Wirtschaft | 23.03.2017

IHKs in Rheinland-Pfalz bilden 125 Auszubildende zu Energie-Scouts weiter

Versteckte Energiefresser aufgespürt

Energie-Scouts der Firma Lohmann Rauscher GmbH & Co. KG aus Neuwied belegen mit ihrem Projekt den dritten Platz

Das Azubi-Team von Lohmann & Rauscher mit Karl-Wilhelm Faber, Vizepräsident IHK für Rheinhessen (links) und Dr. Ingrid Vollmer, IHK für Rheinhessen (rechts). Stefan Sämmer

Region. Die Energiepreise zählen in den Unternehmen zu den größten Kostentreibern. Immer mehr Betriebe investieren deshalb in Maßnahmen zu effizienterem Energieeinsatz und motivieren ihre Belegschaften zum sparsamen Umgang mit Ressourcen. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz sensibilisieren deshalb bereits Auszubildende und bieten Jugendlichen die Weiterbildung zum „IHK-Energie-Scout“ an. Im Beisein der rheinland-pfälzischen Ministerin für Umwelt und Energie, Ulrike Höfken, zeichneten die IHKs am Mittwoch in Mainz herausragende Projektarbeiten aus.

„Grüne Technologien schaffen in Rheinland-Pfalz sichere Arbeitsplätze: Landesweit sind rund 13.000 Menschen im Bereich der Umwelttechnologien beschäftigt und die Branche hat bereits einen Anteil von elf Prozent am gesamten Bruttoinlandsprodukt. Das Projekt Energiescout nutzt die Möglichkeit, Auszubildende frühzeitig an das Thema betriebliche Energieeffizienz heranzuführen. Damit leistet es einen Beitrag, dass Energieeffizienz in Unternehmen künftig eine noch größere Rolle spielen wird“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken und dankte den Auszubildenden für ihr Engagement für den Klimaschutz. Insgesamt 125 Auszubildende aus 45 Unternehmen haben die vier rheinland-pfälzischen IHKs 2017 zu Energie-Scouts weitergebildet. „Wir setzen bei den jungen Mitarbeitern an, um frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie zu fördern und den Betrieben zu helfen, nachhaltig Kosten einzusparen“, erklärt Karl-Wilhelm Faber, Vizepräsident der IHK für Rheinhessen.

Bei der Abschlussveranstaltung der IHK-Energie-Scouts präsentierten die Azubiteams ihre Projektarbeiten. Auf Plakaten stellten sie dar, welche Maßnahmen sie in ihren Betrieben zur Einsparung und zum effizienten Einsatz von Energie entwickelt oder optimiert haben. Das besondere Augenmerk der Besucher galt den acht besten Projekten. Aus diesen wählten eine Jury und das Publikum die drei Siegerprojekte aus, für welche die Industrie- und Handelskammern ein Preisgeld von insgesamt 1.800 Euro zur Verfügung stellten. Die Preisträger sind: 1. Platz: Energie-Scouts der Firma Daimler AG aus Wörth; 2. Platz: Energie-Scouts der Firma THIMM Display GmbH aus Wörrstadt; 3. Platz: Energie-Scouts der Firma Lohmann Rauscher GmbH & Co. KG aus Neuwied.

Bereits zum dritten Mal haben die IHKs in Rheinland-Pfalz diese kostenfreie Qualifikation angeboten, die sich aus zwei eintägigen Workshops und einer Projektarbeit im Unternehmen zusammensetzt. „Im praktischen Teil suchten die Auszubildenden ganz konkret nach versteckten Energiefressern in ihren Betrieben“, erläuterte Faber. Die Ideen für die Unternehmensprojekte waren vielfältig und reichten von der Lokalisierung und Behebung von Druckluftleckagen über die Umrüstung auf energieeffiziente Beleuchtungssysteme bis hin zur optimierten Steuerung von Pumpen und Maschinen oder Aktionen zur Mitarbeitersensibilisierung. Die Nachfrage nach der Weiterbildung zum Energie-Scout ist weiterhin so groß, dass das Projekt im Herbst bereits zum vierten Mal stattfinden wird. Azubiteams aus den acht folgenden Unternehmen stellten bei der Abschlussveranstaltung ihre Energieeffizienzprojekte vor: Bitburger Braugruppe GmbH (Bitburg); - Daimler AG (Wörth); Gebr. Pfeiffer SE (Kaiserslautern); Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co.KG (Gerolstein); Günter Effgen GmbH (Herrstein); Lohmann & Rauscher GmbH & Co.KG (Neuwied); Stadtwerke Mainz Netze GmbH (Mainz); THIMM Display GmbH (Wörrstadt).

Pressemitteilung IHK Koblenz

Das Azubi-Team von Lohmann & Rauscher mit Karl-Wilhelm Faber, Vizepräsident IHK für Rheinhessen (links) und Dr. Ingrid Vollmer, IHK für Rheinhessen (rechts). Foto: Stefan Sämmer

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