Tierfreundlicher Garten
KlimaFit informiert: Mähroboter nachts ausschalten: „So schützen sie Igel und andere Gartentiere“
aus St. Sebastian
VG Weißenthurm. Mähroboter erleichtern vielen Gartenbesitzern die Pflege des Rasens.
Was viele jedoch nicht wissen: Die praktischen Helfer können für heimische Tiere eine erhebliche Gefahr darstellen.
Besonders Igel, Kröten, Frösche und zahlreiche Insekten sind betroffen, da sie vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind.
Besonders problematisch ist der Betrieb von Mährobotern in den Abend- und Nachtstunden. Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen. Bei einer Kollision mit einem Mähroboter können die rotierenden Messer schwere Verletzungen verursachen, an denen die Tiere später oft sterben. Auch viele Insekten und andere Kleintiere halten sich nachts im Gras auf und sind gefährdet.
Obwohl viele Hersteller mit einer Kleintiererkennung werben, zeigen Tests, dass diese Schutzsysteme vieler Modelle Igel nicht zuverlässig vor Kollisionen schützen.
KlimaFit empfiehlt Gartenbesitzern daher, ihren Mähroboter möglichst nur tagsüber einzusetzen, idealerweise zwischen 10 und 17 Uhr. In diesem Zeitraum sind viele nachtaktive Tiere nicht unterwegs und somit weniger gefährdet. Gleichzeitig ist der Rasenmeist trocken, was zu einem besseren Mähergebnis führt.
Noch besser für den Igel, dessen Bestände in Deutschland deutlich zurückgehen, ist es, einzelne Bereiche einfach wachsen zu lassen. Höheres Gras bietet vielen Tieren Nahrung, Schutz und Lebensraum. Bereits kleine Flächen, die seltener gemäht werden, können wertvolle Rückzugsorte für Igel, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Kleintiere schaffen und so die biologische Vielfalt fördern.
Was gibt es Schöneres, als zu wissen, dass der eigene Garten Igeln und vielen anderen heimischen Tieren Nahrung, Schutz und ein Zuhause bietet?
Pressemitteilung KlimaFit, VG Weißenthurm