Wirtschaft | 17.08.2018

-Anzeige- Einrichtung der Rhein-Mosel-Fachklinik bietet seinen Gästen abwechslungsreiches Tagesprogramm

Geriatrische Tagesstätte feiert zehnjähriges Bestehen

Karlheinz Saage gratuliert Agnes Francois. Foto: privat

Andernach. Vor zehn Jahren war das ehemalige Hallenbad der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach (RMF) gerade umgebaut worden, um als Geriatrische Tagesstätte (GTS) der Klinik zu dienen. Wo früher geschwommen wurde, empfingen die Mitarbeiter nun Gäste. Jetzt wurde der runde Geburtstag mit Gästen, Angehörigen und Mitarbeitern bei einem Grillfest gefeiert.

In zehn Jahren wurden 188 Gäste, so werden die Senioren in der GTS genannt, betreut. „Wir betreuen Menschen mit Pflegeaufwand und mit zusätzlichem Betreuungsaufwand“, fasst Karlheinz Saage, Direktor des Heimbereichs der RMF, zusammen. Dabei habe man zwei Ziele: Es gehe darum, den Senioren eine Tagesstruktur zu bieten und ihre Bedürfnisse zufriedenzustellen, damit sie sich wohlfühlen. Zusätzlich sollen pflegende Angehörige entlastet werden.

„Alle sind ein Teil der Gemeinschaft“

Über den gesamten Tag werden sowohl kognitive als auch körperliche Aktivitäten angeboten. „Alle sind ein Teil der Gemeinschaft“, sagt GTS-Leiterin Agnes Francois. Man achtet aufeinander, man lacht zusammen.

Im Alltag gehen die Mitarbeiter sehr individuell auf die Senioren ein. Um zu erfahren, was jedem wichtig ist, ist auch die Biografie der Gäste wichtig. Wer etwa durch seinen Beruf besondere Vorlieben hat, soll auch während des Tages in der GTS möglichst nicht darauf verzichten. Wenn ein Gast eine Stunde für sich benötigt, um zu malen, bekommt er diese.

Die Zusammenarbeit mit den Angehörigen nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Sie beginnt bereits beim Erstgespräch, bevor ein Gast aufgenommen wird. „Die Kommunikation ist sehr wichtig“, weiß Francois. Bei Feiern werden die Angehörigen stets eingeladen. Und wer Beratung bei der Pflege benötigt oder bei den damit verbundenen administrativen Aufgaben Unterstützung braucht, findet in der GTS seinen Ansprechpartner.

Regelmäßig sind auch ehrenamtliche Unterstützer aktiv, um zum Beispiel mit den Senioren Liedernachmittage zu gestalten. Eine Mitarbeiterin der RMF kommt mit ihrem ausgebildeten Therapiehund in die GTS. Die Kinder der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ sind seit Jahren zu Besuch, um neu einstudierte Lieder zu singen. Regelmäßige Feste schweißen die Gemeinschaft noch enger zusammen.

Neun Mal die Note 1,0

Besonders stolz sind die Verantwortlichen auf die Ergebnisse bei den regelmäßigen Transparenzprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Zehn Prüfungen gab es bislang, berichtet Saage. Nach einer Note 1,4 wurde neun Mal die Note 1,0 erreicht. Saage: „Wir sind stolz, aus einem Schwimmbad eine solche Einrichtung gemacht zu haben.“

Fünf Fachkräfte kümmern sich um die Senioren, unterstützt durch eine Pflegehelferin, eine Auszubildende und einen Bürgerarbeiter. Zusätzlich sind immer wieder FSJ-ler tätig, die für ihren Lebensweg oder für den späteren Beruf viele Erfahrungen sammeln. Was alle hier lernen, ist Empathie und, den Senioren mit Wertschätzung zu begegnen.

Karlheinz Saage gratuliert Agnes Francois. Foto: privat

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