Ein traumhafter Sommerabend für 800 Gäste im Park vor dem kurfürstlichen Schloss
„Koblenz braucht mehr Anziehungskraft“
IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing richtete in ihrer Rede Appelle an die Politiker
Koblenz. „Ein Sommernachtstraum“ nannte Shakespeare sein Werk und so könnte man auch den IHK Sommerabend der Wirtschaft bezeichnen. Denn was die etwa 800 geladenen Gäste in dem wunderschönen Park vor der grandiosen Kulisse des Koblenzer Schlosses erlebten, war wirklich traumhaft: Tolles Sommerwetter, aufwändig möblierte Anlagen sowie köstliche Speisen und Getränke waren das ideale Ambiente, um ins Gespräch zu kommen und Netzwerke zu knüpfen. Dazu forderte dann auch IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing auf. In ihrer Rede vor den Vertretern aus Unternehmen, Politik und Verwaltung forderte sie eine stärkere Berücksichtigung der Belange der Wirtschaft. „Bei allem Verständnis für das Streben um die Wählergunst ist es höchste Zeit, sich mit pragmatischer Vernunft den tatsächlichen Problemen unseres Landes zu widmen“, appellierte sie an die Politiker und weiter: „Wir brauchen eine nationale Priorität für gute Wirtschaftspolitik. Unser Wohlstand will jeden Tag aufs Neue erwirtschaftet werden. Das ist kein Selbstläufer.“ Die Wirtschaft sei selbstverständlich weiterhin bereit, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, unterstrich die IHK-Präsidentin, lehnte aber die Aufsattelung von weiteren Steuern und Abgaben mit Blick auf die überdurchschnittlich hohen Energiepreise entschieden ab, damit die Betriebe ihre Geschäfte nicht ins Ausland verlagern müssten. Susanne Szczesny-Oßing attestierte der Landesregierung, dass diese sich zwar für Wirtschaftsthemen wie Breitbandversorgung oder die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen stark mache, jedoch: „Es reicht nicht, dass die Landesregierung in Teilen die bislang gute wirtschaftliche Entwicklung lediglich als Zaungast begleitet.
Sie sollte auf rheinland-pfälzischer Ebene noch entschlossener Projekte angehen, die auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zielen.“ Die Rednerin nannte als Beispiele eine bürokratiearme und aufkommensneutrale Reform der Grundsteuer sowie die Digitalisierung der Verwaltung, aber auch eine Förderung der Berufsorientierung sowie eine Stärkung der Berufsschulen. „Gerade hier muss das Land neben den Geldern aus dem DigitalPakt Schule weitere Mittel investieren. Helfen Sie mit, durch exzellente Berufsbildung das Fachkräftepotenzial zu stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern“, forderte die IHK-Präsidentin von den Politikern.
„Wir fühlen uns manchmal abgehängt“
Dem Fachkräftemangel müsse mit der Ausbildung von mehr Lehrpersonal begegnet werden.
Dafür und auch für die digitale Zukunft kleiner Unternehmen bietet die IHK Koblenz einige Projekte an.
Schließlich dürfte die Region zwischen den Metropolen Mainz und Köln nicht zerrieben werden: „Wir brauchen eine andere Wahrnehmung und mehr Anziehungskraft von Koblenz, denn wir fühlen uns manchmal abgehängt“, führte die IHK-Präsidentin aus und forderte die Weiterentwicklung des Universitätsstandorts Koblenz und die Einrichtung einer Fachklasse für E-Commerce. Sie setzt sich ein für die Mittelrheinbrücke und die Hochmoselbrücke bei Trier, denn: „Was es bedeutet, wenn Brücken nicht funktionieren, spüren wir an der Pfaffendorfer Rheinbrücke, deren Neubau für Koblenz eine Jahrhundertaufgabe ist“, glaubt die IHK-Präsidentin. Dass die duale Berufsausbildung ein Kernthema der IHK-Arbeit ist, machten beim Sommerabend mehrere Infostände deutlich, wo einige Gäste mit ehrenamtlichen IHK-Prüfern in der Aus- und Weiterbildung sprachen. Aber auch über die IHK-Unterstützungsformate für Betriebe im Bereich Digitalisierung oder die ehrenamtliche Arbeit der IHK-Lotsen wurde informiert. Während diesem fantastischen Sommerabend unterhielt mit Hintergrundklängen die Jazzband „Wood Vibrations“, bestehend aus den Koblenzer Musikern Hanns Höhn (Kontrabass) und Thomas Bethmann (Saxophon).
HEP
Im wunderschönen Schlossparkambiente fand der IHK Sommerabend der Wirtschaft statt.
Etwa 800 geladene Gäste folgten der Rede von Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing.
An verschiedenen Ständen konnten sich die Sommergäste informieren.
Ausgefallene Köstlichkeiten stellten Mitarbeiter eines Koblenzer Cateringunternehmens zusammen.

Sie haben Ihren Sommernachtstraum.Das sollte reichen.Ihre Ansprüche gehen nicht konform mit den Ansprüchen,die Klima und Umwelt auch an Sie stellen.Das Problem mit Menschen wie Ihnen ist,immer noch mehr haben zu wollen,koste es was es wolle.Sie brauchen unbedingt eine andere Wahrnehmung.Wenn sie sich trotz der überproportionierten Sättigung unserer Gesellschaft,zu der Sie ja auch gehören,immer noch nicht zufrieden sind,dann ist das Ihr Problem.Und - nicht unser Wohlstand,sondern der Ihre will jeden Tag noch mehr erwirtschaftet werden.Wann begreifen Sie,dass alleinige Priorität für Wirtschaftspolitik uns dahin gebracht hat,wo wir heute stehen.Eine pragmatische Vernunft sollten Sie bei sich suchen u.nicht bei anderen.Und ... Wirtschaft u.Klimaschutz ... "WO ist der?"Der Ruf nach immer mehr Anziehungskraft hat KOBLENZ einen Schuldenberg beschert,der die Handlungsfähigkeit der STADT immens einschränkt.Wenn sie das nicht wissen,dann empfehle ich Ihnen eine sofortige Einsicht.