Allgemeine Berichte | 31.10.2013

Spannende und abwechslungsreiche Erlebnisse während der Herbstferien

Hortkinder genossen Ferien-Highlights

Ein weiterer Pogrammpunkt der „Hortis“ war der Besuch des Kaltwassergeysirs in Andernach mit anschließender Schiffstour.

Region. „Petri Heil“ hieß es im Rahmen des Hort-Herbstferienprogrammes für die sechs- bis zehnjährigen Kinder der Kita Mülheim-Kärlich - kurz „Hortis“ genannt. In der Naturidylle des Lukasweihers (Lukasmühle) begrüßte „Angel-Fachmann“ Arne Thiel die zehn Hortis, die sich zu dieser Unternehmung angemeldet hatten, und gab ihnen daraufhin erst einmal theoretische Einblicke in die Welt des Angelsports.

So wurden die drei Mädchen und sieben Jungen u.a. davon in Kenntnis gesetzt, dass in Deutschland nicht einfach jeder wild drauf los angeln und Fische ausnehmen darf, sondern nur mit Angelschein bzw. entsprechendem Know-how die Befugnis dazugegeben sei. Um dieses Know-how zu erwerben, muss man sich - so erfuhren die Hortis - durch einen dicken Ordner mit Fragen zu Natur- und Umweltschutz, zu den verschiedenen Fischarten und deren Anatomie u.v.m. hindurch arbeiten, um den sogenannten blauen Angelschein zu erhalten. Umso stärker leuchteten die zehn Kinderaugenpaare, als Herr Thiel sie (auch ohne dass sie den Anglerschein vorweisen konnten bzw. ohne dass sie sich durch den „Mega-Ordner“ durcharbeiten mussten) dazu aufforderte, sich an die Angelruten zu begeben und das Angeln selbst auszuprobieren. Mit viel Begeisterung ließen sich die Kinder sogleich, auf die für sie neue Sportart ein - dies in bilderbuchartiger Herbstkulisse.

Während sonst zumeist die durchtrainierten Leistungssportler unter den Hortis glänzten, zeigten bei dieser Sportart ganz andere Kinder Ausdauer und Durchhaltevermögen - nämlich diejenigen mit dem besten Sitzfleisch und der notwendigen Ruhe. Leider dachten die im Weiher heimischen Regenbogenforellen, Hechte, Rotfedern und Rotaugen nicht daran, anzubeißen, was Herr Thiel damit begründete, dass das Wasser bereits sehr kalt sei und die Fische auf Winterstarre eingestellt seien, d.h. nicht mehr so viel Hunger hätten. Am Haken blieben lediglich ein paar Wassersträucher und Laub sowie beim Auswerfen der Leine einmal ein Gartenstuhl, ein Baum und ein Kamerad hängen. Die jungen Angler ließen sich jedoch nicht entmutigen und wurden derweil immer sicherer im Auswerfen der Angelleine. Damit die Hortis trotz leerer Angelhaken zu ihrer Fischmahlzeit kamen, grillte Herr Thiel frische Regenbogenforellen, die er selbst vorsorglich geangelt hatte. Das Kosten des frischen Fisches in „Nicht-Stäbchenform“ war für die Hortis ebenfalls eine neue Erfahrung und das gemeinsame Mittagessen unter freiem Himmel rundete den Tag ab.

Neben dem Angelvergnügen gab es natürlich noch viele andere tolle Ferienerlebnisse im Hort, wie z.B. ein gemeinsam zubereitetes Erntedankfrühstück, ein Spielefest (Kinderolympiade) in Zusammenkunft mit anderen Horten, zwei Waldtage mit kleinen Abenteuern in der Natur sowie ein Besuch des Kaltwassergeysirs in Andernach inklusive kindgerechter, spannender Führung durch das dazugehörige Museum und einer Schiffstour. An den sogenannten „Sonnenscheintagen“ , d.h. bewusst unverplanten Ferientagen, hatten die Hortis die Möglichkeit, sich einfach einmal treiben zu lassen und eigene spontane Spielideen umzusetzen, denn das ist vielen Kindern diesen Alters aufgrund ihres streng durchgetakteten Wochenplans oft kaum noch möglich. So gestalteten sich die Ferien, welche natürlich auch dieses Mal zuvor wieder mit den Kindern zusammen geplant und abgestimmt worden waren, sehr abwechslungsreich und sorgten für eine gute Mischung aus Spannung und Entspannung.

Angler Arne Thiel zeigte den Kindern, wie sie richtig angeln und dabei viele Fische am Haken haben. Privat

Angler Arne Thiel zeigte den Kindern, wie sie richtig angeln und dabei viele Fische am Haken haben. Fotos: Privat

Ein weiterer Pogrammpunkt der „Hortis“ war der Besuch des Kaltwassergeysirs in Andernach mit anschließender Schiffstour.

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