Allgemeine Berichte | 21.05.2014

Eifelverein Adenau

BUND schärft Eifelverein den Blick für sensible Umwelt!

Die Teilnehmer führten eine interessante Untersuchung mittels eines Pürckhauerbodenbohrers (Bodenprobennehmer) durch. privat

Adenau. Der Hauptwanderwart des Eifelvereins, Siegfried Verdonk aus Winnerath, hatte die zertifizierten Wander-, Natur- und Landschaftsführer des Deutschen Wanderverbandes und der BANU (Bundesarbeitskreis Natur und Umwelt) zur Fortbildung „Am Bach“ nach Adenau eingeladen. Als Exkursionsleiter und Referenten konnte er vom BUND Winfried Sander aus Leimbach und den Vorsitzenden der Kreisgruppe Ahrweiler Reinhard van Ooyen gewinnen. Beide sind mit der Struktur von Fliegewässern, hier am Beispiel des Adenauer Baches, bestens vertraut. Der Untersuchungsbereich erstreckte sich vom „Quellbereich“ des Adenauer Baches im Gewerbegebiet „Im Bröhl“ bis zur Abzweigung des Wassers aus dem Adenauer Bach in die ehemalige Mühle kurz vor Leimbach.

Nach der Begrüßung und den einleitenden Worten wurden die Teilnehmer in fünf Gruppen mit jeweils sechs Personen eingeteilt. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, die Gewässerstruktur und das Gewässerumfeld nach einem vorgegeben Raster zu untersuchen. Zu den einzelnen Parametern gehörten: Nutzung der Aue, Gewässerrandstreifen, Gewässerverlauf, Uferbewuchs, Uferstruktur, Gewässerquerschnitt, Strömungsbild, Tiefenvarianz, Gewässersohle, Durchgängigkeit.

Zudem wurde eine interessante Untersuchung mittels eines Pürckhauerbodenbohrers (Bodenprobennehmer) durchgeführt. Der Hohlmeißelbohrer dient dazu, Bodenproben aus dem oberflächennahen Grund bis zu einem Meter Tiefe zu entnehmen, mit dem sich zum Beispiel die einzelnen Bodenschichten, die Farbe, Korngröße, Zusammensetzung, Feuchtigkeit (Oxidationshorizont) ergründen lassen.

Außerdem informierten die Referenten die Teilnehmer über das Schöpfrecht an fließenden Gewässern, das Zugangsrecht, über die Gewässerunterhaltspflicht, die Lebensräume, über biogene-, chemische- und mechanische Verwitterung.

Für den Adenauer Bach ist das Gesamtergebnis der Untersuchung zur Gewässerstrukturgüte in weiten Teilen, vor allem im oberen und mittleren Abschnitt, unbefriedigend bis schlecht ausgefallen, nur im unteren Abschnitt nach Leimbachsbrück war sie gut bis mäßig.

Für die fast 30 Teilnehmer war erstaunlich, wie schnell und tatsächlich weitgehend in den Ergebnissen übereinstimmend, die verschiedenen Gruppen mit dem Auswertungsraster zur Bestimmung der Gewässerstruktur umgehen konnten. Für Verdonk steht fest: „Die nahezu sechsstündige Exkursion war ergebnisreich und ist übertragbar für die Teilnehmer bei ihren eigenen Führungen, ein Ziel der Fortbildungen des Eifelvereins!“

Die Teilnehmer führten eine interessante Untersuchung mittels eines Pürckhauerbodenbohrers (Bodenprobennehmer) durch. Foto: privat

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