Wirtschaft | 14.06.2016

- Anzeige - Mittelrhein-Museum Koblenz

Jacqueline Diffring - Confluentia - Retrospektive

Kunstausstellung von Sonntag, 24. Juni bis Sonntag, 25. September

Confluentia.Jens Ziehe/Photographie

Koblenz. Von Montag, 25. Juni bis Sonntag, 25. September kann die Retrospektive von Jacqueline Diffring im Mittelrhein-Museum besucht werden. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 24. Juni um 19 Uhr statt.

Wenn das Mittelrhein-Museum im Jahr 2016 eine Retrospektive von Jacqueline Diffring zeigt, so kann daran nichts Selbstverständliches sein. Es ist vielmehr ein ungewöhnliches Ereignis. Zum ersten Mal in der Museumsgeschichte wird es eine Skulpturenausstellung von derartigem Umfang geben, erstmalig wird es dabei um die Skulptur der klassischen Moderne gehen. Es wird auch die einmalige Möglichkeit für alle Besucher des Mittelrhein-Museums sein, das Lebenswerk einer außerordentlichen Künstlerin wahrzunehmen, die in Koblenz geboren wurde, der es aber unmöglich gemacht wurde, hier als Künstlerin zu leben. Mit der Verleihung des Kulturpreises an Jacqueline Diffring und der Würdigung ihres Lebenswerkes im Januar 2015 hat die Stadt Koblenz ein Zeichen gesetzt, dem jetzt eine Präsentation ihrer Skulpturen folgt.

Jacqueline Diffring

Geboren wurde Jacqueline Diffring 1920 in eine bürgerliche Koblenzer Familie, die dem Kulturleben der Stadt eng verbunden war. Der Weg zu einem Dasein als Künstlerin schien somit nicht unvorstellbar zu sein. Doch nach 1933 machten die antijüdischen Repressalien des nationalsozialistischen Regimes ihrer Familie das Leben in Koblenz unmöglich. Jacqueline Diffring siedelte in anonymere Berlin um, wo sie 1937 bis 1939 an der Reimann-Schule Malerei und Zeichnen lernte. Sie schaffte es noch, 1939 vor dem Krieg nach England zu entkommen und damit ihr Leben zu retten. Während der Kriegsjahre in England musste sie zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes in einer Fabrik arbeiten, sodass ein Kunststudium lange Jahre hintangestellt werden musste. Erst nach Kriegsende konnte sie 1946 bis 1948 endlich ihr Studium an Chelsea School of Art in London aufnehmen. Ihr wichtigster Lehrer wurde Henry Moore. Auf Wunsch der Eltern kehrte sie 1954 nach Koblenz zurück. Doch die vermeintliche Rückkehr in die Heimat erwies sich als unmöglich, nach wenigen Jahren verließ sie die Stadt wieder. Seit 1960 lebt sie in Frankreich. Erst dort begann ihr eigentliches bildhauerisches Schaffen, das bis heute andauert. Im Jahr 2016 vollendete sie die Skulptur „Confluentia“, die der Retrospektive den Titel gab.

Confluentia.Foto: Jens Ziehe/Photographie Foto: Jens Ziehe/Photographie

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