Der Möhnenverein „Scheene Kenne“ veranstaltete einen kleinen bunten Abend im Foyer der Karmelenberghalle
Mit Volldampf in die fünfte Jahreszeit
Bassenheim. Der Möhnenverein „Scheene Kenne“ aus Bassenheim hatte seine Mitglieder zu dem üblichen Nachmittag mit Fackelzug und anschließendem bunten Abend ins Foyer der Karmelenberghalle eingeladen. Um 16 Uhr ging es los. Der Einladung waren viele Möhnen gefolgt, sodass es auch im Anschluss einen ziemlich großen Fackelzug bei frühlingshaften Temperaturen gab. Bei Ingrid wurde ein Zwischenstopp eingelegt und jeder konnte sich auch ohne eisige Kälte, an einem leckeren Glühwein erfreuen. Nachdem die Fackelträger wieder im Foyer Platz genommen hatten, und die Obermöhne Elsbeth Müller die Ehrengäste und die später Eingetroffenen begrüßt hatte, sangen die Möhnen das altbekannte Martinslied. Von diesem Gesang angelockt erschien aus dem Nichts plötzlich der hl. Martin , alias Christa Krechel, und brachte eine kurze Abhandlung in „Basseme Platt“ zu Gehör, an deren Ende er die Vorstandsdamen energisch aufforderte die traditionellen Präsente an die Möhnen auszuteilen. Jetzt konnte die fünfte Jahreszeit beginnen. Ein kleines, aber sehr lustiges Programm sollte dem Abend einen besonderen Pfiff verleihen. Den Auftakt machten Andreas Leininger und Stefan Schäfer aus St. Sebastian, die als außergewöhnliche Putzfrauen verkleidet, mit ihren lockeren Sprüchen das Beste gaben und die Stimmung gleich zu Anfang hochpuschten. Auch an diesem Abend waren sie wieder gern gesehenen Gäste, die es sich nicht nehmen ließen mit einem grandiosen Auftritt zu brillieren. Das Publikum wurde mit himmlischen Klängen verzaubert und Petrus gewährte seinen Engeln je einen irdischen Wunsch, und ratz, fatz wurden aus den Braven, abgezockte Stars, die dafür mit viel Beifall belohnt wurden. Nun kündigte Moderatorin Petra Kaltenborn eine verzwickte Pizzabestellung aus dem Jahre 2050 an, die von Renate Israel und Ingrid Ringel dramatisch vorgetragen wurde. Renate in echtem Platt und Ingrid in ihrem geliebten, fast perfekten Italienisch. Hier wurde schon mal gezeigt wie gläsern der Mensch anno 2050 ist und der Computer alles weiß, sogar das man die Rate fürs Auto nicht bezahlt hat und an Diabetes leidet. Ein gelungener Vortrag, der mit reichlichem Applaus bedacht wurde. Bildung kann sehr anstrengend sein. Dieses mussten Marlies Einig als Mama Elke und Petra Kaltenborn als Papa Heinrich feststellen, als sie ihrem Sohn, Conny Frensch bei den Hausaufgaben helfen sollten. Es ging um die Lösung der schweren Rechenaufgabe 28: 7. Es wurden tausend Möglichkeiten in Erwägung gezogen wie man diese Aufgabe lösen könnte. Über Äpfel, Birnen, Zimmer, Torten und alle möglichen Dinge kamen Vater und Mutter letztendlich zu dem Schluss , dass die Rechnerei mit Bier am leichtesten gewesen wäre. Mit diesem Auftritt hatten die drei natürlich die Lacher auf ihrer Seite und es blieb kein Auge trocken. Die Einmannband Werner Zils verstand es ganz prima mit seiner Musik die Anwesenden zwischendurch zum mit singen und tanzen zu animieren. Auch Renate, eine visierte Rednerin, hat immer noch eine spontane Episode in petto, die sie gekonnt vorträgt und stets die Lachmuskeln aktiviert. Ebenso spontan und ungeplant präsentierten die Urmitzer Möhnen ein lustiges Liedchen zum Abschluss des Abends und ernteten nochmals kräftigen Applaus.
Die Bassemer „Scheene Kenne“ verbindet mit den Urmitzer Möhnen eine langjährige Freundschaft.
St. Martin, alias Christa Krechel, brachte sich in „Bassemer Platt“ zu Gehör.
Außergewöhnliche „Putzfrauen“, namens Andreas Leininger und Stefan Schäfer aus St. Sebastian, eröffneten die abendliche Vortragsreihe.
