Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen
Junge Leute „unter Strom“
15 Neu-Elektroniker freigesprochen
Mayen. Elektroniker stehen „unter Strom“, denn sie sind gefragt. Beste Aussichten also für die Jugend: Aufgeregt und stolz konnten jetzt 15 Berufsstarter im Alten Rathaus von der Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen freigesprochen werden. Die Tradition der feierlichen Freisprechung gibt es seit dem ausgehenden Mittelalter. Sie bedeutet die Verabschiedung der Neugesellen aus der Lehrlingszeit.
Mit Energie können die jungen Leute einer gesicherten Zukunft entgegen sehen, denn ihr Können wird dringend gebraucht. „Elektromobilität, Speichersysteme, Lastmanagement-Lösungen, Wärmepumpen und die damit verbundene Vernetzung der Systeme, all dies muss umgesetzt werden“, schilderte denn auch Bernd Wagner, Lehrlingswart der Innung, in seiner Ansprache. Dies gehe natürlich nur mithilfe von Elektrofachkräften. „Diese Tatsachen garantieren euch einen sicheren und lukrativen Arbeitsplatz.“
Als „gut vernetzt“ erwiesen sich die jungen Männer. „Das Lehrjahr war durchgehend erfolgreich“, so Wagner.
Auch Wolfgang Treis, Oberbürgermeister von Mayen, ließ es sich nicht nehmen, den erfolgreichen Absolventen zu gratulieren. Weitere Grußworte sprachen Oliver Engels, Direktor des Regionalmarktes MayenRhein/ Volksbank RheinAhrEifel, sowie Christoph Hansen, Präsident des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik Hessen/ Rheinland-Pfalz.
Um den „richtigen Anschluss“ müssten sie sich allerdings zukünftig selbst bemühen, gab er den Berufsstartern mit auf den Weg. Denn der dürfe nicht verpasst werden in einem so anspruchsvollen Beruf rund um sich stetig verändernde, neueste Technologie. Weiterbildung laute das Zauberwort: „Ich möchte Sie ermuntern, sich den Herausforderungen unseres schnelllebigen Berufes zu stellen.“
Imposante Zahlen hatte der Präsident im Gepäck, die die Leistungsfähigkeit der elektro- und informationstechnischen Handwerke verdeutlichen. So vertritt der bundesweite Zentralverband die Interessen von rund 55.000 Unternehmen. 480.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Dem Bundesinnungsverband gehören rund 330 Innungen an.
Schließlich standen die offizielle Lossprechung und die Vergabe der Zeugnisse auf dem Plan, eine Aufgabe, die Bernd Wagner und Fachlehrer Michael Detje gerne übernahmen. Für die Prüfungsbesten gab es Geldpreise und Urkunden. Viele E-Gespräche mit stolzen Ausbildern, Eltern, Freundinnen und Freunden bei leckeren Häppchen rundeten die Feier ab.
Bei der Gesellenprüfung landete Marc Rösen (Hannus Elektrotechnik, Mayen) auf Platz 3, auf den zweiten Platz schaffte es Yannick Lorisch (Gebäudesystemtechnik Wagner, Weiler) und auf Platz 1 Daniel Seul (Elektro-Nolden, Polch).
