Wirtschaft | 04.11.2021

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Im St. Elisabeth leuchtet es lila

Weltfrühchentag am 17. November

Dr. Michael Ehlen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Kerstin Bornhofen, Stationsleitung der Kinderintensivstation, versorgen einen kleinen Patienten.

Deutschlandweit werden pro Jahr ca. 65.000 Kinder vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren. Das heißt, dass jedes zehnte Kind in Deutschland ein Frühchen ist und Unterstützung beim Start ins Leben benötigt. Frühgeborene sind damit die größte Kinderpatientengruppe im Land.

Neuwied. Seit 2008 steht der 17. November im Zeichen der Frühchen. Weltweit wird an diesem Tag mit Aktionen auf sie aufmerksam gemacht. Auch das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied beteiligt sich an dem Aktionstag. Die Tagesklinik der Kinder- und Jugendmedizin wird deshalb am 17. November in lila erstrahlen. Lila ist nämlich die Symbolfarbe der Frühchen. „Viele der zu früh geborenen Kinder können direkt nach der Geburt oft weder ausreichend selbstständig atmen, noch Nahrung zu sich nehmen. Die Hilfe bei ihrem Start ins Leben ist daher immer noch eine große Herausforderung“, sagt Dr. Michael Ehlen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, „aber durch die immensen Fortschritte in der Behandlung sind die Chancen auch kleinster Frühgeborener für ein unbeeinträchtigtes Leben deutlich gestiegen. In den vergangenen Jahren haben wir gelernt, Frühchen immer besser zu verstehen, sie in ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten durch unsere Maßnahmen zu unterstützen und sie in ihrem Start ins Leben zu begleiten.“ „Körperliche Nähe und Fürsorge sind für die Frühchen aber fast ebenso wichtig wie die medizinische Versorgung“, ergänzt Kerstin Bornhofen, die Stationsleitung der Kinderintensivstation. „Unsere Erfahrungen und viele Studien belegen, dass Neugeborene und vor allem Frühchen bei intensivem Körperkontakt schneller wachsen, seltener an schweren Infektionen leiden, weniger schreien und ruhiger schlafen.“

Aber auch die Eltern, die in dieser Ausnahmesituation oft an ihre Grenzen stoßen, weil sich ihr Leben von heute auf morgen komplett ändert, brauchen Unterstützung und Betreuung. Aus diesem Grund kümmert sich ein multiprofessionelles Team aus spezialisierten Pflegekräften, Kinderärzten und –ärztinnen sowie anderen Helfern und Helferinnen um die kleinen Kinder und deren Familien vor, während und nach der Geburt. Zuhause dann stehen die Mitarbeitenden des „Bunten Kreis Mittelrhein e. V.“ den Familien weiterhin zur Seite.

Übrigens: Der 17. November als Datum für den Weltfrühchentag wurde auf dem von der EFCNI (European Foundation for the Care of Newborn Infants) initiierten ersten Europäischen Elterngruppentreffen am 18. November 2008 in Rom beschlossen. Dieses Datum hat für einen der Stiftungsgründer der EFCNI nämlich eine ganz besondere Bedeutung: Nach dem Verlust von Drillingsfrühchen im Dezember 2006 wurde er am 17. November 2008 Vater einer gesunden Tochter. Auf der Suche nach einem geeigneten Termin für den Weltfrühchentag einigten sich die Elterngruppenvertretung daher schnell auf diesen besonderen Tag.

Dr. Michael Ehlen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Kerstin Bornhofen, Stationsleitung der Kinderintensivstation, versorgen einen kleinen Patienten.

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