Förderverein Martinusmuseum Bassenheim
Guten Freunde in Polen helfen
Sanierungsmaßnahmen der Kirche der Partnerstadt Pasym unterstützen
Bassenheim. Die Gründung eines Fördervereins, der die Verbindung von Bassenheimer Freunden des früheren deutschen Masurenstädtchens Passenheim mit dem heutigen polnischen Pasym, einschließlich der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, pflegen und vertiefen soll, ist am Donnerstag, 6. März, 19 Uhr, im Foyer der Karmelenberghalle vorgesehen. Der erste Brückenschlag zwischen Bassenheim und Pasym erfolgte 1988, als erstmals eine Gruppe Bassenheimer mit dem damaligen Bürgermeister Theo Groß im Rathaus des Masurenstädtchens überaus herzlich begrüßt wurde. Damit wurde zugleich eine historische Verbindung wieder hergestellt, denn 1386 hatte erstmals in Masuren ein Ort aus der Hand Siegfried Walpot von Bassenheim Stadtrechte erhalten und wurde zu Ehren des beliebten Obersten Spittlers des Deutschen Ordensstaates auf den Namen Bassenheim getauft. Das Jubiläum der 25-jährigen Freundschaft wurde im August 2013 in Pasym mit einer Gruppe Bassenheimer Bürger und Altbürgermeister Groß gebührend begangen. Nicht nur der Pasymer Bürgermeister Bernhard Mius, auch die beiden Pfarrer Prälat Josef Grazul und Witold Twardzik empfingen die Gäste aus Bassenheim.
Wie immer, gab es im Pfarrhaus der katholischen Gemeinde eine Festlichkeit, für die eigens Kuchen gebacken worden war. In der altehrwürdigen Ordenskirche, die 1391 von Siegfried Walpot von Bassenheim errichtet worden war, erfreute die Gäste ein stimmungsvolles Orgelkonzert. Pfarrer Witold Twardzik stellte aber nicht nur die historische Ordenskirche vor, sondern berichtete auch über die bisherigen recht teuren Sanierungsarbeiten an dem über 600 Jahre alten Kirchengebäude. Anschließend schilderte er, welche Arbeiten noch erfolgen müssten, wenn das sakrale Bauwerk einschließlich des im Krieg stark beschädigten Turms auf Dauer erhalten bleiben soll. Altbürgermeister Theobald Groß sagte zu, Pfarrer Twardzik und seiner Kirchengemeinde bei der Finanzierung der notwendigen Baumaßnahmen an der Ordenskirche zu helfen. In Verhandlungen mit einem Baustoffunternehmen hat er erreicht, dass das erforderliche Baumaterial kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
Um die Sanierungsarbeiten endgültig abschließen zu können, sind jedoch auch noch finanzielle Mittel notwendig, um die Handwerker bezahlen zu können. Der neue Förderverein soll helfen, die finanzielle Lücke zu schließen. Bei der Sparkasse Koblenz ist für diesen Zweck ein Spendenkonto eingerichtet worden. Wer den Förderverein und damit die Sanierung der alten Ordenskirche unterstützen will, kann eine Spende auf das Konto-Nr. 102 960 213 bei der Sparkasse Koblenz einzahlen.
