Wirtschaft | 04.04.2017

Anzeige Ein starkes Familienunternehmen: Fleischwaren Hünten in Löf

Große Feier in der Sonnenringhalle

Die Gäste wurden beim 130-jährigen Jubiläum mit kulinarischen und unterhaltsamen Genüssen verwöhnt

Vor dem Beginn der Jubiläumsfeier stand die Familie Hünten für ein Gruppenbild mit Gästen zur Verfügung.-EP-

Löf. Was vor 130 Jahren in Hatzenport begann, als der Gründer Johann Josef Hünten einen Metzgerladen eröffnete, fand jetzt in Löf ein Intermezzo. Schaut man sich die Erfolgsgeschichte der Firma Hüntern an, so festigt sich die Überzeugung, dass das Jubiläum zum 130. Jahrestag nur ein Zwischenspiel ist. Denn noch heute ist die Firma fest in der Hand der Familie und eine feste Größe in Löf, in der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel und dem Landkreis Mayen-Koblenz.

In diesen 130 Jahren ist sie zu einem starken, mittelständischen Unternehmen herangewachsen, das mit der Heimat sehr verbunden ist. Ein Grund, dieses Jubiläum mit vielen Menschen zu feiern. Und es waren zum großen Teil Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit ihren Familien, die der Einladung in die Sonnenringhalle gefolgt waren. Das Unternehmen wird von den Geschwistern Monika Schmidt, Peter Haupt und Klaudia Kaiser geführt. Letztere hatte die Begrüßung der Gäste übernommen, bei der sie besonders die Gemeinschaft innerhalb des Betriebes hervorhob: „Anstelle unserer Firmenhistorie möchte ich heute auf diese Gemeinschaft eingehen. Wenn ich davon spreche, so spreche in natürlich in erster Linie von Euch allen, liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Ihr einen Großteil Eurer Lebenszeit in der Firma und für die Firma Hünten verbringt, mehr Zeit zum Teil als mit Ehepartner und Kindern. Da denke ich, ist es umso wichtiger, sich auch bei der Arbeit wohlzufühlen und zufrieden zu sein, das ist sicher ein Stück Lebensqualität. Dass man sich auf seiner Arbeit wohlfühlt, dazu gehören natürlich viele Dinge.“

Zusammenleben als Geben und Nehmen

Klaudia Kaiser betonte auch die Wichtigkeit derjenigen, die sie im kommunalen Leben begleiten: Die Nachbarn, die Ortsvereine und die Politik. „Das Zusammenleben und Zusammenarbeiten in so einer Dorfgemeinschaft ist immer ein Geben und ein Nehmen. So können wir stolz sagen, dass die Firma Hünten für die Region und ihre Bürger viel Positives mit sich bringt. Wir bieten in einem ländlichen Raum interessante Berufsperspektiven, unterstützen die ansässigen Ortsvereine und Institutionen. Wir helfen, wo wir können!“

Einführung der Weißblechdose war revolutionär

Das weiß auch Ortsbürgermeister Rudi Zenz zu schätzen und bedankte sich bei der Familie: „Wir sagen Danke für die ersten 130 Jahre einer unternehmerischen Erfolgsgeschichte. Im Namen der Gemeinde darf ich die herzlichsten Glückwünsche überbringen und sagen: Wir sind stolz auf die Firma Hünten und freuen uns auf die nächsten 130 Jahre.“ Rudi Zenz blickte zurück auf die Vergangenheit und die erfolgreiche Arbeit der Familie. Er erinnerte daran, wie revolutionär die Einführung der Weißblechdose in den Dreißigerjahren war, als Kochwurst und Siedewurst der Firma Hünten zum Renner wurden: „Vor allem ‚Hüntens Delikatess-Würstchen‘ wurden nach dem entbehrungsreichen Krieg ein Stück Synonym dafür, dass es wieder aufwärtsging. Wie hieß es damals: Willst du dich mit Schmeling messen, musst du Hüntens Würstchen essen!“

130 Jahre Standorttreue

Fleischwaren Hünten als bedeutenden Arbeitgeber im Landkreis MyK weiß auch Landrat Dr. Alexander Saftig zu schätzen. Die Firma beschäftigt heute 120 Menschen. Dr. Saftig bedankte sich für 130 Jahre Verbundenheit zum Landkreis Mayen-Koblenz: „Ein 130-jähriges Firmenjubiläum an sich ist schon etwas Besonderes, und auch ich erlebe es nicht jeden Tag. Wenn das Unternehmen dann auch noch über 130 Jahre standorttreu geblieben ist, verleiht es dem Jubiläum noch einmal eine ganz besondere Note.“ Er wies darauf hin, wie wichtig ein sicherer Arbeitsplatz sei, gerade in den Zeiten des demografischen Wandels: „Wir müssen erreichen, dass sich die Menschen bewusst für MyK entscheiden. Die schöne Landschaft reicht sicherlich nicht aus.“ Er betonte, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssten, auch außerhalb der Betriebe. Dass sie innerhalb ihres Betriebes stimmen, dafür bürgt die Firma Hünten, die das Jubiläum gerne groß feierte. Die Gäste an den festlich geschmückten Tischen wurden von „Maître Willi“ (Reiner Scharlowsky – www.scharlowsky.de) durch das Programm geführt. Er stellte sich als „Chef der Gastrokopie“ vor und bezeichnete die Geschäftsführung als „Dreigestirn“. Der Maître sorgte für amüsante Einlagen und die Löfer Band „Zufallsexperiment“ (www.zufallsexperiment-band.de) mit ihrer Musikdarbietung für eine tolle Stimmung. Verwöhnt wurden die Gäste mit einem Dreigänge-Menü. Dazwischen hatten Jubilare ihren Bühnenauftritt, und die Löfer Weinkönigin Jenni kam zu Wort. Auch Christian Groß vom Power Boat Racing Team Moselstern hatte seinen Auftritt und präsentierte vor der Halle sein Rennboot. Zum Dessert spielte die Band „Aber bitte mit Sahne“, und „Maître Willi“ unterhielt noch ein letztes Mal die Gäste mit der „Singenden Säge“. Dann öffnete die Cocktailbar, und es durfte getanzt werden. Weit nach Mitternacht endete die Feier zum 130-jährigen Jubiläum der Firma Fleischwaren Hünten.

EP

Bei ihrer Begrüßungsrede erfuhr Klaudia Kaiser Unterstützung von „Maître Willi“.

Bei ihrer Begrüßungsrede erfuhr Klaudia Kaiser Unterstützung von „Maître Willi“.

Die Vertreter der Politik amüsierten sich nach dem offiziellen Teil mit dem guten Löfer Wein.

Die Vertreter der Politik amüsierten sich nach dem offiziellen Teil mit dem guten Löfer Wein.

Vor dem Beginn der Jubiläumsfeier stand die Familie Hünten für ein Gruppenbild mit Gästen zur Verfügung. Fotos: -EP-

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