-Anzeige Volkshochschule Maifeld (Ochtendung) bot Besichtigung der Firma JASTO an
Dauerhaft dem Fabriksterben getrotzt
Produktpalette wurde den modernen Markterfordernissen angepasst - Unternehmen floriert
Ochtendung. Ochtendung und die Bimsindustrie sind bis in die 80er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts untrennbar miteinander verbunden gewesen. Sie bot Arbeitsplatz und Sicherung des Wohlstandes schlechthin. Doch mit dem „Fabrikensterben“ änderte sich vieles und nur ein einziger Ochtendunger Bims verarbeitender Betrieb passte sich flexibel den Markterfordernissen an und trotzte so dauerhaft dem Abwärtstrend: Die Firma Jakob Stockschläder, heute besser bekannt unter dem Kürzel „JASTO“. Firmengründer Jakob Stockschläder hatte rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und innovativ die Produktpalette von der einstigen Monokultur „Bimsstein“ hin zu modernsten Produkten aus Bims und Beton für den Hausbau und die Gestaltung der Außenanlagen erweitert. Heute führt Ralf Stockschläder, einer der Söhne des Firmengründers, ein hochmodernes, hochtechnisiertes und blitzsauberes Unternehmen, dessen Produkte in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannt und gefragt sind. Es bot sich also an, interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Möglichkeit zu geben, einmal hinter die Kulissen dieses Betriebes zu blicken.
Kannte man „JASTO“ mehr oder weniger nur vom Vorbeifahren oder von den Produkten in der Ausstellungswelt vor Ort und n den Baufachmärkten, so konnte sich nunmehr im Rahmen einer Führung durch den Verkaufsleiter Arno Kirst und in Teilen durch den Firmeninhaber selbst, vor Ort einen Eindruck von der Firma JASTO und ihrem Leistungsvermögen gemacht werden. Bevor es jedoch zu den Produktionsstätten ging, machte Arno Kirst in einer Einführung deutlich, dass, auch um konkurrenzfähig zu bleiben, der schnelllebige Markt und die Industriewelt keinen Stillstand dulde und somit auch die Firma JASTO stets neue Produkte für Haus und Garten entwickeln, produzieren und anbieten müsse und wolle, natürlich ohne dabei den Wunsch des Kunden nach bezahlbarer Top-Qualität aus den Augen zu verlieren.
Dabei müssten zwangsläufig insbesondere bei Produkten für den Wohnungsbau auch neue Energieeinsparstandards in den Entwicklungsprozess einfließen. Im folgenden Rundgang durch das Betriebsgelände erfolgte dann eine umfassende Einweisung in die Produktpalette aus „Bims und Beton“ sowie in die verschiedensten Produktionsmethoden und –stufen bis hin zum fertigen Produkt. Dabei wurde anschaulich die Funktionsweise einer neuen komplexen, energieeffizienten Fertigungsstraße erklärt, genauso wie die Aufbereitung des Naturproduktes „Bims“ in einer modernen Bimswaschanlage oder der Betrieb einer „Betontankstelle“ für Jedermann. Es war ein interessanter Nachmittag, der einen für viele ungeahnten Einblick in ein Baustoffwerk der Moderne ermöglichte.
Für das kommende Frühjahr ist durch die VHS nach dem Motto „back to the roots“ eine Exkursion in die Geschichte der Bimsindustrie geplant, welche eindrucksvoll im „Deutschen Bimsmuseum“ in Kaltenengers dargestellt ist.
