Lucas Luhr ist amerikanischer Sportwagen-Champion
Imponierende Siegesserie
Zum Finale könnte der 50. Sieg insgesamt winken
Mühlheim-Kärlich/USA. Noch ein Rennen steht in diesem Jahr in der US amerikanischen Le Mans Series aus und schon jetzt steht der 34-jährige Sportwagenpilot Lucas Luhr aus Mülheim Kärlich als Champion fest. Mit seinem Teamkollegen Klaus Graf beherrschte er in diesem Jahr die amerikanischen Langstreckenrennen wie kein anderer vor ihm. Sage und schreibe zum achten Mal hintereinander siegte der GT Weltmeister von 2011 (Nissan GT 1) wie zuletzt auf dem Raceway von Virginia. Auf ihrem Honda Rennsportwagen HPD ARX- O3c in der Klasse der LMP 1 ( Le Mans Prototype) zeigten Luhr und Graf Ihre fahrerische Klasse und wurden verdient Sieger der American Le Mans Series 2013.
Vier Jahre lang prägte das Duell zwischen den Teams Pickett Racing und Dyson Racing die American Le Mans Series. In Virginia kam es auf dem International Raceway beim vorletzten Rennen der Saison zum letzten Gefecht der beiden Dauerkonkurrenten. Der Pickett HPD ARX Honda Bolide von Luhr und Graf war das Auto, das es zu schlagen galt und das Duell hielt, was es versprach. In der Startphase setzte sich der Mülheim Kärlicher vom restlichen Feld ab, doch nachdem Teamkollege Klaus Graf ins Auto wechselte rutschte er später neben die Piste und der ärgste Widersacher, der Dyson Bolide mit den Piloten Guy Smith und Jonny Mowlem, konnte in Führung gehen. Dann wechselte wieder Luhr ins Auto und es entwickelte sich ein harter aber fairer Kampf zwischen ihm und dem Briten Guy Smith. Am Ende siegte das Team Pickett Racing dank der fahrerischen Klasse von Lucas Luhr und der besseren Boxenstrategie des Teams, die während einer längeren Safety Car-Phase erarbeitet wurde, zum achten Mal hintereinander in der ameikanischen Le Mans Series. Außerdem gewannen beide hochverdient vorzeitig den Pokal in dieser Sportwagenmeisterschaft. Somit verteidigten Luhr und Graf den Titel, den beide auch in der Saison 2012 erkämpft hatten.
Mit seinen 49 Siegen in der American Le Mans Series ist der Mülheim-Kärlicher der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte. Sollte es dann am 19. Oktober beim "Petit Le Mans" in Road Atlanta zum 50. Sieg reichen, wäre das ein schönes Jubiläum zum Feiern.
Pech in der „Grünen Hölle“
Auf der Kombination von Nürburgring Nordschleife und Grand Prix Kurzanbindung fand am kürzlich der achte Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft statt. Durch dichten Nebel verzögerte sich der Start und erst gegen halb zwei Uhr mittags konnte es für die 166 teilnehmenden Teams losgehen. Der Mülheim Kärlicher Lucas Luhr startete für Manthey Racing auf dem grün/gelben Porsche 911 GT3 RSR mit der Startnummer 145 und seinen Teamkollegen Jochen Krumbach aus Eschweiler und Jörg Bergmeister aus Langenfeld. Im Training herrschten schwierige Sicht- und Streckenverhältnisse und deshalb startete das Team nur von Position 35. Im Laufe des Rennens, dass über die Distanz von vier Stunden ging, kämpfte sich das Team um Luhr immer weiter nach vorne. Bedingt auch durch Ausfälle der Konkurrenz und der fahrerischen Klasse von Luhr, Bergmeister und Krumbach schafften sie es bis auf Platz eins. Doch die Superleistung sollte nicht belohnt werden, denn an der Antriebswelle des Porscheboliden entstand ein Schaden und die Fahrt war beendet. "Genau wie vor 14 Tagen, als wir auch in Führung lagen, und die Antriebswelle Ihren Geist aufgab. Bis dahin lief das Auto sagenhaft gut und war sehr schnell. Das kann doch nicht wahr sein", so ein doch enttäuschter Lucas Luhr.
In 14 Tagen , beim Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft, startet der frisch gebackene Champion der American Le Mans Series, wieder für das Team Manthey und will unbedingt zum Saisonabschluss auf der Nordschleife einen Sieg.Deblon
