- Anzeige - CO2-Abgabe ab 2021
Heizkosten steigen
Region. Viele Verbraucher bekommen dieser Tage Post von ihrem Gas- oder Öllieferanten und staunen nicht schlecht: Heizen wird ab Januar 20021 durch die CO2-Steuer deutlich teurer. Die Abgabe trifft jedoch nicht alle gleichermaßen.
Da die CO2-Steuer eine Abgabe auf fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas ist, wirkt sie sich unterschiedlich aus und ist abhängig von der Art der Heizanlage und der Höhe des Heizenergieverbrauchs. Zunächst mit 25 Euro pro Tonne beziffert, steigt der Preis für CO2 bis Ende 2025 schrittweise auf 55 Euro an. Entsprechend erhöhen sich die Heizkosten weiter. So benötigt ein Haus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche bei einer normalen Bauweise jährlich durchschnittlich rund 1.800 Liter Heizöl für die Wärmeerzeugung. Auf fünf Jahre gerechnet sind das mindestens 840 Euro zusätzliche finanzielle Belastung durch die CO2-Abgabe.
Klima und Gelbeutel schonen
Wer dieser Kostenfalle entkommen möchte, kann erneuerbare Energien wie Biomasse zum Heizen nutzen und muss keine höheren Heizkosten befürchten. So lässt sich z. B. mit einer Pelletheizung bares Geld sparen und zudem die eigene Klimabilanz maßgeblich verbessern. In einem Einfamilienhaus können so mit einer Pelletheizung pro Jahr ca. 9,3 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden – so viel wie mit keiner anderen Maßnahme im Haushalt. „Die Einsparung der CO2-Steuer, die auf holzbasierte Brennstoffe wie Scheitholz und Pellets nicht erhoben wird, die günstigeren Brennstoffkosten und die staatlichen Förderungen für Biomasse-Heizungen von aktuell bis zu 45% haben dazu geführt, dass die Nachfrage nach Heizungen mit moderne Holzfeuerungen enorm angestiegen ist“, so die Erfahrung von Geno Bleser vom SHK-Unternehmen Bleser in Plaidt.
Wer nun befürchtet, dass unsere Wälder zur Deckung des Pelletbedarfs abgeholzt werden, irrt. In Deutschland steht der nachwachsende, klimafreundliche Rohstoff Holz in großer Menge zur Verfügung. Das ist vor allem der nachhaltigen Forstwirtschaft zu verdanken. Generationenübergreifend wird nur so viel Holz genutzt, wie wieder nachwächst. In den letzten Jahrzehnten waren das sogar nur 80 Prozent des Zuwachses. Zudem wird zur Herstellung von Pellets das sogenannte Sägerestholz verwendet, das beim Verarbeiten der Holzstämme im Sägewerk ausfällt.
