Die Ehrenamtsinitiative Klima-Werkstatt – Projektgruppe Pro R(h)einheit stellt sich vor
Gemeinsam für ein sauberes Andernach
Andernach. Die Ehrenamtsinitiative Klima-Werkstatt – Projektgruppe Pro R(h)einheit ist längst zu einer festen Größe im Andernacher Umweltengagement geworden. Unter der Leitung von Werner Weidmann setzt sich ein Team von elf engagierten Menschen mit Herz, Tatkraft und Kreativität gegen die Vermüllung unserer Stadt ein. Ihr Motto: Hinsehen statt wegsehen und gemeinsam handeln.
Anpacken statt reden: Monatliche Müllsammlungen
Besonders bekannt und geschätzt sind die regelmäßigen Müllsammlungen der Gruppe. Einmal im Monat schwärmen die Ehrenamtlichen aus, um im Stadtgebiet, entlang von Rhein und Nette sowie auf dem Krahnenberg achtlos weggeworfenen Abfall einzusammeln. Was als kleine Initiative begann, hat sich zu einer wichtigen Gemeinschaftsaktion entwickelt.
Neben dem praktischen Einsatz setzt Pro R(h)einheit stark auf Aufklärungsarbeit. Mit Aktionen zur richtigen Müllentsorgung, Mülltrennung und Müllvermeidung wollen sie das Bewusstsein in der Bevölkerung schärfen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Zigarettenkippen: Kostenlose Klick-Klack-Aschenbecher werden verteilt, denn viele wissen nicht, dass eine einzige Kippe Boden und Grundwasser vergiften kann.
Mit der Plakataktion „Unbeliebte Naturbewohner“ macht die Gruppe zudem auf die erschreckend langen Verrottungszeiten von Müll aufmerksam : etwa bis zu fünf Jahre für ein Papiertaschentuch oder sogar bis zu 1000 Jahre für eine Plastikflasche. Ein weiteres Projekt ist der Sammelbehälter für Kronkorken im Eingangsbereich des Rathauses. Bereits Verschlüsse von rund 150.000 Flaschen konnten recycelt werden – der Erlös geht an den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche. Ganz nach dem Motto: „Jeder Kronkorken zählt!“
Bildung mit Wirkung
Ein Herzensanliegen der Projektgruppe ist die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen. In Kooperation mit Grundschulen, Realschule Plus, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen unterstützen sie Lehrkräfte mit abgestimmten, didaktisch-methodischen Konzepten. Ziel ist es, Umweltbewusstsein nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen.
Bei begleiteten Sammelaktionen im schulischen Umfeld kommen eigens entwickelte Sammelwagen zum Einsatz, die eine direkte Mülltrennung ermöglichen, so zum Beispiel für Zigarettenstummel, Glas, Kronkorken und Batterien. Ergänzt wird dies durch selbst hergestellte Materialien wie Informationstafeln, Klammerkarten, Ausstellungstische und sogar eine „Kippensäule“, an der Schüler die Anzahl gesammelter Zigarettenkippen schätzen können.
Pro R(h)einheit ist nicht nur vor Ort aktiv, sondern auch bei Schulprojekten, Stadtfesten, Zukunftswochen, dem „World Cleanup Day“ und Veranstaltungen der Klimawerkstatt präsent. Die Gruppe zeigt eindrucksvoll, wie ehrenamtliches Engagement, Gemeinschaftssinn und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen können.
ROB
