Allgemeine Berichte | 29.05.2015

Königsschießen bei der St. Sebastianus Schützengesellschaft Bassenheim

Nina Ketzner ist Schützenkönigin

Der Festzug der Schützengesellschaft Bassenheim. Privat

Bassenheim. Kürzlich feierten die Bassenheimer Schützen wieder ihr Königsschießen. Eingeleitet wurde das Fest mit einem Gottesdienst. Anschließend marschierten die Schützen mit ihrem Bezirksbundesmeister Achim Berens zum amtierenden Königspaar Irmgard und Herbert Baulig, wo alle Festzugteilnehmer ein Umtrunk erwartete.

Weiter ging es im Festzug, angeführt von einer großen Formation der Musikkapelle Kobern und jetzt mit einer farbenprächtigen Delegation der Möhnen „Scheene Kenne“ verstärkt, die Ihre Vorstandskollegin Königin Irmgard begleiteten. Auf dem Schützenplatz angekommen, gab es ein deftiges Mittagessen.

Ab 14 Uhr startete dann das Königsschießen auf den Adler. Nachdem zunächst im Rahmen des Preisschießens diverse Nebenteile des Adlers abgeschossen wurden (unter anderem trafen Pastor Rams, Brudermeister Dirk Apitz und der noch amtierende König Herbert Baulig ihre Ehrenschüsse), begann dann etwa gegen 16 Uhr die „heiße Phase“.

Nach anfänglichem Zögern waren es dann nicht weniger als 14 (!) Bewerber, die ihren Hut in den Ring warfen und um den Titel des Schützenkönigs kämpften. Nachdem zuvor der Adler den teils präzisen Treffern lange hatte standhalten können, fiel er dann doch um 16.30 Uhr auseinander und zu Boden. Nina Ketzner war es, die den Holzvogel mit einem gezielten Schuss (es war der 67.) von der Stange holte und somit den Titel der Schützenkönigin errang, was im Übrigen erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte vorgekommen ist.

Entsprechend euphorisch die Reaktion der Schützenbrüder und -schwestern und natürlich nachvollziehbar, auch bei der neuen Königin Nina nach dem finalen Schuss und den ersten Gratulanten.

Erfolgreich auf dem Königsadler waren: Arno Israel, Nina Ketzner, Marc Ketzner, Norbert Stahl, Herbert Baulig, Anke Stahl-Sarnowski, Ernst Paduch und Albert Barth.

Jungschützenprinz und Schülerprinz

Jungschützenprinz wurde Christian Schuhmacher. Bei den Schülern war es Marc Smuda der den Vogel abschoss und damit Schülerprinz wurde. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde der „König der Könige“ ermittelt. Von insgesamt 24 noch aktiven ehemaligen Königen ging die respektable Anzahl von 17 Startern ins Rennen. Nach zähem Kampf und zur späten Stunde war es dann Ehrenbrudermeister Hermann Braunwarth, der es mit einem gezielten Schuss schaffte, den Rumpf von der Stange zu holen. Dieses Schießen um den König der Könige war mindestens genau so spannend, wie das Schießen um den eigentlichen Königstitel. Man war sich sicher, dass dieses Schießen beibehalten wird.

Schießen der Könige war Bereicherung des Königsfestes

Es war eine Bereicherung des Königsfestes und Lohn des Siegers war ein wertvoller historischer Holzadler, der zukünftig mit einer entsprechenden Gravur die Schützenhalle schmücken wird. Beim Schießen auf die Ehrenscheibe, jetzt im 25sten Jubiläumsjahr, beteiligten sich 45 Teilnehmer, allesamt nicht aktiv in einem Schützenverein. Drei Teilnehmer schossen eine 10. Die beste Zehn (10,5) schoss Anneliese Paduch vor Michaela Saar (10,3) und Connie Frensch mit ebenfalls einem Teiler von 10,3. Die vom Heimatverein gestiftete Ehrenscheibe wird anlässlich der Bassenheimer Kirmes nach dem Umzug offiziell überreicht. Brudermeister Dirk Apitz nahm dann gegen 20 Uhr die Siegerehrung und Königskrönung vor. Bürgermeister Arno Schmitz schloss sich mit einem Blumenstrauß den Glückwünschen im Namen der Ortsgemeinde Bassenheim an.

Die Formation der Musikkapelle Kobern begleitete den Festzug.

Die Formation der Musikkapelle Kobern begleitete den Festzug.

Der Festzug der Schützengesellschaft Bassenheim. Fotos: Privat

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