Wirtschaft | 13.11.2020, 08:45 Uhr

- Anzeige - evm-Gruppe in Berlin als „Regionaler Gestalter der Gaswende“ ausgezeichnet

Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft geht nach Koblenz

Vorstandsvorsitzender Josef Rönz (rechts) und der Geschäftsführer der Netzgesellschaft, Dr. Andreas Hoffknecht, freuen sich über die Auszeichnung. Foto: Sascha Ditscher/evm
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Koblenz. Erfolg für die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe): Sie ist in Berlin mit dem Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2020 ausgezeichnet worden. Sie gewann mit ihrem Projekt „Gasnetz 2040“ in der Kategorie „Klimaschutz & Kommune“.

Erfolgsprojekt „Gasnetz 2040“

Die Energieversorgung Mittelrhein hatte sich gemeinsam mit ihrer Netztochter, der Energienetze Mittelrhein, als evm-Gruppe mit dem Projekt „Gasnetz 2040“ beworben. Seit über 20 Jahren richtet die Unternehmensgruppe ihr Gasnetzgeschäft und ihren Gasnetzbetrieb konsequent auf die effiziente Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Gasen sowie die Kopplung von Strom- und Gasnetzen aus. „Wir sehen das Gasnetz als Gesamtprojekt an. Die vielen einzelnen Innovationen, die wir darin integrieren, zahlen insgesamt auf dessen Weiterentwicklung ein. Mit einem verzahnten Maßnahmen-Bündel wollen wir unser Netz fit für die Zukunft machen“, erklärt evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. Und er weist auf das enorme Potenzial hin, dass Erdgas als Speichermedium für überschüssigen Strom darstellt: „Im deutschen Erdgasnetz lassen sich etwa 150 Terrawattstunden elektrische Energie speichern – so viel Strom wird in Deutschland in rund drei Monaten verbraucht. Alle derzeit verfügbaren Speicher kommen nur auf einen Bruchteil davon.“

Die Jury des Wettbewerbs zeigte sich sehr angetan von den Aktivitäten im gesamten Netzgebiet der evm-Gruppe: „Viele kleine Bau¬steine ergeben ein nachhaltiges Ganzes: Die Unter¬nehmens¬gruppe Energieversorgung Mittelrhein zeigt, wie eine konsequente Ausrichtung des eigenen Gasnetzes auf eine sichere und klimaneutrale Energieversorgung aussehen kann. Die Verknüpfung der Einzelmaßnahmen, Transparenz und die Einbindung von Unter¬nehmen, Hoch¬schulen und Bürgern schaffen ein regionales Energie¬bewusst¬sein. Die evm-Gruppe ist damit regionaler Gestalter der Gaswende.“

Bei der Preisverleihung hielt Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger eine kurze Laudatio. „Ich freue mich riesig“, sagte der Parlamentarier. Damit werde das Engagement der evm-Gruppe für den Klimaschutz gewürdigt. „Die evm-Gruppe ist ein modernes, innovatives Unternehmen. Hier wird tolle Arbeit geleistet“, so Pilger. Glückwünsche übermittelte auch der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner. Er ist froh, dass die evm-Gruppe die Stadt dabei unterstützt, die Busflotte auf Erdgasantrieb umzurüsten: „Ich sehe im Gasantrieb die leistungsfähigste und derzeit beste Form des umweltfreundlichen Betriebs der Busse.“ Und er betont: „Als Aufsichtsratsvorsitzender der evm bin ich sehr stolz darauf, dass die evm-Gruppe diesen Innovationspreis gewonnen hat. Dies zeigt, welcher Ideenreichtum hier in der Region vorhanden ist.“

Zu den vielen Einzelmaßnahmen gehört unter anderem das Pilotprojekt Power-to-Gas, bei dem die evm-Gruppe Möglichkeiten der Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse und dessen Einspeisung in ein Gasverteilnetz mit weiteren Unternehmen der thüga-Gruppe erprobt hat. Auch der Betrieb der größten Biogasanlage in Rheinland-Pfalz, die Netzautomatisierung, Netzsimulationen und die Gestaltung des Smart Grid, also des „intelligenten Netzes“, zählen dazu.

Regionaler Gestalter der Gaswende

Wichtig für die evm-Gruppe: Innovationen vor Ort vorantreiben. Sie sieht sich als regionaler Gestalter der Gaswende. „Gase, sowohl umweltschonendes Erdgas als auch regenerative wie Wasserstoff oder Biogas, sind für uns eine Schlüsseltechnologie der Energiewende“, erklärt der Geschäftsführer der Energienetze Mittelrhein, Dr. Andreas Hoffknecht. Erdgas sei beispielsweise schon heute ein solider Treibstoff für Fahrzeuge, könne durch Power-to-Gas als Speichermedium für erneuerbare Energien dienen oder dazu beitragen, den CO2-Ausstoß in der Region zu minimieren. „Mit unseren Maßnahmen tragen wir dazu bei, dass Gase zukünftig nicht nur verlässlich verfügbar bleiben, sondern ihr volles Potenzial entfalten können“, so Hoffknecht.

Insgesamt 78 Bewerbungen gab es für den Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft, der in diesem Jahr von der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und Zukunft ERDGAS ausgerichtet wurde. Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, hatte die Schirmherrschaft übernommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir am Ende nicht nur unter den 16 Nominierten, sondern tatsächlich unter den fünf Gewinnern sind“, erklärt Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. „An dieser Stelle gilt unser Dank besonders unseren Mitarbeitern, ohne die die kontinuierliche Entwicklung der Netze nicht möglich wäre. Aber auch bei den Kommunen, mit denen wir hier eng zusammenarbeiten, bedanken wir uns. Und am Ende natürlich auch bei unseren Kunden, ohne die die Investitionen gar nicht möglich wären.“ evm

Vorstandsvorsitzender Josef Rönz (rechts) und der Geschäftsführer der Netzgesellschaft, Dr. Andreas Hoffknecht, freuen sich über die Auszeichnung. Foto: Sascha Ditscher/evm Foto: Sascha Ditscher/evm

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