Wirtschaft | 31.07.2019, 11:20 Uhr

- Anzeige - Pünktlich zu den Sommerferien ist das Raiffeisen Insektenhotel „An der Glasfachschule“ in Rheinbach fertig

Raiffeisen Insektenhotel ist bezugsfertig!

Der Raiffeisen-Markt Rheinbach hat zusammen mit einigen fleißigen Helferinnen ein Insektenhotel in XXL gebaut und bestückt.Foto: privat
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Rheinbach. Der Raiffeisen-Markt Rheinbach hat zusammen mit einigen fleißigen Helferinnen ein Insektenhotel in XXL gebaut und bestückt. Auf dem Blühstreifen der Stadt Rheinbach, im Weilerfeld steht das Hotel und bietet vielen Bienen und Insekten Platz. Durch die Kooperation mit der Stadt Rheinbach, den Bonner Werkstätten und der Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel ist dieses Projekt möglich geworden. Ziel ist es dieses Projekt über mehrere Jahre zu begleiten. Einige Ideen, wie weitere Blühstreifen oder das anpflanzen von Streuobstwiesen finden hierbei Anklang. Kleine Hotels, entweder als Bausatz oder bereits fertiggestellte, Saatgut oder Pflanzmischungen können in den Umliegenden Raiffeisen-Märkten erworben werden.

Wer doch einmal selber bauen möchte kann sich hier weiter informieren:

Wildbienenhotel für Solitärbienen selber bauen

Wildbienen (Solitärbienen) sind wichtige Nützlinge. Viele der 550 heimischen Wildbienenarten haben Probleme geeignete Nistplatzmöglichkeiten zu finden. Mit wenig Aufwand und Materialien aus Ihrem Garten können Sie ein Bienenhotel selber bauen. Wir geben Ihnen Tipps zum Bau und zur richtigen Standortwahl.

In modernen und aufgeräumten Gärten haben es Wildbienen schwer geeignete Nistmöglichkeiten zu finden. Für Wildbienen, die außerhalb von sandigen Böden Ablageplätze für die nächste Bienengeneration suchen, kann man mit geeignetem Material und Geschick kunstvolle Nisthilfen bauen. Eine Gefahr geht übrigens von Wildbienen nicht aus. Diese Solitärbienen sind sehr friedlich und der kleine Stachel hätte bei der Dicke der menschlichen Haut keine Chance.

Auf das richtige Material und den richtigen Standort für Wildbienenhotels setzen: Insektenhotels gibt es heute in vielen Variationen zu kaufen. In dem Glauben mit dem gekauften Model den Nutzinsekten ein neues Zuhause bieten zu können, folgt wenige Monate die Enttäuschung über leere Niströhren. Bei der Verwendung von ungeeignetem Material bleiben die Wildbienen fern. Jedes Insektenhotel hat ein Grundgerüst oder zumindest ein großzügiges Dach. Vielleicht machen Sie sich vor dem Bau zur besseren Orientierung eine kleine Zeichnung. Ein Gerüst (Korpus) kann man so bauen, dass unterschiedliche Fächer mit unterschiedlichem Material gefüllt werden können. Während kleine Bauten sicher an einer Wand befestigt werden können, sind größere Hotelbauten besser über einbetonierte Einschlaghülsen in einer Rahmenkonstruktion fixierbar. Die Ausrichtung sollte Südwest bis Südost sein. Der Standort muss sonnig sein.

Bei der Rahmenkonstruktion sollten die seitlichen Bretter mindestens 5-10 cm breiter sein als das längste Füllmaterial. Dadurch hat man schon automatisch einen seitlichen Regen- und Windschutz. Das Dach kann dann noch etwas großzügiger ausfallen. Ein Regenschutz ist v.a. deshalb wichtig, weil zu viel Feuchtigkeit die Röhren und somit die Brut der Bienen verpilzen könnte und so abstirbt.

Harthölzer als Kant,- Scheit- oder Scheibenholz sind ideal

Hartholz (Eiche, Buche, Obstgehölze, Robinie) für die Befüllung kann in vielen Varianten genutzt werden. Kaminholzscheite oder Baumscheiben müssen richtig trocken sein, damit nachträglich keine Holzrisse mehr entstehen können. Daher sollte dieses Holz mindestens ein Jahr trocken gelagert worden sein. Mit einem scharfen Holz- oder Spiralbohrer werden dann 2 bis 10 mm dicke Löcher senkrecht in das Holz gebohrt. Bei 2 mm-Bohrlöchern reicht eine Tiefe von 3 cm, während bei 9 mm-Bohrlöcher eine Tiefe von 8 bis 10 cm ideal ist. Der Abstand zum nächsten Bohrloch sollte ca. das Doppelte vom Bohrdurchmesser sein. Beim Bohren ist darauf zu achten, dass das Holz nicht durchgebohrt wird, denn die Wildbienen brauchen im Bohrloch immer einen Abschluss. Auch darf kein Sägemehl mehr im Bohrloch zurück bleiben und der Locheingang sollte richtig glatt sein.

Einfacher ist die Verwendung von Bambus. Ein Bambusstab hat durch die vielen Knoten auch immer entsprechende Abschlüsse. Saubere Sägeschnitte bekommt man mit einer feinzahnigen Japansäge hin. Den ersten Schnitt platziert man direkt hinter dem Knoten. Oft ist ein zweiter Schnitt zum passenden Ablängen nötig, um die gleichmäßige Länge zu bekommen. Zum besseren Befüllen im Gerüst kann man die einzelnen Bambusstücke mit der richtigen Seite vorher in eine Blechdose stecken und den Bambusblock mit Gepäckschnur verknoten. Etwas kniffliger ist das Schneiden von Schilf. Eine fransige Schnittkante ist zu vermeiden, da die Bienen diese Röhren nicht gerne annehmen, weil sie sich die Flügel verletzen oder den Pollen vorzeitig verlieren könnten.

Möchte man auch lehmige Bereiche schaffen, sollte es ein löshaltiger Lehm sein. Reiner Lehm wird zu hart, daher muss er mit Sand im Verhältnis 1:1 gemischt werden. Man kann auch noch etwas Holzmehl beimischen. Mit dem Lehm kann man sehr gut die Leerräume zwischen den Holzscheiben zu spachteln.

Ist das Wildbienenhotel fertig, braucht es ein wenig Geduld. Wildbienen suchen von März bis Oktober nach Nistmöglichkeiten und Nahrungsquellen. Jede Wildbienenart hat ihr eigenes Zeitfenster und braucht auch oft ihre ganz speziellen Pollenpflanzen. Eine Bepflanzung von bienenfreundlichen Pflanzen fördert in jedem Fall die schnelle Annahme der Nisthilfe. Viele weitere Materialien, wie Zapfen oder Baumrinde können verwendet werden.

Viel Spaß beim errichten Ihres eigenen Hotels!

Ihr Raiffeisen Team

Der Raiffeisen-Markt Rheinbach hat zusammen mit einigen fleißigen Helferinnen ein Insektenhotel in XXL gebaut und bestückt.Foto: privat

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