Vierbeiniger Besuch im Wohnstift St. Martin weckt ungeahnte Reaktionen

Ponys stehen ganz oben auf der Beliebtheitsskala

Ponys stehen ganz
oben auf der Beliebtheitsskala

Ana Järke bringt mit ihren Therapieponys viel Freude in das Wohnstift St. Martin.Foto: privat

06.08.2019 - 20:00

Koblenz. Es gibt viele Freizeit- und Bewegungsangebote, die den Bewohnern im Wohnstift St. Martin den Tag bereichern, aber der Ponybesuch steht ganz oben auf der Beliebtheitsskala. „Kleiner Donner“ und „Zina“ kommen regelmäßig zu Besuch.

Es sei für die Bewohner immer ein ganz besonderes Erlebnis, wenn die Ponys kämen. Schon morgens würde gemeinsam mit den Vorbereitungen gestartet. Da würden Apfel- und Möhrenstücke klein geschnitten, um sie später an die Ponys zu verfüttern. So komme jeder, der möchte, in einen engen ganz persönlichen Kontakt mit den Tieren, berichtet die Einrichtungsleiterin Vanessa Wilsch begeistert.

Möglich macht das Ana Järke vom Reit- und Therapiezentrum „Der Hufeisenweg“ in Lonnig. Die Ponys seien Therapiepferde und speziell ausgebildet, um mit psychisch und körperlich Erkrankten zu arbeiten, erzählt sie. Zusätzlich habe sie mit ihnen trainiert, um in Räume gehen zu können.


Patient gab Anstoß zu der Idee


Anstoß zu der Idee der Ponybesuche war ein Patient, der bei Ana Järke in der Reittherapie war und dann Gast im Hospiz wurde. Sein großer Wunsch war es, noch einmal „sein Pony“ zu sehen. „Den Wunsch wollte ihm das Team aus dem Hospiz erfüllen und hat mich angerufen. Da ich viele Jahre in der Sterbebegleitung gearbeitet habe, war ich sofort dabei. Ich dachte allerdings, wir gehen in den Garten, aber da der Herr bettlägerig war, sind wir zwei in sein Zimmer – und so fing alles an.“

Seitdem besucht Ana Järke regelmäßig das stationäre Hospiz in der Kurfürstenstraße und geht im Anschluss in das nahegelegene Wohnstift St. Martin. Es mache ihr so viel Freude, die Menschen strahlen zu sehen, wenn sie käme. In dieser Zeit seien sie symptomfrei und es würden Erinnerungen geweckt, die ungeahnte Reaktionen hervorrufen können. Einmal sei sie mit ihrem Pony zu einem dementen 92-Jährigen, der schon lange teilnahmslos und stumm war, gekommen. Da habe er sich plötzlich aus seinem Stuhl runtergebeugt, den Huf hochgehoben und gemeint, er brauche eine Raspel – früher sei er Hufschmied gewesen. Alle seien zu Tränen gerührt gewesen. Das seien Momente, die auch für die Betreuer und Angehörigen so wertvoll seien und sie persönlich immer wieder in ihrer Arbeit bestärke, so Ana Järke. Pressemit-

teilung Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH

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