Allgemeine Berichte | 07.02.2013

Mayen-Koblenz ist bei Kinder-Betreuungsplätzen gut aufgestellt

Versorgungsquote bei Kindern unter drei Jahren liegt in MYK über dem Landesdurchschnitt

Im Kreis MYK gibt es ein breites Betreuungsangebot für den Nachwuchs.

KREIS MYK. Ab dem 1. August dieses Jahres haben auch Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Daher erhöht sich der Bedarf an ausreichend Betreuungsplätzen bei den unter Dreijährigen (U3). Der Landkreis Mayen-Koblenz ist gut vorbereitet und kann den Bedarf durch vorhandene Kindertagesstättenplätze erfüllen. Zusätzlich stehen im Rahmen der Kindertagespflege durch Tagespflegepersonen, landläufig bekannt als „Tagesmütter“, zahlreiche weitere Betreuungsangebote zur Verfügung.

Rheinland-Pfalz hat mit Stand vom 1. Februar 2013 als erstes westdeutsches Flächenland eine Versorgungsquote von 35 Prozent im U3-Bereich erreicht. Genau diese 35 Prozent waren auch als Orientierungsquote für den U3-Ausbau beim Krippengipfel 2007 zwischen Bund, Ländern und Kommunen festgelegt worden. Daraus hatte das Kreisjugendamt Mayen-Koblenz für seine Kindertagesstättenbedarfsplanung eine eigene, höhere Quote von 36,5 Prozent entwickelt. Diesen selbst gesetzten Richtwert hat der Kreis im Bereich seines Jugendamtes aktuell bereits erreicht.

Die Zahl der Plätze für den U-3-Bereich wurde in der Vergangenheit durch Neubau von Gruppen sowie die Umwandlung von Plätzen nach und nach erhöht. Zum Erreichen der Zielsetzung trug zudem ein leichter Rückgang der Anzahl der Kinder unter drei Jahren (2011: 3793 Kinder, 2012: 3738 Kinder) bei.

Auch im Bereich der Kindertagespflege ist der Landkreis gut aufgestellt. Aufgrund entsprechend erteilter Pflegeerlaubnisse für Kindertagespflege steht schon heute eine maximale Kapazität für bis zu 262 Betreuungsverhältnisse zusätzlich zur Kindertagesstätte zur Verfügung. Addiert man diese zusätzlichen Betreuungsmöglichkeiten zu der institutionellen Versorgungsquote für Kinder unter drei Jahren hinzu, beträgt die Versorgungsquote rechnerisch bereits heute bis zu 43,5 %.

Doch das bedeute nicht, dass man sich nun zurücklehnen würde, heißt es im Kreishaus. „Wir sehen es als notwendig an, weitere U-3-Plätze zu schaffen“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Bernhard Mauel. „Danach wird Mayen-Koblenz bei der Betreuung in Kindertagesstätten eine Versorgungsquote von rund 40 Prozent erreichen.“ Unter Berücksichtigung der Betreuungskapazitäten in der Kindestagespflege ergibt sich sogar eine U-3-Versorgungsquote von insgesamt über 47 %.

Zusätzlich zu der anvisierten Versorgungsquote an U-3-Plätzen ist es Ziel, die Anzahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren in der Kindertagespflege zu erhöhen. Es besteht ein gleichberechtigter Anspruch der Eltern auf Förderung der Kinder im Alter von einem bis drei Jahren in einer Kindertagesstätte oder in Kindertagespflege. Insofern haben die Eltern ein Wahlrecht. Sollte Eltern ab dem 1. August kein KiTa-Platz für ein Kind im zweiten Lebensjahr in zumutbarer Entfernung zur Verfügung stehen, kann der Anspruch auf Betreuung auch durch die Kindertagespflege gedeckt werden.

Familienfreundlichkeit wird in Mayen-Koblenz groß geschrieben und ist zu einem wichtigen Standortfaktor der Zukunft geworden. Der Landkreis möchte Familien unterstützen und ihre Lebensbedingungen verbessern. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch unser Angebot an Betreuungsplätzen deutlich erleichtert“, so Mauel. „Arbeitgeber erwarten zeitliche Flexibilität von ihren Mitarbeitern, damit steigt auch der Bedarf an flexibleren Betreuungszeiten, dem wir mit dem Ausbau Rechnung tragen.“ Ebenfalls wird die Anzahl der Ganztagesplätze für Kindergartenkinder weiter ausgebaut. So sind schon heute die Hälfte aller Kindergartenplätze bereits Ganztagsplätze. „Auch dies trägt besonders zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.“

Voraussetzung für den raschen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze war die gute Zusammenarbeit von Entscheidungsgremien, Verwaltung, den Trägern der Betreuungseinrichtungen und natürlich der Erzieherinnen und Erzieher vor Ort. Im Jahr 2012 wurden Investitionskostenzuschüsse in Höhe von rund 750.000 Euro vom Kreis an die Träger ausgezahlt. So hat beispielsweise der Jugendhilfeausschuss Ende vergangenen Jahres beschlossen, den Förderverein Waldorfpädagogik Mendig für die Erweiterung der eingruppigen Kindertagesstätte „Silberquell“ in Mendig zu unterstützen. Für den Neubau einer zweigruppigen Einrichtung wurde ein Kreiszuschuss in Höhe von knapp 81.000 Euro gewährt. „Wir werden uns auch in 2013 mit Zuschüssen an dem U-3-Ausbau beteiligen. Dafür sind im Haushalt gut 640.000 Euro eingeplant“, erklärt Mauel. So wird die Kita Arche Noah in Plaidt erweitert und eine neue Kita in Kretz eingerichtet. Für den Ersten Kreisbeigeordneten steht fest: „Durch ein qualitativ und quantitativ gut ausgebautes Angebot an Kindertagesstätten und an Kindertagespflege wirkt die Jugendhilfe als Ganzes. Es geht um entlastende Strukturen für junge Familien.“

Der Landkreis Mayen-Koblenz versteht sich als Partner seiner Familien und will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stetig verbessern. Ein starker Landkreis braucht starke Familien.

Der Landkreis Mayen-Koblenz versteht sich als Partner seiner Familien und will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stetig verbessern. Ein starker Landkreis braucht starke Familien.

Im Kreis MYK gibt es ein breites Betreuungsangebot für den Nachwuchs.

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