Politik | 07.03.2014

Industrie- und Handelskammer Koblenz bot eine Informationsveranstaltung an

Neue Wasserschutzzonen sorgen für rege Diskussionen

Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord lud hochrangige Referenten ein

Der SPD-Ortsverein nahm die Gelegenheit gern wahr, um sich über die neuen Wasserschutzzonen zu informieren.privat

St. Sebastian. Aufgrund der geplanten Neuordnung der Wasserschutzzonen bot die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz eine Informationsveranstaltung an. Obgleich die Adressaten dieser Informationsveranstaltung überwiegend aus Industrie und Wirtschaft kamen, nahm der SPD-Ortsverein St. Sebastian die Gelegenheit gern wahr, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hatte hochrangige Referenten aufgeboten, wie zum Beispiel Joachim Gerke, Eberhard Stippler, die Justiziarin Dr. Schwaderlapp sowie Regionalgeschäftsführer Georg Spieske, um über die Neuordnung zugunsten der begünstigten Wassergewinnungsunternehmen zu informierten. Es entfachte sich eine lebhafte Diskussion zu diesem Thema.

Das SPD-Fraktionsmitglied Martin Hahn, Experte zum Thema Wasserschutz, wies auf die besonderen Einschränkungen für die regionale und kommunale Entwicklung hin, um die Wasserschutzkriterien einzuhalten. Die SGD Nord hatte bereits im Dezember des vergangenen Jahres für zunächst drei Jahre mit einer gültigen Rechtsverordnung Fakten geschaffen. Zur Sicherung der Wasserversorgung haben das „Wasserwerk Koblenz/Weißenthurm GmbH“ und der „Zweckverband RheinHunsrück Wasser“ eine Neuordnung der bestehenden Wasserschutzzonen beantragt. Im Gebiet der Gemeinden St. Sebastian, Kaltenengers und Urmitz erfolgt die Wassergewinnung durch diese beiden Akteure. Sie versorgen inzwischen mit dem hier gewonnenen Trinkwasser mehrere 100.000 Menschen in einem Gebiet zwischen Bingen, Cochem, Polch und Nastätten.

Die seit mehr als 30 Jahren gültige Ausweisung der Wasserschutzgebiete war abgelaufen. Aufgrund der inzwischen geforderten Ausweitung des Versorgungsgebiets, der Erschließung neuer Brunnen und der technischen Entwicklung im Bereich der Simulation der hydrologischen Modelle war eine Neuordnung der Schutzgebietsausweisungen dringend geboten. Besonders die Erweiterung der Wasserschutzzone III auf das Gebiet der Stadt Koblenz, das linksseitig der Mosel liegt, löste allgemeine Betroffenheit bei den anwesenden Teilnehmern der Informationsveranstaltung aus. Während das Gewerbegebiet Mülheim-Kärlich von den bisherigen Einschränkungen befreit wird, werden zukünftig alle Gewerbetreibenden der Stadtteile Kesselheim, Neuendorf, Wallersheim, Lützel, Metternich und Bubenheim schmerzliche Einschränkungen hinnehmen müssen.

Grenzen für Wohnbauflächen

Die Ergebnisse der Rechtsverordnung sind auch für die Gemeinde St. Sebastian konkret, denn diese setzt klare Grenzen für die Ausweisung neuer Wohnbauflächen. Bisher im Flächennutzungsplan als Bauerwartungsland ausgewiesene Flächen dürfen durch die Ausweitung der Wasserschutzzone zwei nicht mehr bebaut werden. Dies haben die Gemeinde und die betroffenen Eigentümer bereits bei der Aufstellung eines aktuellen Bebauungsplans erfahren.

Obwohl Vertreter der HWK sowie Georg Spieske (IHK) die Bedeutung des Weiterbaus einer Rheindörferumgehung für die Wirtschaft betonten, brachten Marco Seidl und Martin Hahn Bedenken ein, da die einzuhaltenden Wasserschutzkriterien den Weiterbau vor neue Herausforderungen stellt. „In dieser Frage dürfen nicht nur Wirtschaftsinteressen entscheidungsführend sein, sondern auch die Interessen aller betroffenen

Bürger. Eine neue Rheindörferumgehungsstraße in unmittelbarer Ortsnähe wirft mehr Probleme auf, als sie zu lösen vermag.“, sind sich Seidl und Hahn einig.

Pressemitteilung der SPD

St. Sebastian

Der SPD-Ortsverein nahm die Gelegenheit gern wahr, um sich über die neuen Wasserschutzzonen zu informieren.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Monatliche Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Ostergruß
Tag der offenen Tür
Innovatives rund um Andernach
Osteraktion
Empfohlene Artikel
Jan Badinsky vor der Freiwilligen Feuerwehr
132

Mülheim-Kärlich. Die SPD-Fraktion im Stadtrat begrüßt Ausführungen der Verwaltung in der Ratssitzung vom 2.4. zur Einrichtung von Wärmeinseln im Falle eines länger andauernden Stromausfalls. Eine Publikation der VG wies hierzu drei Hallen aus. Die Stadt hat auf Anfrage der SPD wichtige Abläufe konkretisiert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2284

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Dauerauftrag Imageanzeige
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Titel
Koblenz blüht
Osterangebot
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
fit für`s Alter?
Stellenanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige
Stellenanzeige Kita