Wirtschaft | 30.10.2018, 11:03 Uhr

94. Weltspartag

Deutschland bleibt ein Land der Sparer

Am 30. Oktober

Symbolbild. Foto: luxstorm/pixabay
87

Berlin. Der Weltspartag jährt sich am 30. Oktober dieses Jahres zum 94. Mal. Für die Volksbanken und Raiffeisenbanken ist dieser Tag traditionell Anlass, gemeinsam an die Bedeutung des Sparens zu erinnern. Einer Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zufolge spart die Mehrheit der Deutschen trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase. Ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren allerdings deutlich gesunken. „Sparen ist von elementarer Bedeutung für jeden Einzelnen. Insbesondere in Zeiten des demografischen Wandels spielt das bewusste Sparen eine wichtige Rolle bei der Schließung der drohenden Rentenlücke im Zuge des rückläufigen Versorgungsniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung“, erklärt BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin.
Nach den aktuellen Zahlen der BVR-Umfrage zum Sparverhalten legen noch 71 Prozent der Bundesbürger einen monatlichen Geldbetrag zur Seite. Im Jahr 2016 hatte der Anteil noch bei 80 Prozent gelegen. Der Anteil an Nichtsparern ist insbesondere bei Geringverdienern besonders ausgeprägt. „Grund für den rückläufigen Anteil an Sparern dürfte in erster Linie die seit 2016 vorherrschende Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank sein, durch die das allgemeine Zinsniveau noch einmal deutlich gefallen ist. Dieser Trend macht sich auch in der seit 2016 stagnierenden Zahl von Riester-Verträgen bemerkbar“, so Martin. Gleichwohl erhöhten die Sparer ihre Sparbeträge sichtbar und glichen damit den negativen Effekt der Nichtsparer mehr als aus. Hierbei dürften vor allem die Bezieher höherer Einkommen eine tragende Rolle gespielt haben. Vor diesem Hintergrund stieg auch die Sparquote, das heißt das Verhältnis von Erspartem und verfügbaren Einkommen, im Jahresvergleich zum zweiten Quartal 2018 um 0,5 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent.

Wertpapiere gefragt

Wertpapiere waren unter den Sparern zuletzt besonders gefragt. Sie verzeichneten in 2017 und 2018 das höchste Nachfrageplus. Getrieben wurde die Nachfrage nach Anlagen mit mehr Risiko und Rendite in erster Linie vom aktuellen Niedrigzinsniveau. Insbesondere Bundesbürger mit überdurchschnittlichen Einkommen dürften ihr Augenmerk verstärkt auf Wertpapiere gerichtet haben. Von Ende 2016 bis zum ersten Quartal 2018 stieg das Sparen in Wertpapiere um mehr als 27 Milliarden auf 63,9 Milliarden Euro. Besonders beliebt waren Investmentzertifikate und Aktien. Rentenpapiere mussten hingegen wie bereits in den vergangenen Jahren einen Mittelabfluss hinnehmen, wenn auch weniger stark als in den Vorjahren.

Absolut betrachtet erhielten Bankeinlagen weiterhin den größten Zuspruch in Höhe von 105,6 Milliarden Euro. Das Versicherungssparen stieg im vergangenen Jahr um 70,6 Milliarden Euro. Insgesamt lag die Geldvermögensbildung Ende des ersten Quartals 2018 in der gleitenden 4-Quartalssumme bei 227,1 Milliarden Euro und damit gut 19 Milliarden Euro höher als Ende 2016. Getragen wurde der Anstieg der Geldvermögensbildung von der höheren Sparsumme und der erhöhten Kreditaufnahme der Bundesbürger.

Gesamtvermögen der Bundesbürger bei rund 15,1 Billionen Euro Das Gesamtvermögen der Bundesbürger lag zum Ende des vergangenen Jahres nach Einschätzung des BVR bei 15.119 Milliarden Euro. Größte Posten des Gesamtvermögens sind neben dem Geld-, das Gebrauchs- und das Immobilienvermögen sowie das Vermögen in Grund und Boden. Das Finanzvermögen machte Ende des abgelaufenen Jahres mit 6.046 Milliarden Euro rund 40 Prozent des gesamten Brutto-Vermögens der privaten Haushalte aus. Übertroffen wurde der Anteil des Finanzvermögens nur vom Immobilienvermögen inklusive Landbesitz. Ihr Anteil lag in der Summe bei knapp 52 Prozent des Gesamtvermögens. Unter Hinzunahme der sehr kleinen Posten Nutzpflanzen, Ausrüstungen und geistigem Eigentum lag der Anteil des Gebrauchsvermögens Ende 2017 bei etwas mehr als 8 Prozent des Brutto-Vermögens. Bereinigt um die Verbindlichkeiten der Bundesbürger in Höhe von 1.744 Milliarden Euro ergibt sich ein Netto- bzw. Reinvermögen von 13.375 Milliarden Euro.

Pressemitteilung Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Symbolbild. Foto: luxstorm/pixabay

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Regionales aus Ihrem Hofladen
Premium Titel - Bestellung Nr.: 0033096546
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606 - Wärme B2B Q3 im Blick Koblenz
Sozialpädagogische Familienhilfe
05-Marktbericht 2026
40 Jahre Brandschutz Balter
Empfohlene Artikel
In der Andernacher Eisengasse 13 gibt es eine neue Anlaufstelle für alle, die den Wert von Schmuck, Edelmetallen oder anderen Wertgegenständen einschätzen lassen und diese gegebenenfalls verkaufen möchten.
117

Andernach. In der Andernacher Eisengasse 13 gibt es eine neue Anlaufstelle für alle, die den Wert von Schmuck, Edelmetallen oder anderen Wertgegenständen einschätzen lassen und diese gegebenenfalls verkaufen möchten. Das Unternehmen „Fine Art“, das zuvor in Plaidt zu finden war, hat vor wenigen Wochen seine Türen am neuen Standort geöffnet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Hier entsteht das neue Twin. Foto: ROB
763

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Neubau des nach der Flut abgerissenen Hallen- und Freizeitbades Twin in Bad Neuenahr nimmt zumindest so langsam Fahrt auf. Der Stadtrat hat im September ein auf solche Vorhaben spezialisiertes Projektsteuerungsbüro beauftragt. Die Antragstellung für die zugesagte Landes- und Bundesförderung ist weit vorangeschritten. Der Sportstättenausschuss und der Sportstättenbeirat...

Weiterlesen