- Anzeige - Von Kupfer zu Glasfaser: 10 Millionen Euro Investition in die Modernisierung der Fernmeldeinfrastruktur. Auszubildende übernehmen wichtige Rolle bei der Umsetzung

„Kabel 4.plus“: evm-Gruppe führt Netze in die Zukunft

10.07.2024 - 09:40

Koblenz/Westerwaldkreis. „Kabel 4. Plus“ – hinter diesem Projekttitel, steht ein Mammutprojekt der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe), mit dem das regionale Energie- und Dienstleistungsunternehmen seine Netze in die digitale Zukunft führt. Konkret geht es um die Fernmeldeinfrastruktur der Unternehmensgruppe, die mit Blick auf die Energie- und Wärmewende zukunftsfähig aus- und umgebaut wird. Mit „Kabel 4.plus“ werden etwa 100 Kilometer alte Kupferfernmeldeverbindungen durch moderne Glasfaserkabel ersetzt, um die Umspannanlagen, Ortnetz- und Schaltstationen des regionalen Stromnetzes sinnbildlich miteinander sprechen zu lassen. „Zukünftig werden immer mehr Teilnehmer Ansprüche an unser Stromnetz stellen. Ich denke an die zahlreichen Wind- und Solarparks, Photovoltaikanlagen, Wallboxen, Wärmepumpen und mehr,“ erklärt Patrick Zerwas, der das Projekt bei der evm-Gruppe verantwortet. „Diesem wachsenden Bedarf müssen wir gerecht werden. Mit der Umsetzung von „Kabel 4.plus“ werden wir zukünftig noch besser in der Lage sein, unsere Verteilnetzstandorte aus der Ferne zu überwachen und zu steuern. Dazu arbeiten wir als Unternehmensgruppe tatkräftig zusammen.“ Außerdem erfolgt ein wichtiger Lückenschluss zwischen der Infrastruktur in Koblenz und der im Westerwald. Die evm-Gruppe investiert 10 Millionen Euro in das Gemeinschaftsprojekt, an dem die evm-Töchter Energienetze Mittelrhein und KEVAG Telekom beteiligt sind. Die evm selbst tritt als Investor auf.

Daten-Autobahn A 48: Azubis am Werk

Die Umsetzung läuft bereits auf Hochtouren. Mit verschiedenen Teams sind die Unternehmen schwerpunktmäßig in den Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur und weiteren Westerwald-Kommunen sowie in und um die Stadt Koblenz im Einsatz, um bis 2027 insgesamt 32 Bauabschnitte fertigzustellen. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg spielt sich gerade innerhalb der Autobahnbrücke A 48 zwischen Koblenz und Bendorf ab. Unsichtbar unterhalb der Fahrbahn haben die technischen Azubis der Unternehmensgruppe ihre Arbeit im Brückenhohlraum aufgenommen. Sie sind in den kommenden Wochen dafür verantwortlich, die alten Kommunikationskabel auf der insgesamt 1200 Meter langen Strecke zu demontieren. „Begleitet und unterstützt werden sie von unseren fachlichen Ausbildern der eigenen Lehrwerkstatt. Als Ausbildungsbetrieb ist es uns wichtig, früh Verantwortung zu übertragen. Das bedeutet auch, dass sich die Auszubildenden innerhalb eines eigenen Teilprojekts selbst organisieren, lernen Arbeiten untereinander aufzuteilen und Lösungen zu finden, wenn es mal zu Komplikationen kommt,“ erklärt der Projektleiter. Das sieht man bei der evm-Gruppe nicht erst seit heute so, wie Patrick Zerwas bestätigt: „Vor über 40 Jahren haben die damaligen Azubis exakt an derselben Stelle die Kupferkabel verlegt. Teilweise sind die Mitarbeiter von damals noch heute bei uns beschäftigt.“ Bis die feine Glasfaser schlussendlich in eins der Leerrohre eingeblasen werden kann, wird es noch ein paar Wochen dauern, aber die wichtige Vorarbeit wird in den kommenden Tagen abgeschlossen sein.

Schneller, länger, sicherer: Vorteile von Glasfaser überwiegen

Alle Zeichen der zukünftigen Versorgungssicherheit und Netzstabilität stehen auf Glasfaser. Das kommt nicht von ungefähr, wie Patrick Zerwas einen weiteren Einblick in die Investitionsentscheidung der evm-Gruppe gewährt: „Wie bei den meisten, weitreichenden, technischen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte, kommt irgendwann der Moment, in dem es richtig ist, eine Entscheidung zu treffen. Beim Umrüsten auf Glasfaser wurde uns das aufgrund der überwiegenden Vorteile recht leicht gemacht. Sicherheit und Schnelligkeit lauten die entscheidenden Faktoren.“ Es ginge u.a. um das Erfüllen von gesetzlichen Sicherheitsanforderungen an Unternehmen mit kritischer Infrastruktur und Regeln und Verfahren in der Informationssicherheit. Und mit Glasfaser als Übertragungsmedium sind in Sachen verlustfreier Übertragungsgeschwindigkeit kaum Grenzen gesetzt. „Man kann sich den Vergleich der aktuellen Fernmeldetechnik mit der neuen Glasfaserinfrastruktur in etwa so vorstellen, wie den Umstieg vom Drehscheiben-Telefon zu Smartphone,“ sagt Zerwas abschließend.

evm

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Haus der Familie Puderbach: Homepage-Thema im August

Familiensommer

Puderbach. Endlich sind die Sommerferien da! Das heißt für viele auch Urlaubszeit. Aber nicht jede Familie kann es sich finanziell leisten in den Urlaub zu fahren. Gestiegene Energiekosten und Spritpreise sowie höhere Lebensmittelpreise führen dazu, dass viele Familien nur wenig oder kein Geld in der Urlaubskasse haben. Deshalb nehmen sie von einer Urlaubsreise Abstand und verbringen den Sommer lieber zuhause. mehr...

Vorschulkinder im Wald - und Wildpark

Sinzig. Früh morgens ging es los. Alle Vorschulkinder der Kita Spatzennest trafen sich an einem Freitagmorgen am Bahnhof in Sinzig. Gemeinsam wollten alle mit dem Zug in den Wildpark nach Rolandseck fahren. Mit Warnwesten und Erkennungsbuttons ausgestattet verabschiedeten sich alle rasch von ihren Eltern und schon konnte die spannende Zugfahrt losgehen. Am Eingang des Wildparks bekam jedes Kind genügend Tierfutter für die bevorstehenden Tiere. mehr...

Event+
 

Abschlussfeier des Maxi-Clubs in der integrativen Kindertagesstätte St. Hildegard

„Aufstehen und aufeinander zugehen“

Sinzig. „Aufstehen und aufeinander zugehen“, diese Liedzeilen läuteten das Fest der neuen Schulkinder ein. Der Abschied von der integrativen Kindertagesstätte St. Hildegard in Ringen ist in jedem Jahr ein großer Schritt für die Vorschulkinder und deren Eltern. So wurde die Feier am Vormittag mit einem Wortgottesdienst im Gemeinschaftshaus der Caritas in Grafschaft-Ringen von Gemeindereferentin Mechthilde Ruppert eröffnet. mehr...

Anzeige
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte
Koblenzer
Parkhäuser noch sicher?

Koblenzer Parkhäuser noch sicher?

Koblenzer Parkhäuser noch sicher?

Koblenz. Immer wieder berichten Menschen aus Koblenz, insbesondere Frauen, bei den zahlreichen AfD-Bürgergesprächen, dass sie sich in Parkhäusern der Stadt unsicher fühlen. Eine kleine Anfrage des Landtagabgeordneten... mehr...

Der Ortsbeirat Ramersbach ist bereit

Der Ortsbeirat Ramersbach ist bereit

Ramersbach. Auch im Stadtteil Ramersbach hat sich nach der Kommunalwahl im Juni nun der neue Ortsbeirat in seiner ersten Sitzung am 15. Juli konstituiert. Bürgermeister Guido Orthen ernannte dabei erneut... mehr...

Besuch des Bildungscampus in Sinzig

Besuch des Bildungscampus in Sinzig

Sinzig. Kurz vor den Sommerferien setzte die SPD-Landtagsfraktion ihre Reihe #FraktionImAhrtal fort. Gemeinsam mit Susanne Müller (MdL), Florian Maier (MdL) und der Fraktionsvorsitzenden Sabine Bätzing-Lichtenthäler wurde „Bila“ – der Bildungscampus in Sinzig besucht. mehr...

U19 kommt vom
RC Wanderlust Arzheim

Mountainbike Cross Country

U19 kommt vom RC Wanderlust Arzheim

Arzheim. Kürzlich fanden im Rahmen des Bauhauscups in Hirzweiler die Landesverbandsmeisterschaften im Mountainbike Cross Country (MTB XCO) statt. Die hohen Temperaturen von über 30 Grad machten das Rennen besonders herausfordernd und verlangten den Teilnehmern alles ab. mehr...

LESETIPPS
GelesenNeueste
Kommentare

Erwin Rüddel: Straßen stärken

Helmut Gelhardt:
Herr Erwin Rüddel, MdB (CDU), hat sich absolut redlich den Titel ' Mega-Bodenversiegelnder-Straßenverkehrs-Dinosaurier der Dekade ' verdient. Herr MdB Rüddel hat den "Club of Rome" auch nach mehr als 50 Jahren noch nicht verstanden bzw. will ihn nicht verstehen: "In einer endlichen...
Dr. Peter Herold:
Danke, Jürgen Müller und H.M. Pilartz, dass Sie diesen Unfug anprangern. Nahezu sämtliche Aussagen dieses "Artikels" sind sachlich falsch und zeugen lediglich von der fachlichen Unkenntnis der Autoren. Man muss die Frage stellen, warum so etwas unreflektiert veröffentlicht wird. Was solche Artikel anrichten,...
H. M. Pilartz:
Was für ein Unfug! Als wären Bundesländer wie Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen Wildnis.... Dort hat man 15 Jahre Vorsprung mit Wolfserfahrungen, und geht entsprechend gelassen damit um. Die zuständige Amtstierärztin des Kreises Lüchow-Dannenberg hat unlängst ausführlich dargelegt, wie problemlos...
Mueller Juergen:
Anforderungen des Tourismus, Landschaftsästhetik, Erhalt der Kulturlandschaft. Da gehört der Wolf nicht hin. Wenn Mensch von Erhalt u. Ästhetik spricht ist schon etwas faul u. zwar ganz gewaltig. Fakt ist doch, dass Mensch nichts neben sich duldet, was nicht in sein Konzept passt, was ihn stört, ja...
Peter :
Habe ich irgendwas verpasst? Oder was soll 'demokratischen Fraktionen im Landtag' bedeuten? Gibt es denn dort auch 'undemokratische Fraktionen ' und wenn ja, wie sind die denn dort hin gekommen? Und wer legt fest, wann eine Fraktion 'demokratisch' und wann 'undemokratisch' genannt wird? Fragen über...
Amir Samed:
Für Millionen Menschen, traumatisierte Kinder, ruinierte Existenzen, bedeutete das Corona-Regiment den Bruch ihres Grundvertrauens in den Staat. Die veröffentlichten Protokolle des Robert-Koch-Instituts zeigen ganz klar auf, das eine absolut verantwortungslose Politik die Bevölkerung zu Lockdowns und...
Haftnotiz+
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Service