Lokalsport | 29.12.2014

SV Urmitz 1913/1970, Abteilung Judo

Medaillen haben einen hohen Stellenwert

Annika Chandoni beim Wurftraining mit Francesca Bräse.privat

Urmitz. Beim internationalen Zwing-Cup in Landau erkämpften sich die Judokas des SV Urmitz drei Medaillen. Annika Chandoni und Tamara Strempel gewannen Silber, Francesca Bräse Bronze. Im pfälzischen Landau starteten Judokas aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus dem benachbarten Ausland. In den Altersklassen der U13 und der U17 testeten auch sechs Judokas des SV Urmitz ihre Form. Bei der U13 erkämpfte sich Tamara Strempel in der Klasse bis 57 Kilogramm den zweiten Platz. Nach souveränen Siegen gegen Ana Mitic aus Wiesbaden und Lili Scharf aus Witten hätte sie durch einen Sieg gegen Jasmin Heinz (Leinfelden) das Turnier gewonnen. Allerdings erwies sich die Kämpferin aus Württemberg als zu starke Gegnerin. Bereits in der ersten Minute konterte Heinz einen Talfallzug von Strempel mit einer Innensichel und donnerte die Urmitzerin entscheidend auf die Matte. Die Silbermedaille in diesem starken Feld darf Strempel als Erfolg verbuchen. Isabelle Heier erreichte in der 52-Kilogramm-Klasse den fünften Rang. Nico Schnapp, der in der 46-Kilogramm-Klasse am Start war, erwischte keine gute Auslosung und schied nach zwei Niederlagen gegen stärkere Gegner aus.

Bei der U17 lieferte Annika Chandoni eine sehr überzeugende Vorstellung ab und wurde mit der Silbermedaille belohnt. In der 52-Kilogramm-Klasse fand sie zunächst gar nicht zu ihrem Kampf und musste einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Sie steigerte sich jedoch schnell, glich mit einer Innensichel aus und besiegte ihre Gegnerin aus Wiesbaden schließlich im Haltegriff. Gegen Julia Hammel (Haßloch) dominierte die Urmitzerin von Beginn an, punktete mit einem links angesetzten Körperwurf und beendete auch diesen Kampf durch Haltegriff. Im folgenden Kampf gegen Valerie Wolf, der Chandoni zu Beginn des Jahres noch unterlegen war, konnte sie zunächst keine Punkte einfahren. Jedoch setzte sie ihre Gegnerin immer mehr unter Druck. So machte Wolf einen Fehler, den Chandoni mit einer fulminanten Außensichel ausnutzte und die Gegnerin entscheidend warf. Nur noch ein Sieg fehlte zu Gold. Doch gegen Sina Angeli aus Baden war sie im Griffkampf unterlegen. Zu stark war ihre Gegnerin, die gleich zu Beginn mit einer mittleren Wertung für eine Innensichel in Führung ging. Chandoni versuchte immer wieder, dem Griff zu entkommen und Angriffe zu starten. Die Aufholjagd endete in einem entscheidenden Körperwurf von Angeli. Die Silbermedaille für Chandoni in diesem erlesenen Teilnehmerfeld ist der Lohn für einen sehr starken Wettkampf. Francesca Bräse erkämpfte sich in der 48-Kilogramm-Klasse die Bronzemedaille. Eine bessere Platzierung verhinderten die Niederlagen gegen Massa Youssef (Wiesbaden) und Angelina Brocheriou aus Frankreich. Alexander Dergunov hatte in der 66-Kilogramm-Klasse das größte Teilnehmerfeld bei der U17.

In seinem ersten Kampf unterlag er ziemlich schnell durch eine Würgetechnik. In der Trostrunde gestaltete er lange den Kampf gegen den Luxemburger Nunos dos Santos offen, bis er durch eine Haltetechnik unterlag und damit ausschied. Die Urmitzer Judokas zeigten Licht und Schatten. Hier und da fehlte es noch etwas an Leistungsfähigkeit, um bei solchen Wettkämpfen mithalten zu können. Medaillen bei einem solchen Turnier haben sicherlich einen hohen Stellenwert und dokumentieren die erfolgreiche Arbeit.

Annika Chandoni beim Wurftraining mit Francesca Bräse.Foto: privat

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