Kindergarten Urmitz-Bahnhof
Vom Wald in die Ton- und Schamottewerke
Ein naturpädagogisches Projekt
Urmitz. Im Oktober des vergangenen Jahres führte der Kindergarten Urmitz-Bahnhof eine Waldwoche für die angehenden Schulkinder durch. Auf ihren Streifzügen rund um die Grillhütte „Am Dalfter“ entdeckten die Kinder auf den Wegen rund um die Grillhütte immer wieder Ton. Auch die nah gelegene Tongrube der „Kärlicher Ton- und Schamottewerke“ weckte die Neugier der Kinder. Eine Erzieherin machte daraufhin den Kindern den Vorschlag bei den „Ton- und Schamottewerken Mannheim“ einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Nach der Weihnachtszeit war es endlich so weit: Die angehenden Schulkinder besuchten gemeinsam mit einigen Erzieherinnen die „Kärlicher Ton- und Schamottewerke“. Unter fachkundiger Führung von Herrn Mannheim konnten die Kinder den Verarbeitungsprozess von Ton aus der Tongrube bis hin zum Ton fürs Töpfern erleben. Der Ton wird mit Fließbändern zu Trockenwalzen transportiert und zu Tonmehl gemahlen. Von dort wird das Mehl mit Maschinen in Papiersäcke abgepackt und auf Paletten gestapelt. Dieser Prozess faszinierte die Kinder sehr. Tonmehl wird unter anderem als Teilelement zur Herstellung von Badewannen, Waschbecken, Duschwannen und Toiletten verwendet.
Herstellung von Wärmeplatten für Elektroheizungen
Weiter ging es zur Schamotteproduktion, wo die Kinder den großen Brennofen bestaunen durften. Zufällig wurde an diesem Tag auch noch in einer weiteren Halle produziert. So konnten die Kinder bei der Herstellung von Wärmeplatten für Elektroheizungen zusehen. Für die Kinder war dieser Tag sehr informativ und spannend. Herr Mannheim bot den Erzieherinnen an, bald wieder mit einigen „Kindergartenentdeckern“ vorbei zu schauen. Der Kindergarten war voll Lobes für Herrn Mannheim und seiner kindgerechten und sehr interessanten Führung durch das Werk sowie die Tonspende zur Kreativarbeit im Kindergarten.
Mit diesen positiven Erfahrungen im Hintergrund wird es jetzt für alle Kindergartenkinder zwei Waldwochen pro Jahr im „Kärlicher Wald“ geben.
