Lokalsport | 23.02.2014

Südwestdeutsche Judomeisterschaft U18

Ticket für Deutsche Meisterschaft erkämpft

Francesca Bräse qualifizierte sich für Deutsche Einzelmeisterschaft

Francesca Bräse (r.) beim Training. privat

Urmitz/Maintal. Bei der Südwestdeutschen Einzelmeisterschaft der weiblichen Judoka unter 18 Jahren konnte Francesca Bräse vom SV Urmitz kürzlich die Bronze-Medaille erkämpfen und sich damit für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Ihre Vereinskameradin Alexandra Stube verpasste das Podest denkbar knapp und Annika Chandoni scheiterte an ihrer starken Konkurrenz. Im hessischen Maintal trafen sich die besten Judokas der Altersklasse unter 18 Jahren aus den Landesverbänden Hessen, Pfalz, Saarland und Rheinhessen. Jeweils vier Mädchen pro Landesverband und Gewichtsklasse waren am Start. Bei der Rheinland-Meisterschaft schafften auch drei Mädchen des SV Urmitz die Qualifikation zum wichtigsten Wettkampf dieser Altersklasse. Francesca Bräse reiste als Rheinland-Meisterin an, während sich Alexandra Stube und Annika Chandoni als Drittplatzierte qualifiziert hatten. Gleich im ersten Kampf der Veranstaltung musste Annika Chandoni auf die Matte, die in der sehr stark besetzten Klasse bis 52 kg antrat. Gegen Valerie Wolf, die Vizemeisterin aus der Pfalz, begann Annika unkonzentriert und lief schnell in den Wurf ihrer Gegnerin hinein. Doch mit zunehmender Kampfzeit steigerte sich die Kämpferin aus Urmitz. Sie glich mit einem links angesetzten Außensturz die Führung ihrer Gegnerin aus und gewann zusehends die Oberhand. Sie vermittelte den Zuschauern nun das Gefühl, dass sie den Kampf gewinnen würde, ließ sich dann, was nicht zu erwarten war, im Bodenkampf einpacken und konnte sich aus dem folgenden Haltegriff nicht mehr befreien. In der zweiten Begegnung gegen Tamara Ohl fand Annika Chandoni nie richtig in den Kampf. Die hessische Kaderathletin konnte immer wieder ihren tiefen Schulterwurf ansetzen, der dann letztendlich auch die Entscheidung brachte. In der Klasse bis 78 kg hoffte Alexandra Stube auf eine Medaille. Im ersten Kampf der Vorrunde zeigte Stube, gehandicapt durch eine Oberschenkelzerrung, eine verhaltene Vorstellung und unterlag Luca Mosel aus Bad Ems sehr deutlich. Dennoch blieb ihr die Chance auf das Halbfinale, wenn sie den Kampf gegen Annika von Hagen, die hessische Meisterin, gewinnen würde. Diese schwierige Aufgabe ging Alexandra Chandoni auch wieder verhalten an und wurde schnell (vielleicht zu schnell) mit drei Strafen wegen Passivität bedacht. Die nächste würde das „Aus“ bedeuten. Nun kämpfte Chandoni sehr beherzt und setzte ihre Gegnerin mehr und mehr unter Druck. Folgerichtig konnte sie mit einer hohen Wertung für eine Innensichel in Führung gehen. Allerdings musste sie weiter ständig attackieren um nicht die vierte Strafe zu kassieren. Leider wurde ihr genau das zum Verhängnis. Sie geriet nach einem verunglückten Angriff in die Bodenlage, die ihre Gegnerin zum Haltegriff nutzte.

Für Alexandra Chandoni blieben der fünfte Platz und die Erkenntnis, dass die Medaille heute durchaus in erreichbarer Nähe war. Francesca Bräse, bis 44 kg, kämpfte sehr beherzt und aufgrund ihrer noch nicht allzu großen Kampferfahrung teilweise übermotiviert. Die vielen Jahre mehr, die ihre Gegnerinnen bereits auf der Matte stehen, sind nur schwer auszugleichen. Umso höher ist zu bewerten, dass sich Bräse bis in die Medaillenränge einer Südwest-Deutschen Meisterschaft vorkämpfen konnte. Der Weg zum Titel endete jedoch sehr schnell und hart gegen Lea Markloff aus Hessen. Die spätere Südwest-Meisterin warf Bräse bereits nach wenigen Sekunden mit einem fulminanten Hüftwurf voll auf den Rücken. Francesca Bräse blieb die Bronzemedaille und gleichzeitig das Ticket für die Deutschen Einzelmeisterschaften. Ein toller Erfolg für die junge Kämpferin aus Urmitz. Die Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen, die am 3. März in Herne stattfinden, wird sicherlich ein unvergessliches Erlebnis.

Francesca Bräse (r.) beim Training. Foto: privat

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