Allgemeine Berichte | 10.02.2016

Schwerdonnerstag in Mülheim-Kärlich

Rathausstürmung und bombastischer bunter Abend der „Scheene Kenne“

Die Möhnentanzgruppe der „Scheene Kenne“ mit ihrem Tanzbeitrag „Wem ist welches Bein“.

Mülheim-Kärlich. Mit vielen kostümierten Jecken starteten die Möhnen zu ihrem kleinen Schwerdonnerstagsumzug durch Bassenheim. Zuerst besuchten sie die Bäckerei Lohner, wo schon das erste Glas Sekt die Kehlen durchrann. Mit einer guten Stärkung, die die Volksbank anbot, zogen die Möhnen ins „Bassem Center“, wo sie vom Inhaber in närrischer Uniform herzlich begrüßt wurden. Weiter ging es durch die Kirchstraße zu Rosi Nitsch, die krankheitsbedingt leider nicht mitziehen konnte, aber ein großer Fastnachtsjeck ist und schon mit vielen Vorträgen die Narren zum Lachen gebracht hat.

Der nächste Anlaufpunkt war die Schule. Die Kinder hatten wieder etwas Tolles einstudiert und wurden dafür mit Süßigkeiten belohnt. Stets unter Zeitdruck konnten die Möhnen der gut gemeinten Einladung, seitens der Schulleitung, nur kurz nachkommen. Bei der Friseurin Ulli und Wirtin Suzan Bullut wurde ein Zwischenstopp eingelegt, bevor es zur Sparkasse weiter ging, von der aus die Geschehnisse vor dem Rathaus bestens beobachtet werden konnten. Die Kindergartenkinder hatten die Möhnenschar schon erwartet, und bekamen hier ihre Süßigkeitsration.

Stürmung des Rathauses

Pünktlich um 11.11 Uhr stürmten die Möhnen mit Teppichklopfern und Staubmops das Rathaus. Obwohl die Bürgerwehr ihre Konfettikanone zum Glühen brachte und mit Säbeln kämpfte, hatten sie keine Chance gegen die Macht der Möhnen. Der Bürgermeister Arno Schmitz wurde gefesselt und von dem, als „Mohren“ verkleideten Vorstand, mit mindestens zehn „Mohrenköpfen“ zwangsernährt, bis der Schlüssel in Händen der Obermöhne Elsbeth war. Gerne nahmen die Möhnen das Friedensangebot vom Bürgermeister an und es wurde im Rathaus der Erfolg begossen.

Mit Bürgerwehr, den Tanzmäusen und den zwei Funkenmariechen zog der Vorstand dann, begleitet von karnevalistischer Musik der Live Band Döhrn, um 18.11 Uhr in die proppenvolle Narrhalla ein. Die Bühne, wie immer toll geschmückt, von Gabi und Hans-Peter Israel, bot einen grandiosen Anblick, zumal auch der „Kreiswackes“ den Obermöhne Elsbeth Müller verliehen bekommen hatte, hier platziert war. Nach der Begrüßung aller Jecken und Ehrengäste durch Elsbeth übergab sie das Mikro an die Sitzungspräsidentin Petra Kaltenborn weiter, die wie nicht anders erwartet, supertoll durchs Programm führte.

Abwechslungsreiches Programm begeisterte das Publikum

Die kleinen Beinchen der Tanzmäuse eröffneten, mit einem von Jessica Stahl einstudierten und von Ulli Stahl geschneiderten Kostümchen, einen Indianertanz, dem viel Applaus gespendet wurde. Auch Betreuerin Mona Kalsch und Accessoirehersteller Joachim Stahl konnten mit dieser Leistung voll zufrieden sein. Antonia Fetz, das Solomariechen der kleinen „Bur Jecke“ Garde, zeigte was so kleine Beine schon alles leisten können. Ebenfalls von den „Bur Jecke“ zeigte die große Garde ihr Können.

In bayrischem Outfit präsentierte sich die Showtanzgruppe „Sternschnuppen“, ein Ableger der Tanzenden Sterne aus Emmelshausen. Seit fast 20 Jahren begeistert die „Horchheimer Showtanzgruppe“ mit ihrem immer wieder grandiosen Auftritt. Ganz stolz sind die Möhnen auf ihre beiden Funkenmariechen Sandy und Johanna Dötsch, die mal wieder zeigten, was ihre Trainerin Sandra Hamm ihnen beigebracht hatte. Ein großartiger Tanz. Natürlich darf an so einem Tag ein gekröntes Haupt nicht fehlen, und Ingrid Ringel kündigte einen Prinzen an. Unter frenetischem Beifall zog „Prinz Dionys“ von Mülheim ins närrische Haus ein, gratulierte Elsbeth für die große Auszeichnung und freute sich über die super Stimmung im Saal.

Mit einem Liedermix animierte die Sängerin Miriam die Narren zum mit singen und brachte dadurch die Halle zum Kochen. In die Welt des Orients entführten die Moonlight Dancers mit einem Tanz, der unter dem Motto „Aladin“ stand. Die zwanziger Jahre sonnten sich ganz im Zeichen des Charleston. Diese Thematik wurde durch die Showtanzgruppe „Sternenschimmer“ ganz hervorragend präsentiert. Dass auch ältere Herren noch gut das Tanzbein schwingen können, bewiesen das als Vogelscheuchen kostümierte Männerballett „Heiße Socken“.

Neue Tanzgruppe aus den Reihen der Möhnen

Nun haben die Möhnen endlich, aus den eigenen Reihen eine Tanzgruppe. Alles junge Möhnen, die noch nie auf der Bühne standen und deshalb sehr aufgeregt waren. Nichtsdestotrotz haben die Zehn ihre Premiere ganz toll gemeistert und einen schwarz-weiß Tanz „Wem ist welches Bein“ präsentiert. Dafür wurden sie mit viel Applaus belohnt. Die Arbeit von Conny Frensch und Astrid Franke hat sich ausgezahlt! Die Möhnen sind stolz auf ihre neue Truppe.

Leicht russisch angehaucht, mit mehrmaligem Kostümwechsel, belebte die Showtanzgruppe „Rheinzauber“ die Bühne. Diese Gruppe ist stets ein Garant für Akrobatik und fabelhafte Outfits. Kein Wunder, das der Applaus nie endete. Als hartgesottene Wikinger stürmten die „Tanzenden Sterne“ die Narrhalla. Auch diese Tanzgruppe ist ein sehr gern gesehener Gast, die mit ihren fantastischen Auftritten begeistert. Eine ganz große Überraschung für das Publikum waren Rudi Poppe und Freddy Wersig, die mit ihrem Live Gesang Ötzi und Olli P. übertrafen.

Das Schlusslicht des bunten Abends bildete die Tanzgruppe der „Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft“. Bei dieser Gruppe tanzt auch Sandra Hamm, die die Funkenmariechen trainiert, mit. Wie aus einem hässlichen Entlein ein stolzer Schwan wird, konnte von den Akteuren spitzenmäßig dargestellt werden. Nach dem offiziellen Teil schwangen noch viele Karnevalisten das Tanzbein bis in die frühen Morgenstunden. Die Möhnen freuen sich schon jetzt auf die nächste Veranstaltung. Denn nach Schwerdonnerstag ist vor Schwerdonnerstag.

Die Möhnentanzgruppe der „Scheene Kenne“ mit ihrem Tanzbeitrag „Wem ist welches Bein“.
Die neue Kreiswackesträgerin, Obermöhne Elsbeth Müller mit dem „Wackes“ im Kreise ihres Vorstandes.privat

Die neue Kreiswackesträgerin, Obermöhne Elsbeth Müller mit dem „Wackes“ im Kreise ihres Vorstandes.Fotos: privat

„Die Invaliden gugge von de Drallije“.

„Die Invaliden gugge von de Drallije“.

Freddy Wersig und Rudi Poppe überraschten das Publikum mit ihrem tollen Spontanauftritt und erhielten für ihren Live Gesang eine „karnevalistische Rakete“.

Freddy Wersig und Rudi Poppe überraschten das Publikum mit ihrem tollen Spontanauftritt und erhielten für ihren Live Gesang eine „karnevalistische Rakete“.

Die Möhnentanzgruppe der „Scheene Kenne“ mit ihrem Tanzbeitrag „Wem ist welches Bein“.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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