Wirtschaft | 14.07.2026

Gefäßerkrankungen erkennen und richtig reagieren

Laden zum Infoabend: Gefäßchirurg Dr. Jens Rudolph und Gefäßassistent Markus Schmitz vom MVZ Gefäßchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler (v.l.).  Foto:Hannah Scosceria

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie ein weit verzweigtes Straßennetz ziehen sich unzählige Gefäße durch unseren Körper. Sie versorgen jede einzelne Zelle mit Blut und Nährstoffen. Kommt es zu einem Stau oder gar einer Vollsperrung, kann das drastische Folgen haben. Einen Herzinfarkt zum Beispiel. Oder einen Schlaganfall. Weitaus häufiger führen Durchblutungsstörungen zu krampfartigen Schmerzen beim Gehen. Sie sind typische Symptome der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) – auch Schaufensterkrankheit genannt. Um Betroffene, Angehörige und Interessierte über moderne Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zu informieren, veranstaltet das Team des MVZ Gefäßchirurgie einen Infoabend – am 21. Juli ab 17 Uhr in der Aula des Klinikums. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Dr. Rudolph ist Chefarzt der Gefäßchirurgie am Bonner Petruskrankenhaus und bietet wöchentlich gefäßchirurgische Sprechstunden im Medizinischen Versorgungszentrum am Krankenhaus Maria Hilf an. Mitte Juli referiert er gemeinsam mit Gefäßassistent Markus Schmitz. Beide rufen dazu auf, bei entsprechenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen. „Gefäßerkrankungen wie die Schaufensterkrankheit sollten als deutliches Warnsignal verstanden werden“, betont Dr. Rudolph. Immerhin setzen sich Verkalkungen in der Regel nicht nur in den Bein-Arterien, sondern auch in anderen Gefäßen fest. Betroffene sind häufig über 70 Jahre alt, darunter viele Raucher, Diabetiker und Bluthochdruckpatienten. Sie alle gehören zu einer Risikogruppe, für die auch der zweite Themenkomplex des Seminars von Interesse sein könnte: chronische Wunden und ganz speziell der diabetische Fuß.

„Wunden an Füßen oder Unterschenkeln, die über Wochen nicht abheilen oder sogar immer schlimmer werden, bedürfen dringend einer gefäßchirurgischen Untersuchung“, so Schmitz. Zu den schwierigsten Wunden gehört der Diabetische Fuß – eine häufige Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit. In Kombination mit einer Durchblutungsstörung können sich bereits kleinste Verletzungen zu gefährlichen Geschwüren entwickeln. Im schlimmsten Fall droht sogar eine Amputation. Was Betroffene und Ärzte tun können, damit es gar nicht erst soweit kommt, möchten die Gefäß-Experten im Rahmen des Informationsabends erläutern.

Der Infoabend ist Teil der Veranstaltungsreihe „Medizin verstehen | Infoveranstaltungen von Experten für Jedermann“, die in Kooperation mit dem Förderverein des Klinikums stattfindet und jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus nimmt. Im Anschluss an kurze Vorträge haben Teilnehmende die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Weitere Themen und Termine finden Interessierte auf der Homepage des Krankenhauses unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.

Veranstaltungsort

Die Aula des Klinikums ist auf kürzestem Wege über den Eingang des Nebengebäudes Haus Klara erreichbar (unterhalb des Krankenhauses, direkt hinter dem Hubschrauberlandeplatz). Autofahrerinnen und -fahrer können den angrenzende Parkplatz Klara nutzen.

Was? Bevor es zu spät ist | Gefäßverkalkungen erkennen und richtig reagieren

Wann? Dienstag, 21.07.2026 | 17:00-18:30 Uhr

Wo? Aula im Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3 | 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Laden zum Infoabend: Gefäßchirurg Dr. Jens Rudolph und Gefäßassistent Markus Schmitz vom MVZ Gefäßchirurgie am Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler (v.l.). Foto:Hannah Scosceria

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