Volksbank Mülheim-Kärlich: erfolgreich für die Region
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gutes Geschäftsjahr 2015
Mülheim-Kärlich. „Die Volksbank Mülheim-Kärlich hat trotz schwieriger Rahmenbedingungen das Geschäftsjahr 2015 positiv abgeschlossen. Wir haben Marktanteile gewonnen“, so fasste Karl Mohr, Vorstand der Volksbank, das Jahresergebnis zusammen. Wesentliche Zahl, die diese Entwicklung bestätigt, ist das Betreute Kundenvolumen, also die Summe der Geschäfte, die die Volksbank mit ihren Mitgliedern und Kunden betreibt: Es ist um 7 Prozent auf mehr als 323 Millionen Euro angestiegen. „Die genossenschaftliche Beratung der Volksbank Mülheim-Kärlich hat sich bewährt“, stellte Mohr auch im Namen seines Vorstandskollegen Markus Daum bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2015 heraus. Anlass war die Generalversammlung der Genossenschaftsbank in der Mülheim-Kärlicher Rheinlandhalle. 213 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend sowie zahlreiche Gäste. Unter ihnen auch Stadtbürgermeister Uli Klöckner, der ein Grußwort hielt und sich bei der Volksbank für ihr großes Engagement an die verschiedenen Organisationen in der Region zur Förderung von Kultur, Brauchtum, der Jugendarbeit und soziale Einrichtungen bedankte. An ihrer genossenschaftlichen Beratung werde sich die Volksbank auch weiterhin messen lassen. „Wir bieten verständliche und transparente Beratung individuell auf die Wünsche und Lebenssituation unserer Mitglieder und Kunden abgestimmt. Die vernünftige Entscheidung für eine Anlage oder einen Kredit steht im Mittelpunkt“, erklärte Mohr. „Wer als 17-Jähriger für einen Führerschein spart, muss sein Geld schließlich anders anlegen als derjenige, der als 30-Jähriger ein Nest für seine Familie bauen will oder für sein Alter vorsorgt.“ Die Genossenschaftsbank lebe Transparenz und Ehrlichkeit. Im Gegenteil zu einigen Großbanken. „Es wäre schön, wenn dies gerade der europäische Gesetzgeber und die Bankenaufsichtsbehörden berücksichtigen würden“, forderte Mohr. Denn die Volksbank Mülheim-Kärlich erlebe derzeit einen völlig ungerechtfertigten bürokratischen Druck, der sie gewaltig fordere. „Mittlerweile sind einige unserer Mitarbeiter mehr mit der Umsetzung regulatorischer und gesetzlicher Vorgaben beschäftigt als mit der Beratung von Kunden“, sagte Mohr.
Weitere Herausforderungen
Hinzu kommen die Herausforderungen des Niedrigzinses. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hat deutlich negative Auswirkungen auf das Ersparte der Mitglieder und Kunden. Der Niedrigzins stellt aber nicht nur die Sparer vor Herausforderungen, er trifft auch die Genossenschaftsbank: Denn die Bank lebt von der Zinsspanne, die sie durch Kreditvergabe und Einlagengeschäfte erwirtschaftet. Mohr: „Diese Spanne steht bei dem aktuellen Zinsniveau unter Druck. Das heißt, unsere Ertragslage leidet.“ Sorge bereitet Mohr zudem die Europäisierung der Einlagensicherung. Unter dem Stichwort „Schutz der Verbraucher“ ist eine europaweite Vergemeinschaftung der nationalen Sicherungssysteme geplant. Die EU-Einlagensicherung ist darauf ausgerichtet, Sparer im Krisenfall zu entschädigen. Die bereits bestehende genossenschaftliche Sicherungseinrichtung wirkt hingegen präventiv, so dass der Ernstfall gar nicht eintritt. Dass die Volksbank trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich im vergangenen Jahr gearbeitet hat, ist besonders dem Engagement der Mitarbeiter sowie der Verwurzelung in der Region zu verdanken. „Unsere Mitarbeiter haben mit viel Herz, Sachkunde und Verantwortung unsere Mitglieder und Kunden betreut“, zeigte sich der Vorstand erfreut. So ist die Bilanzsumme um 9,7 Prozent auf 165 Millionen Euro gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das bilanzielle Kreditvolumen leicht gesunken: Hier waren zum Stichtag 31. Dezember 2015 an Mitglieder und Kunden rund 78,7 Millionen Euro ausgeliehen, während das an die Verbundpartner vermittelte Kreditvolumen um 3,6 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Die Mittel, die die Volksbank ausleiht, kommen aus der Region. Im vergangenen Jahr konnten 11,6 Prozent mehr Einlagen verbucht werden als noch in 2014.
Beteiligung der Mitglieder und Ehrungen
An dem Erfolg ihrer Genossenschaftsbank werden die Mitglieder beteiligt. Die Generalversammlung hat auf Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand eine Dividende von vier Prozent auf die Geschäftsguthaben beschlossen. Logische Konsequenz dieses Erfolgs ist die weitere Zunahme der Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbank. 120 Teilhaber wurden im vergangenen Jahr gewonnen. Auf der Generalversammlung ehrte die Volksbank langjährige Mitglieder. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Bernhard Hans Eifler, Anton Hergenröther, Winfried Henrichs, Markus Ewald Flöck, Norbert Winkens, Günter Volk, Peter Hartmann, Rudolf Daub, Ingeborg Stoffel und Konrad Nickenig, die alle aus Mülheim-Kärlich stammen. Für 60-jähirge Mitgliedschaft wurden geehrt: Johann Josef Zerwas und Hermann-Josef Heck aus Mülheim-Kärlich sowie Gerhard Griesenbach und Erich Saas aus Winningen. Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats wurden einstimmig entlastet und die Aufsichtsräte Gabriele Brost und Harald Linden wieder in das Kontrollgremium gewählt.
Pressemitteilung
Volksbank Mülheim-Kärlich eG
