Gemischter Chor MGV 1877 Weißenthurm
Vereinsfahrt ging nach Wingst im Cuxland
Weißenthurm. Pünktlich um 6.30 Uhr startete der Bus mit der Sängerschar, Inaktiven, Freunden und Gönnern zu seiner alljährlichen Vereinsfahrt Richtung Norden. Die Teilnehmer erreichten nach zehn Stunden Fahrt, unterbrochen von einigen Pausen, ihr Domizil für die nächsten vier Tage. Die Gemeinde Wingst, in der sich das gemütliche Hotel befand, liegt im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Wingst liegt rund 35 Kilometer östlich der Elbmündung und nur etwas westlich des Unterlaufs der Oste. Der zweite Tag führte über Cuxhaven nach Helgoland. Nachdem alle an Bord der MS Atlantis waren, ging die zweieinhalbstündige Seereise bei herrlichem Sonnenschein und mäßigem Seegang nach Helgoland. Ein absolutes Abenteuer war natürlich die Ausbootung auf die kleinen Barkassen, die die Teilnehmer dann über etwa einen Kilometer offene See an Land brachten.
Zur Insel Helgoland
Auf Helgoland hatten alle genügend Zeit, die Insel zu entdecken. Helgoland ist eine Nordseeinsel in der deutschen Bucht. Die ursprünglich größere Insel zerbrach 1721, seitdem existiert die als Düne bezeichnete Nebeninsel. Die Inselgruppe Helgoland und Düne gehört seit 1890 zum deutschen Staatsgebiet und bildet die amtsfreie Gemeinde Helgoland im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein). Nachdem die Insel erkundet und die Lange Anna besucht worden war, ging es mit den Barkassen zurück zum Schiff, das alle sicher nach Cuxhaven brachte. Im Hotel angekommen, ging nach einem köstlichen Abendessen und ein paar kühlen Getränken ein schöner Tag zu Ende.
Am dritten Tag stand Stade auf dem Programm. Nachdem Stadtführer Herman Neumann die Gäste empfangen hatte, ging es auch schon los mit der Exkursion in Richtung historische Altstadt. Mit viel Charme, einem Schuss Mutterwitz und fundiertem Wissen brachte er den Weißenthurmern seine Heimatstadt mit ihren vielen historischen Gebäuden näher. Viele der malerischen Fachwerkhäuser stammen aus dem 17. Jahrhundert, aber in einigen Straßenzügen stehen noch wesentlich ältere Häuser, sie stammen aus der Zeit vor dem Stadtbrand von 1659. Durch enge Gassen, über wunderschöne Plätze und durch eine alte Klosteranlage ging es zurück zum Bus. Nun ging es weiter ins Alte Land. Erstmals schriftlich erwähnt wird der Obstanbau an der Niederelbe anno 1312 im Stadtbuch von Stade. Heute reifen auf diesem Gebiet von 10.700 Hektar Äpfel, Birnen, Kirschen und anderes Obst und ist damit das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Natürlich durfte der Besuch eines Obsthofes nicht fehlen. In kleinen Wagen, gezogen von einem Traktor älteren Baujahrs, ging es durch eine riesige Obstanbau-Anlage. Im Hofladen wurde noch schnell das ein oder andere eingekauft, danach ging es durch kleine Marschhufendörfer mit den typisch reich verzierten Bauernhäusern wieder zurück zum Hotel.
Heide war letzte Station
Der vierte und letzte Tag führte nach Heide. Heide ist eine Stadt in Schleswig-Holstein und die Kreisstadt des Kreises Dithmarschen. Die Stadt hat den größten umbauten Marktplatz Deutschlands (4,7 Hektar). Hier findet seit über 500 Jahren der traditionelle Wochenmarkt statt. Von dem Überangebot an Früchten, Gemüse, Blumen und Fisch konnten sich alle selbst ein Bild machen und auch das ein oder andere probieren oder kaufen. Um viele Eindrücke reicher, verließen die Teilnehmer Heide in Richtung Büsum. Büsum ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein und liegt direkt an der Nordsee. Ursprünglich eine Insel mit mehreren Dörfern, ist Büsum seit 1585 mit dem Festland verbunden. Der alte Hafen mit seinen Museums-Kuttern ist allemal einen Rundgang wert. Auch darf natürlich ein Büsumer Krabbenbrötchen nicht fehlen.
Durch den Elbtunnel
Nachdem alles Sehenswerte erkundet und sich gestärkt worden war, ging es zurück durch den Elbtunnel zum Hotel, wo der Wirt schon mit einem rustikalen Fischbuffet wartete. Nach dem reichhaltigen Abendessen ging es nun ans Kofferpacken, da am nächsten Tag die Heimreise anstand. Nach dem Frühstück und den Abschiedsworten des Wirtes wurde das obligatorische Gruppenbild geschossen. Pünktlich um 8.45 Uhr startete der Bus Richtung Weißenthurm. Bei einem Zwischenstopp in Münster, die Stadt mit den meisten Fahrrädern, ließen sich alle das Mittagessen schmecken. Gut gestärkt ging es Richtung Heimat. Busfahrer Josef Oster stellte sein Können während der ganzen Reise sein Können unter Beweis und unterhielt seine Fahrgäste auch mit dem ein oder anderen Schwank.
