Kreissparkasse Ahrweiler bestätigt mit Jahresbilanz 2023 ihr Position als Marktführer zwischen Rhein und Nürburgring
„Wir wollen uns auch weiterhin überall aktiv in den Wiederaufbau einbringen“
Kreis Ahrweiler. „Die Kreissparkasse Ahrweiler ist auch in ihrem 158. Jahr robust, solide und stabil.“ Das sagte Vorstandschef Dieter Zimmermann, der gemeinsam mit Vorstand Guido Mombauer die Jahresbilanz 2023 in der Ahrweiler Hauptstelle präsentierte. Hier ein Blick in die Geschäftszahlen: Die Bilanzsumme beträgt rund 2,7 Milliarden Euro und bewegt sich auf dem Niveau der Vorjahre. Das Kundengeschäftsvolumen (die Summe der Kredite, Einlagen, Wertpapierbestände und bei Verbundpartnern angelegten Gelder) stieg um mehr als 150 Millionen auf 5,166 Milliarden an. Der Jahresüberschuss liegt bei fünf Millionen Euro und ermöglicht somit eine Eigenkapitalerhöhung auf insgesamt 258 Millionen Euro. Das Bauspargeschäft erfreute sich mit einem Volumen von 62 Millionen Euro nach seiner Renaissance des vergangenen Jahres weiterhin einer großen Beliebtheit. Die gewerbliche Kundschaft fragte Versicherungen in den Bereichen „Handel, Handwerk und Gewerbe“ in Höhe von 77000 Euro und damit fast doppelt so viel wie im vergangenen Jahr nach. Die Nachfrage nach Lebensversicherungen stieg auf elf Millionen Euro an. Damit hat die Kreissparkasse erneut ihre Marktführerschaft im AW-Land untermauert.
Partner der Kommunen
„Der Wiederaufbau entlang der Ahr und die verlässliche Unterstützung der Privatkunden, Unternehmen und Kommunen war neben der Bewältigung aller weiteren Herausforderungen auch in 2023 von zentraler Bedeutung“, machte Zimmermann klar. Die Kreissparkasse Ahrweiler habe verschiedene Rollen beim Wiederaufbau übernommen – sei es als Finanzierer, Investor, Sponsor, Anlieger, Ideengeber, Vermittler oder Projektentwickler. „Wir wollen uns auch weiterhin überall aktiv in den Wieder- und Neuaufbau einbringen. Die Kreissparkasse Ahrweiler stellt eine umfassende Versorgung mit Kreditmitteln für die Menschen, das Handwerk, den Mittelstand und die Kommunen im Kreis Ahrweiler sicher“, betonte der Vorstandschef. Mit 2,1 Milliarden Euro hätten Kunden der Kreissparkasse Ahrweiler noch einmal mehr Kredite in Anspruch genommen als in den Vorjahren. Im abgelaufenen Jahr seien Kredite mit einem Volumen von 694 Millionen Euro zugesagt worden.
Auf der anderen Seite geht es um Geldanlage. Für diese müssen junge Mitarbeiter der Kreissparkasse laut Zimmermann ein neues Denken lernen. Denn der Zins ist zurück. „Den haben die bisher gar nicht kennengelernt.“ So erlebten Wertpapier- und längerfristiges Sparen eine Renaissance. Mit 703 Millionen. Euro legten Kunden mehr Geld als im Vorjahr in länger laufende Spareinlagen an. Der Bestand der Kurzfristeinlagen belief sich zum Jahresende auf 1,4 Milliarden Euro. Insgesamt überstiegen die bilanziellen Kundeneinlagen mit 2,135 Milliarden Euro weiterhin deutlich die „Zwei-Milliarden-Schallmauer“. „Eine Kundenbilanz“, die sich laut Zimmermann „sehen lassen kann“.
Immobilien weiter gefragt
Positives berichtete Vorstand Guido Guido Mombauer zum Thema Immobilien: „Trotz der Flut und den verheerenden Folgen ist der Kreis Ahrweiler nach wie vor eine beliebte Region, wenn es darum geht, ein Eigenheim zu bauen oder zu erwerben“. Das gelte nicht nur in den umliegenden Gemeinden, sondern auch entlang der Ahr, nicht zuletzt deshalb, weil dort der Wiederaufbau erkennbar voranschreite. Ein Preisverfall sei nicht zu erkennen. Das Preisniveau liege etwa auf dem des Jahres 2021. „Auch die Mechanismen von Angebot und Nachfrage greifen inzwischen wieder in einem ausgewogenen Maße“, so Mombauer. Im vergangenen Jahr konnten so durch die Kreissparkasse 74 Objekte im Gesamtwert von knapp 22,5 Millionen Euro vermittelt werden. Und auch einen neuen Service gibt es: „Durch die erstmalige Einstellung eines Energieberaters wollen wir unseren Kunden bei ihren Themen rund um die Immobilie nochmal mehr Qualität bieten.“
Investition in Standorte
Wie es um die Bank aussieht, bilanzierte Zimmermann. Denn auch da läuft der Wiederaufbau. Für Bad Neuenahr sei der Bauantrag gestellt. Mit der Eröffnung werde Mitte 2025 gerechnet. In Altenahr soll es einen anderen Standort für die Geschäftsstelle geben und in Dernau laufen die Planungen am Standort Weinbrunnen mit einer Video-Stele. „Mit mehr als zwölf Millionen Euro haben wir umfangreiche Investitionen in unsere von der Flut betroffenen Standorte vorgenommen“, unterstreicht Zimmermann. Aktuell hat der Marktführer 110205 Kunden, die auf eine flächendeckende Versorgung bauen können. Dies mit 27 eigenen und drei Kooperations-Standorten sowie sechs S-Service Agenturen. Zudem gibt es im Kreis 38 Geldautomaten, an denen im Vorjahr mehr als 1,4 Millionen Ein- und Auszahlungen und einem Volumen von 460 Millionen Euro registriert wurden. Und damit das so bleibt, wurden allein im vorigen Jahr 500000 Euro in sicheren Zugang zu Bargeld investiert. „Die Sicherheit von Kunden, Anwohnern und Bürgern steht für uns an erster Stelle“, so Mombauer. Zudem läuft es laut Zimmermann auch digital bei der Kreisparkasse rund. Mit mehr als 3,5 Millionen Besuchern in 2023 sei die Internetfiliale die am meisten besuchte Geschäftsstelle. In dieser führen mehr als 60000 Kunden ihr Konto. Und mit 1000 Anrufen pro Tag gehört auch das Kunden-Service-Center zu den „am häufigsten besuchten Filialen“.
Aber der Kreissparkasse Ahrweiler geht es laut Zimmermann um mehr: „Wir sind sehr froh durch verschiedene Maßnahmen einen aktiven Beitrag zur Förderung der Region und der Menschen vor Ort zu leisten. Allein im vergangenen Jahr konnten wir Vereine und Menschen in der Region mit mehr als 700000 Euro über Spenden und Sponsoring unterstützen.“ Damit sei das Institut einer der größten Förderer im Kreis Ahrweiler.
Die Menschen in der Bank
All das Vorgenannte funktioniert aber nicht ohne Mitarbeiter. Zimmermann: „Unser wertvollstes Kapital sind die Menschen, die sich hinter all den betriebswirtschaftlichen Zahlen, Daten, Fakten verbergen und die jeden Tag aufs Neue – egal ob persönlich, am anderen Ende der Telefonleitung oder hinter den elektronischen Anwendungen – einen tollen Job machen.“ Dabei sei Zufriedenheit von besonderer Bedeutung. Diese spiegele sich nicht nur in Umfragen, sondern auch in der Zahl der jährlichen Jubilare. Ende vergangenen Jahres hatte die Kreissparkasse 371 Mitarbeiter, davon 156 Menschen in Teilzeit, 31 Auszubildende, 10 Quereinsteiger und 160 Mitarbeiter mit mobilen Arbeitsplätzen. Damit ist sie einer der größten Arbeitgeber im Kreis und will auch weiterhin auf individuelle Arbeitszeitmodelle, variable Arbeitszeiten im Rahmen von Jahresarbeitszeitkonten und die Bereitstellung von mobilen Arbeitsplätzen setzen. Und weiter auf die Jugend. So sollen in diesem Jahr mindestens 14 junge Leute einen Ausbildungsplatz bekommen.
GS
