Wirtschaft | 05.02.2024

- Anzeige - Bilanzsumme lag 40 Millionen Euro über dem schon sehr guten Vorjahresergebnis

Kreissparkasse Mayen wächst auch in schwierigen Zeiten

Von diesen erfreulichen Zahlen des Kreditinstituts profitiert auch die Allgemeinheit

(v.l.) Vorstandsmitglied Christoph Weitzel, Landrat Dr. Alexander Saftig als Vorsitzender des Verwaltungsrats, Judith Sauerborn (Leiterin Unternehmenskommunikation) und Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung mit dem „EIFEL Award für Nachhaltigkeit“ sowie ein wirtschaftlich außerordentlich erfolgreiches Jahr 2023.  Foto: KSK Mayen/Ralph Künzel

Mayen. Auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 kann die Kreissparkasse (KSK) Mayen zurückblicken. Trotz der schwierigen und herausfordernden Rahmenbedingungen durch Zinsanstieg, Inflation und Energiekrise sowie den weltpolitischen Entwicklungen in der Ukraine und im Nahen Osten präsentierte die KSK Mayen am vergangenen Freitag im Haupthaus in der St.-Veit-Straße sehr gute Bilanzzahlen. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Josef Esch und Vorstandsmitglied Christoph Weitzel erläuterten die Ergebnisse im Detail.

Mit 2,563 Milliarden Euro lag die Bilanzsumme 40 Millionen Euro über dem schon sehr guten Vorjahresergebnis. „Bei unseren Kunden besteht eine große Nachfrage nach kompetenter Beratung und verlässlichen Angeboten sowohl auf der Einlagen- als auch auf der Kreditseite. Die Zahlen belegen das große Vertrauen in unsere Kreissparkasse Mayen, die in der Region nach wie vor Marktführer ist. Wir verfolgen eine konsequent und ganz stringent auf unser Gebiet ausgerichtete Geschäftspolitik“, betonte Esch. Ihr Eigenkapital konnte die KSK weiter erhöhen, es lag zum Jahresende bei rund 280 Millionen Euro.

„Bei uns funktioniert der regionale Wirtschaftskreislauf. Das sehen wir auch am Gleichgewicht der Kundeneinlagen und der Kredite. Den Krediten an Unternehmen und Haushalte, die die KSK vergibt, stehen Einlagen der Kunden in etwa gleicher Höhe gegenüber“, ergänzte Weitzel. Die Kredite an Privat- und Firmenkunden lagen zum Jahresende bei fast zwei Milliarden Euro. Neu zugesagt wurden insgesamt 257 Millionen Euro, davon 80 Millionen Euro für gewerbliche Finanzierungen, 32 Millionen Euro für Konsumentenkredite und 145 Millionen Euro für den Wohnungsbau. Das Kundengeldvermögen, also die Summe aus Einlagen- und Wertpapierbeständen, hat erneut zugelegt, und zwar um 106 Millionen (4,2 Prozent). Es beläuft sich zum Jahresende 2023 auf 2,625 Milliarden Euro. Insgesamt eröffneten Privatpersonen 3525 neue Girokonten. Ihre Marktführerschaft konnte die KSK so noch weiter ausbauen, mehr als jeder zweite Einwohner führt sein Girokonto bei der KSK, die insgesamt 66.689 Girokonten betreut.

Bausparen – ob für den Immobilienerwerb, den Hausbau oder Modernisierungen – ist weiterhin ein Trendthema. Gerade angesichts der in Summe gestiegenen Zinsen für Wohnungsbau- und Modernisierungskredite können sich die Finanzierer günstige Zinsen sichern. Insgesamt vermittelte die KSK für 94 Millionen Euro neue Bausparverträge. Die gezahlten Beiträge für durch die KSK vermittelte private Provinzial-Sachversicherungen liegen bei 5,1 Millionen Euro und belegen die große Nachfrage der Kunden nach umfassender Risikoabsicherung.

Auch beim Sparen ging der Trend klar nach oben. Wertpapiersparpläne waren gefragt: 12.419 hatte die KSK für ihre Kunden Ende 2023 im Bestand in insgesamt 12.081 Kundendepots. Der Wertpapierumsatz ist stark (um über 56 Prozent) gestiegen. „Als erstes Kreditinstitut der Region haben wir bereits im Herbst 2022 wieder eine Verzinsung für das Tagesgeld eingeführt. Auch 2023 haben wir kurzfristig auf Marktänderungen reagiert und attraktive Konditionen bei Passivanlagen angeboten, die sehr gefragt waren. Unsere Kunden können sich auch in Zukunft auf vielfältige und faire Angebote verlassen“, verdeutlichte Weitzel.

Bei den erfreulichen Zahlen profitiert auch die Allgemeinheit. Die KSK hat zehn Millionen Euro Steuern in die Region gezahlt und trägt damit dazu bei, dass die Region lebenswert bleibt. Dazu kommen noch einmal 3,08 Millionen Euro, die die 370 Mitarbeiter über ihre Lohnsteuerzahlungen eingebracht haben, in Summe also 13,08 Millionen Euro.

Auch bei Spenden und Sponsoring steht die KSK Mayen mit ihrem Förderengagement an der Spitze. Über 885.000 Euro flossen 2023 in mehr als 1000 Einzelmaßnahmen. Dazu kamen über 2000 Kinder, die an geförderten Ferienfreizeiten teilnehmen konnten. Diese Förderung kommt über die Stiftung ‚Für unsere Jugend‘, die insgesamt 98.000 Euro für 260 Maßnahmen ausgeschüttet hat. Das Stiftungskapital wurde 2023 auf fünf Millionen Euro aufgestockt. Wegen der stark gestiegenen Kosten für Ferienzeiten erhöht die KSK dort den Zuschuss nochmals um 50 Prozent. 2024 wird das Spenden- und Sponsoringengagement ausgeweitet, es können weitere und größere Projekte von Vereinen und gemeinnützigen Initiativen unterstützt werden. Dabei ist auch angedacht, Projekte zur Förderung von Weltoffenheit und Toleranz zu initiieren.

Ein wichtiger Punkt für die Spendenausschüttung ist auch die „PS-Sparen-Lotterie“. Je mehr Personen hier mitmachen, also Sparen und gleichzeitig attraktive Gewinnchancen nutzen, desto mehr Ausschüttungen kann die KSK vornehmen. „Die Vereine können sich auf uns verlassen. Wir machen vieles möglich, was sonst vielleicht nicht umsetzbar wäre. Dabei sind auch unsere Kollegen persönlich engagiert, zum Beispiel beim Weihnachtsbasar in Mayen oder der Spende sowie dem Verladen von Hilfsgütern für Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien“, unterstrich Esch. Die Spende der Kreissparkasse hierfür wurde zusätzlich zum „normalen“ Spendenbudget für die Region ausgeschüttet.

Nicht Anteilseignern oder Mitgliedern und damit dem größtmöglichen Profit ist die Kreissparkasse Mayen verpflichtet, sondern dem Allgemeinwohl. Dabei steht der Kunde immer und überall im Mittelpunkt. „Wir sind eine aktive Beziehungssparkasse mit kurzen Entscheidungswegen, detaillierten Kenntnissen über die Lage in der Region und vielen kompetenten und engagierten Kollegen, die mit Herzblut dabei sind“, so Weitzel. Digital bleibe die KSK Mayen ebenso Vorreiter. So wurde die Sparkassen-Banking-App vom Wirtschaftsmagazin Capital wieder mit der Höchstnote ausgezeichnet.

Zudem ist die KSK einer der großen Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe. Es werden Berater und Seiteneinsteiger eingestellt. Für 2024 werden noch Auszubildende gesucht. „Unsere Mitarbeiter arbeiten in der Beratung oder zum Beispiel auch in der IT-Abteilung, im Marketing, in der Revision, im Personalwesen, der Betriebswirtschaft, dem Controlling oder anderen interessanten internen Bereichen. Wir freuen uns auch weiterhin über Bewerbungen“, so Esch.

Für 2024 hat sich die KSK viel vorgenommen. Der weitere Ausbau der Betreuungs- und Beratungsqualität im Firmen- und Privatkundengeschäft steht im besonderen Fokus. So bietet die KSK ihren Kunden im Auslandsgeschäft sowie Zins- und Währungsmanagement mit Jahresstart eine noch größere Bandbreite an Leistungen. Damit intensiviert und professionalisiert die KSK das internationale Firmenkundengeschäft weiter, bedient die wachsenden Anforderungen der hiesigen Unternehmen und begleitet sie verlässlich auch in schwierigerem Fahrwasser.

Ebenso sind die Themen Nachhaltigkeit und Transformationsfinanzierung ein Schwerpunkt der nächsten Jahre. „Als Teil der Gesellschaft leisten wir unseren Beitrag, den CO2-Fußabdruck klein zu halten. Bei uns gilt das für Produkte, die wir unseren Kunden anbieten, aber auch für unseren eigenen Betrieb“, erklärte Esch. So unterstützt die KSK Privat- und Firmenkunden zum Beispiel mit nachhaltigen Anlageprodukten oder auch Investitionskrediten auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft. Im Januar wurde die Kreissparkasse Mayen in Simmerath-Eicherscheid gemeinsam mit anderen besonders innovativen Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Belgien mit dem „EIFEL Award für Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

„Die tiefe Verwurzelung im eigenen Geschäftsgebiet ist der entscheidende Faktor. Sie macht unsere Kreissparkasse zu einem verlässlichen Partner für die Menschen in der Region und schafft eine prosperierende Situation. Ihre Mitarbeiter verstehen die Bedürfnisse und Herausforderungen von Privat- und Firmenkunden, weil sie selbst Teil der Gemeinschaft sind. Es ist eben diese enge Bindung an die Gemeinschaft, die es unserer Kreissparkasse nicht nur ermöglicht, maßgeschneiderte Finanzlösungen anzubieten, sondern auch Vertrauen zu schaffen und lokale Projekte, Vereine und Initiativen zu unterstützen, die das kulturelle und soziale Leben in der Region bereichern“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig, Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Sie blicken in eine hoffnungsvolle Zukunft (v.l.): Karl-Josef Esch, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Mayen und der Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Alexander Saftig.  Foto: SK

Sie blicken in eine hoffnungsvolle Zukunft (v.l.): Karl-Josef Esch, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Mayen und der Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Alexander Saftig. Foto: SK

(v.l.) Vorstandsmitglied Christoph Weitzel, Landrat Dr. Alexander Saftig als Vorsitzender des Verwaltungsrats, Judith Sauerborn (Leiterin Unternehmenskommunikation) und Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung mit dem „EIFEL Award für Nachhaltigkeit“ sowie ein wirtschaftlich außerordentlich erfolgreiches Jahr 2023. Foto: KSK Mayen/Ralph Künzel Foto: RALPH KUENZEL 01751589012

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