TuS Koblenz und seine Fans – das DKF 2009 e.V.
TuS-Anhänger feierten Geburtstag
Dachverband der TuS Koblenz kann trotz seines jugendlichen Alters auf erfolgreiche fünf Jahre zurückblicken
Koblenz. Februar 2009, die TuS spielt in der zweiten Liga. Die Fans haben Angst um ihren Verein. Nicht nur der sportliche Bereich bereitet ihnen Sorgen, sondern auch, dass ihr Club seine Selbstständigkeit verliert. „50+1-Regelung“ heißt das Thema, das nicht nur die Anhänger rund ums Deutsche Eck heiß diskutieren. Und dies drohte auch bei der TuS. Der Mittelrhein-Verlag besaß zum damaligen Zeitpunkt 49 Prozent an der TuS Koblenz GmbH. „Wenn die Fans es schaffen, einen Dachverband zu gründen, dann überschreibe ich diesem stellvertretend für alle TuS-Fans den Optionsvertrag für eine gewisse Summe, bei deren Finanzierung ich Euch sogar noch helfe“, versprach Walterpeter Twer. Diese Aussage mobilisierte die Fans und innerhalb eines halben Jahres hatten Fanclubs genau dieses Konstrukt „DKF“ entwickelt und dann am 31. August 2009 im Brauereiausschank auf den Königsbach endgültig gegründet. „Aber nicht nur dieser Optionsvertrag, sondern auch die Bündelung der Kräfte in der aktiven Fan-Szene war ein Thema um diesen Verband ins Leben zu rufen“, blickte Vorsitzender Marcel Günther auf die fünf Jahre zurück.
Und Marcel Günther, neben Marco Schnitzler letztes verbliebendes Vorstandsmitglied der Startmannschaft, konnte kürzlich gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen und den Mitgliedern feiern. Mit einer Rheinfahrt auf der „Confluenzia“ machten sich rund 150 Schängel-Anhänger auf zu einer zünftigen Geburtstagsfeier und ließen unter anderem fünf Jahre DKF Revue passieren. Und das, was die Fans in diesem Zeitraum geleistet haben und heute leisten kann sich durchaus sehen lassen. Vor allem in den letzten drei Jahren wurden Vorstand und Mitglieder immer stärker in die Vereinsarbeit eingebunden. Saisoneröffnungsfeiern, Merchandising-Verkauf, auch mit Eigenkreationen, im Stadion und Internet oder auch Renovierungsarbeiten im Umfeld des Vereins stehen regelmäßig auf dem Programm. Und das alles zusätzlich zu der Gestaltung des Fan-Alltags wie Planungen diverser Auswärtsfahrten oder geselliger Termine der Anhänger (DKF-Hallenkick, Podiumsdiskussionen oder DKF-Stammtisch). Doch nicht nur das Leben um die Mannschaft und den Spielplan haben sich die „Macher“ des DFK auf ihre Fahnen geschrieben. Auslöser war eine Spendenaktion zugunsten der „klammen“ TuS im Sommer 2011. Die Fans sammelten, um „ihren“ Verein zu retten. Damit aber das Geld nicht in einer eventuellen Konkursmasse spurlos verschwindet, gab es ein separates Spendenkonto. Das Ergebnis ist bekannt. Die TuS benötigte letztendlich die Spenden nicht, sodass sich die Macher für nützliche und nachhaltige Projekte einsetzten wie zum Beispiel die Erdbebenopfer in Haiti. Doch all dieser Arbeitsaufwand war spätestens, als es hieß „Leinen los“ vergessen. Gut vier Stunden lang wurde auf dem Rheinschiff gesungen, gefeiert, geschunkelt und auch vereinzelt getanzt bis um kurz nach zwölf auf den fünften Geburtstag des DKF angestoßen wurde.
Bleibtnur zu hoffen, dass die Anhänger auch weiterhin mit der Leidenschaft und der Begeisterung am Ball bleiben, damit am 30. August 2019 auch der zehnte Geburtstag gefeiert werden kann.
