Umweltministerin Höfken sagt Teilnahme an der Grünen Woche ab
MdL Josef Dötsch sieht Nachteile für die heimischen Landwirte und Obstbauern
Region. Im Alleingang haben die grüne Umweltministerin Ulrike Höfken und die Landesregierung unlängst den rheinland-pfälzischen Messestand bei der Grünen Woche in Berlin für 2014 gestrichen. Landwirte, Obstbauern und Winzer zeigen sich zu Recht empört. Der Landtagsabgeordnete Josef Dötsch (CDU) hat Verständnis für ihren Ärger: „Es zeugt von einem geringen Demokratieverständnis, dass die berufsständischen Vertretungen in die Entscheidungsfindung nicht einbezogen wurden.“
Für das mit angeblichen Sparzwängen begründete Fernbleiben von der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau hat Dötsch kein Verständnis und vermutet indessen ganz andere Motive für die Absage: „Wenn es um grüne Prestigeprojekte wie einen millionenschweren Nationalpark, den die Mehrheit der Bevölkerung gar nicht will, die Einrichtung einer neuen Energieagentur, deren Beratungsarbeit eigentlich bereits von Verbraucherzentralen und Stadtwerken abgedeckt wird oder die Förderung der Biobauern geht, werden stets ausreichende Mittel bereitgestellt. Es drängt sich daher die Frage auf, ob hier nicht vielmehr ideologischen Erwägungen Vorrang vor fiskalischen gewährt wurde.“ Ihm zufolge sei seit längerem eine Tendenz erkennbar, die ökologische Landwirtschaft verstärkt gegen die herkömmliche in Stellung zu bringen. Nicht auszuschließen sei daher, dass man konventionellen Erzeugern mit der von rund 400.000 Endverbrauchern besuchten Grünen Woche eine Darstellungsmöglichkeit nehmen wollte.
Dies würde jedenfalls ins Konzept des aus ideologischen Gründen von den Grünen vorangetriebenen Umbaus der Landwirtschaft und des Weinbaus passen. „Gerade für unsere Region mit den großen Obstanbaugebieten und dem Weinbau hat es jedoch verheerende Folgen, wenn man auf eine entsprechende Vermarktung unserer Vorzüge und Produkte verzichtet und so Landwirten und Obstbauern die Chance nimmt, vor internationalem Publikum für unsere qualitativ hochwertigen heimischen Produkte zu werben“, so Dötsch weiter. Ihn interessiert es daher zu erfahren, ob noch weitere Messeauftritte des Landes gestrichen würden oder ob dies ausschließlich die Grüne Woche betreffe. „Frau Höfken wird sich auf unbequeme Fragen der CDU-Landtagsfraktion einstellen müssen“, kündigte MdL Dötsch abschließend an.
Pressemitteilung Büro
MdL Josef Dötsch (CDU)
