Wirtschaft | 25.02.2015

Anzeige Ackerbautagung der Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel

Raiffeisen trotzt schwächelnden Märkten

Bei der Ackerbautagung der Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel: Dr. Alois Splonskowski (GF), Georg Freiherr von Loe, Dr. Meeno Schrader, Dr. Ludger Schulz Pals, Maternus Schmitz, Peter Krings, Kurt Gentges (GF). WP

Rheinbach. Zweimal im Jahr lädt die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel Handels GmbH (RRAE) ihre genossenschaftlichen Mitglieder zu einer ganztägigen Tagung, diesmal zur Ackerbautagung. Die fand jetzt im Waldhotel in Rheinbach statt. Durch die Veranstaltung führte Freiherr Georg von Loe. Außer auf die Jahresbilanz 2014 konnten sich die rund 70 Teilnehmer auf Vorträge zum Thema „Agrarwirtschaft: was kommt, was bleibt, was geht?“ freuen. Peter Krings von der Bayer Crop Sience GmbH gab Pflanzenschutzempfehlungen für den Ackerbau. Stephan Arens, Geschäftsführer der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen, informierte über die Zukunft des Ackerbaus: Ölsaaten gegen Eiweißpflanzen. Dr. Meeno Schrader Fernsehmoderator, Wetter- und Klimaanalytiker, behandelte den Zusammenhang zwischen lokalen Wetterkapriolen und Klimawandel. Dr. Ludger Pals, Chefredakteur der auflagenstärksten deutschen Agrarzeitschrift, referierte über die erforderlichen Kommunikationsmaßnahmen der Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und der öffentlichen Akzeptanz- und Vertrauenskrise in die heutige Agrarproduktion. Trotz Währungsturbulenzen, geopolitischen Unruhen und sinkenden Rohstoffpreisen konnte die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel ihr Geschäftsjahr 2014 mit einer positiven Bilanz abschließen. Die Unternehmensentwicklung war erfolgreich und das Eigenkapital weiter gestärkt, so die Geschäftsführer Dr. Alois Splonskowski und Kurt Gentges. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Gesamtumsatz der Raiffeisengenossenschaft einschließlich der Tochterunternehmen um 8,6 Prozent, die Absatzmengen im Agrar- und Energiegeschäft erreichten aber ein Plus von 2,8 Prozent. Der Energiebereich trug mit über 40 Prozent zum Umsatz bei. Sinkende Verbraucherpreise für Mineralölprodukte, warme Wintertage und die Zunahme der energetischen Wohngebäudesanierung führten zu einem deutlich sinkenden Absatz bei Heizöl und Holzpellets. Die mittlerweile sieben Raiffeisen-Tankstellen entwickelten sich dagegen positiv. Im Agrargeschäft erwiesen die Flüssigdüngersparte und der unternehmenseigene Laborservice positiv. Das Gesamtprobenaufkommen des Laborservice erhöhte sich um über 32 Prozent, vor allem durch das Angebot zur Wasseranalytik.

Positives im Baugewerbe

Alle land- und forstwirtschaftlichen Produzentengruppen, aber auch Hobbyfarmer und Kleingärtner profitieren von dem Laborservice. Im Geschäftsfeld Weinbau verringerten sich die Umsätze aufgrund fehlender Zuckerabsätze. Im Reifenhandel erfolgen jetzt alle Geschäftsaktivitäten durch die Konzerntochter Reifenzentrale Becker GmbH in den Servicestationen Bitburg, Ormont und der neuen Servicestation Badem. Die Umsatzentwicklung wurde durch erheblichen Preisdruck im Zweitausrüstermarkt, gestiegene Verkaufsmengen und Umsatzausweitungen bei KFZ-Dienstleistungen geprägt. Der Baustofffachhandel entwickelte sich positiv. Das Niedrigzinsumfeld, günstige Witterungsbedingungen für das Baugewerbe und die energetische Gebäudesanierung durch zertifizierte Energieberater waren Antrieb der Umsatzausweitung. Im Wohnungsaltbestand konnten durch die Spezialisierung auf Bautenschutz und Ausbauelemente Marktanteile bei Renovierungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen gewonnen werden.

Verhaltenes Wachstum

Die Raiffeisen-Märkte zeigten verhaltenes Wachstum. Positiv wirkten sich die Optimierungsanstrengungen in den Fachmärkten für Garten, Tier und Freizeit aus. Auch bei Raiffeisen sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, Innovationen, regionale Verbundenheit und Leistungsfähigkeit ausschlaggebende Faktoren. Mit sieben Auszubildenden, Trainees sowie Werksstudenten im dualem Studium und den Ausbildungsangeboten in den Berufsfeldern Groß-, Einzelhandel und Lagerlogistik setzt die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel Gruppe nachhaltig auf Nachwuchsentwicklung und Qualifikation. Die Warengenossenschaft ist Gründungsmitglied der bundesweiten genossenschaftlichen Initiative „wir-sind-raiffeisen.de“. 138 Mitarbeiter kümmern sich in 15 Geschäftsstellen um die Raiffeisen Kunden.

Ganz neu:

Ab 2015 können Raiffeisen-Tankkartenbesitzer deutschlandweit an 400 Tankstellen bargeldlos tanken und bei Raiffeisen bekommt man jetzt auch Erdgas und Strom.

Bei der Ackerbautagung der Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel: Dr. Alois Splonskowski (GF), Georg Freiherr von Loe, Dr. Meeno Schrader, Dr. Ludger Schulz Pals, Maternus Schmitz, Peter Krings, Kurt Gentges (GF). Foto: WP

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