem von Kreiskantor Christian Tegel angeleiteten, gemeinsamen Singen. Singen von Glaubensliedern ist sehr beliebt, da die Frauenhilfe sehr gute Sängerinnen hat. An denen können sich weniger gute anlehnen. So macht Singen Freude.
Den Schwerpunkt der Nachmittage gestalten meist von außen kommende Referentinnen und Referenten. Vom Reisebericht bis zu Gesundheitstipps wird ein attraktives, vielfältiges Programm geboten. Die Treffen finden in der Regel am ersten Mittwoch eines Monates von 14.30 bis 16.30 Uhr statt (Bethelstraße 14, Weißenthurm). Die Frauenhilfe ist ein für andere Frauen offener Kreis und freut sich stets über neue Teilnehmer, die dann gerne auch Mitglied werden können.
Dreimonatsprogramm
3. Juni, 14.30 bis 16.30 Uhr: „Pflege, Kranke, Hilfe“: Den Schwerpunkt des Nachmittages gestaltet der Leiter der Caritas-Sozialstation Herbert Berend. Er stellt das Angebot der Station für Kranke, Pflegebedürftige und andere Hilfsbedürftige vor.
1. Juli, 14.30 bis 16.30 Uhr: „Alles ganz normal? Alkoholsucht und ihre Auswirkungen auf das familiäre Umfeld“. Pastoralreferent Felix Tölle berichtet von seiner Arbeit als Krankenhausseelsorger in der Rhein-Mosel-Fachklink und lädt zum Gespräch ein.
5. August: Halbtagsfahrt von Frauenhilfe, Sitzgymnastik und Freunden.
Bei Kaffee und Kuchen saßen die Teilnehmer gesellig beisammen.
