Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr feierte 25. Jubiläum in Maria Laach
25 Jahre im Dienst des Menschen
Maria Laach. Über 300 Gratulanten waren gekommen, die Basilika von Maria Laach bis zum letzten Platz gefüllt und auch das Klosterforum war gerade groß genug für die anschließende heitere Feier. Der Caritasverband, am 20. November 1989 gegründet, feierte sein 25 - jähriges Bestehen.
Hauptzelebrant Prälat Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, wies in seiner Predigt auf die Bedeutung der caritativen Nächstenliebe im Leben der Kirche und in der Welt hin: „Der wichtigste Mensch ist der, der mir gerade begegnet und die wichtigste Stunde ist die jetzige. Wir stehen an der Seite von armen, benachteiligten, kranken und pflegebedürftigen Menschen.“ Musikalisch wurde der feierliche Gottesdienst von Thomas Schnorr an der Orgel, vom St. Matthias Chor und Mitgliedern des Städtischen Orchesters Mayen unter der Leitung von Lorenz Harig gestaltet. Die Multi-Kulti-Kids eröffneten den Festakt mit einem kraftvollen, lebensfrohen Feuerwerk. Die 20 Kinder und Jugendlichen der Interkulturellen Hip-Hop-Werkstatt des Caritasverbands in Mayen, rissen die Festgäste von ihren Stühlen. Den ernsten Hintergrund dieses Integrationsprojektes erklärte Markus Göpfert, Leiter vom Fachdienst Migration. Bei den Teilnehmern handelt es sich um Flüchtlingskinder, die durch Kriegs- und Fluchterfahrungen häufig traumatisiert sind. Die Trainings in der HipHop-Werkstatt vermitteln ihnen Selbstvertrauen, Sicherheit und Entspannung.
Urgestein der Caritas und seit 25 Jahren dabei ist Pfarrer Helmut Schmidt, der als Vorsitzender den offiziellen Festakt eröffnete und an den Anfang vor genau 25 Jahren im Bernardshof von Mayen erinnerte. Prior-Administrator Pater Dr. Albert Sieger OSB begrüßte als Hausherr die Gäste in Maria Laach. Ausgehend vom Psalm 34 stellte der Prior Administrator die Frage, „Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?“, und benannte mit den Caritas-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jene, die Menschen in ihrer Not beistehen. CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil überbrachte die besten Wünsche von Landrat Dr. Alexander Saftig, dem zweiten Vorsitzenden des Caritasverbandes, und verwies auf die Bedeutung der Caritas, mit 240.000 Einrichtungen, 600.000 Mitarbeitern und 500.000 Ehrenamtlichen der „größte soziale Arbeitgeber Deutschlands.“ Landtagsabgeordneter Horst Gies überbrachte als Kreisbeigeordneter die besten Grüße von Landrat Dr. Jürgen Pföhler und überreichte dem Vorsitzenden und seinem Verband die Ehrenurkunde des Kreises Ahrweiler „für das herausragende soziale Engagement um die Betreuung der hilfsbedürftigen Menschen.“ Danach setzten Mitglieder des Städtischen Orchesters Mayen - Susanne und Tina Bartzen, Elena Drescher, Beate Gottwald, Elisabeth Luxem, Thora Pindus und Franz-Josef Kaes unter der Leitung von Lorenz Harig - mit einem Stück von Wolfgang Amadeus Mozart einen klassischen Akzent. Musikalisch ging es weiter. Als Moderator Eberhard Thomas Müller in der Rolle von „Gerald Gauloises“, Franz Kiefer begleitete den Chansonier am Klavier, mit französischen Akzent ein Liebeslied auf die Caritas sang, gab es Szenenapplaus. Begeistert zeigten sich die Gäste auch von der Koblenzer Kabarettgruppe „Findlinge“. In einer himmlischen Szene lobten sie einen Preis für den Caritasverband aus, einen Auftritt der „Findlinge“. Auch mit Loriot-Klassikern hatte die Gruppe die Laacher auf ihrer Seite. Ein gelungenes Jubiläum des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V., der sich für die nächsten 25 Jahre auf den Weg macht.
Unter dem Motto „25 Stufen“ ist zum Jubiläum eine 64 Seiten starke Festschrift entstanden, die beim Caritasverband bezogen werden kann.
Szenenapplaus für „Gerald Gauloises“, Moderator Eberhard Thomas Müller, der ein Liebeslied auf die Caritas vortrug.
Die Multi-Kulti-Kids eröffneten den Festakt mit einem kraftvollen, lebensfrohen Feuerwerk.
Pfarrer Helmut Schmidt, Vorsitzender des Caritasverbandes (rechts im Bild) erhielt von Horst Gies, MdL Kreisbeigeordneter, die Ehrenurkunde des Landkreises Ahrweiler.
